Geflügelgrippe rückt näher: Stallpflicht im Wetteraukreis

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Geflügelgrippe rückt näher: Stallpflicht im Wetteraukreis

Verfügung des Kreises nach Fund in Hungen / Veterinäramt weist auf Biosicherheitsmaßnahmen hin

Wetteraukreis (pdw). Nach dem Kreis Gießen verfügt auch der Wetteraukreis eine Stallpflicht wegen der Geflügelgrippe. Bei einer am Mittwoch im Bereich Hungen gefundenen toten Wildgans wurde Geflügelgrippe nachgewiesen.
In einigen Kreisen in Hessen wurden Wildvögel gefunden, die an der Geflügelgrippe gestorben sind.
Um die Tiere zu schützen und die Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, ist es erforderlich, Wildvögel aus den Beständen fern zu halten und den Kontakt von Wildvögeln zu Tieren in Geflügelbeständen zu vermeiden. Ebenso ist es wichtig, dass Wildvögel nicht an Futter oder Einstreu gelangen, das für Hausgeflügel bestimmt ist.
Daher ordnet der Wetteraukreis für besonders gefährdete ornithologische Risikogebiete und die an die an Hungen angrenzenden Gemeinden die Aufstallung von Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse an. Unter die Anordnung fallen auch andere Vögel wie Sittiche oder Kanarienvögel aber nur wenn mehr als 50 Tiere gehalten werden.
Den Risikogebieten gehören die gewässernahen Feuchtgebiete des Wetterauer Auenverbunds entlang der Horloff, der Nidda und der Wetter an. Diese Bereiche befinden sich in ausgewiesenen gewässernahen Gebieten der Städte und Gemeinden Butzbach, Echzell, Florstadt, Münzenberg, Ranstadt, Reichelsheim, Rockenberg und Wölfersheim. Außerdem von der Aufstallungspflicht betroffen sind die an Hungen angrenzenden Ortschaften Berstadt, Ober-Widdersheim, Unter-Widdersheim und Grund-Schwalheim.
In diesem Gebiet müssen Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse an in geschlossenen Ställen oder unter einer überstehenden, dichten Abdeckung und mit einer gegen Wildvögel gesicherten Seitenbegrenzung gehalten werden. Zum Beispiel ist ein Netz mit einer Maschenweite von maximal 25 Millimetern als Schutzvorrichtung ausreichend. Das Gleiche gilt für Vögel wie Sittiche oder Kanarienvögel, aber nur wenn mehr als 50 Vögel gehalten werden.
Für den gesamten Wetteraukreis gilt zudem eine Aufstallungspflicht für Geflügelhaltungen mit mehr als 1000 Tieren. Außerdem sind Geflügelausstellungen und ähnliche Veranstaltungen untersagt.

Um alle Geflügelhaltungen vor Infektionen zu schützen werden alle Geflügelhalter dringend aufgefordert, Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten, darunter das Tragen von Schutzkleidung, Händewaschen und Desinfektion.
Die Allgemeinverfügung ist im Internet einsehbar unter: https://wetteraukreis.de/service/gesundheit-tierschutz/.

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