„Gefährdung nicht wahrscheinlich“

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„Gefährdung nicht wahrscheinlich“

Foto: thg

Altlast Regierungspräsidium berichtet über Fläche, auf der Kirch-Gönser Feuerwehrhaus stehen soll

BUTZBACH (thg). „Es ist nicht davon auszugehen, dass eine Gefährdung des Grundwassers wahrscheinlich ist.“ So drückt das Regierungspräsidium Südhessen das Untersuchungsergebnis über das Grundstück in Kirch-Göns aus, auf dem ein neues Gerätehaus für die örtliche Feuerwehr entstehen könnte.
Bürgermeister Michael Merle berichtete auf Anfrage, dass das RP sich beim Grundstückseigentümer, der Kirchengemeinde Kirch-Göns, gemeldet und ein entsprechendes Untersuchungspapier vorgelegt habe. Die Gemeinde habe dies daraufhin der Stadt zur Verfügung gestellt. Auch der Wetteraukreis, der eigene Untersuchungen zu einer möglichen Boden- und Grundwasserbelastung der Fläche angestellt hatte, habe der Stadt sehr gut zugearbeitet. Auch die Feuerwehr-Vertreter seien über den aktuellen Stand informiert.
Vor dem Bau gibt es aber nach Merles Worten noch weiteren Klärungsbedarf. So ist zum einen zu untersuchen, mit welchen Kosten und Risiken bei einem Eingriff ins Erdreich zu rechnen ist. Wenn die entsprechenden Stoffe, die auf einen Ölunfall vor vier Jahrzehnten zurückzuführen sind, im Boden nachgewiesen werden, müsste dieser auf besondere Weise entsorgt werden. „Darüber benötigen wir eine fachlich-technische Einschätzung“, sagte Merle.
Ferner sei zu klären, ob die Kirchengemeinde weiterhin verkaufsbereit sei. Am Ende stimmten dann die Gremien über einen Ankauf des Grundstücks durch die Stadt ab. Die Stadtverordnetenversammlung hatte vor einem Kauf der Fläche die Überprüfung der Bodenbelastung verlangt, weil diese nur altlastenfrei ins Eigentum der Stadt übergehen solle. Die Stadt würde das rund 3500 Quadratmeter große Grundstück von der Kirche dann laut bisheriger Beschlussfassung vom November 2015 für rund 158 000 Euro erwerben. 1,2 Millionen Euro soll der Neubau des Feuerwehrgerätehauses kosten.
Vor 40 Jahren war Heizöl ins Erdreich gelangt, vor 20 Jahren hatte der Wetteraukreis bereits Untersuchungen mit Probebohrungen beauftragt. Inzwischen fanden die ausführlichen Analysen statt.

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