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Gegen Hass und Ausgrenzung

BUTZBACH. Rund 250 Menschen versammelten sich am Sonntagnachmittag vor dem Bürgerhaus Butzbach, um der AfD zu zeigen, dass Butzbach für Demokratie und Toleranz steht. Text + Foto: win

Bündnis von 250 Demonstranten vor dem Butzbacher Bürgerhaus rund um AfD-Veranstaltung

BUTZBACH (win). Rund 250 Menschen versammelten sich am Sonntagnachmittag vor dem Bürgerhaus Butzbach, um der AfD zu zeigen, dass Butzbach für Demokratie und Toleranz steht. Unter dem Motto „Dafür steht Butzbach: Gegen Hass und Ausgrenzung – für eine vielfältige und offene Wetterau!“ hatten zahlreiche Butzbacher Organisationen, darunter das Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz, der Ausländerbeirat der Stadt, die antifaschistische Bildungsinitiative Friedberg, Omas gegen Rechts Wetterau, die evangelische Markus-Kirchengemeinde, die türkisch-islamische Gemeinde, SPD und Jusos, die Grünen und die FDP sowie der Verdi-Kreisvorstand dazu aufgerufen. Anlass war eine vom AfD-Landesverband Hessen für diesen Tag dort angekündigte Vortragsveranstaltung mit dem Titel „Dafür steht die AfD!“. 

Dem Aufruf waren rund 250 Bürger jeglichen Alters gefolgt, um deutlich zu machen: Völkische Ideologien und Hass gegen Minderheiten sind keine Alternative für die Wetterau. Sie alle versammelten sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Bürgerhauses auf einer mit einem Absperrband begrenzten Fläche. Die Besucher der AfD-Veranstaltung konnten das Bürgerhaus in angemessenem Abstand ungehindert betreten. Allerdings wurde ihr Kommen mit lauten Buh-Rufen und viel Lärm begleitet, was wiederum von diesen mit provokanten Gesten quittiert wurde. Bei einem kurzen Zwischenfall, bei dem niemand zu Schaden kam, musste die anwesende Polizei kurz eingreifen und die Ordnung der ansonsten friedlichen und gewaltfreien Kundgebung wiederherstellen. 

Redner waren Servet Yildirim, Mitglied im Ausländerbeirat und im Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz sowie deren Sprecher Redelf Schomaker, Uschi Knihs (Omas gegen Rechts, Wetterau), Pfarrer der Markusgemeinde Jörg Wiegand, Gerhard Merz, Vorsitzender der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer sowie Andreas Balser, Vorstand der Antifaschistische Bildungsinitiative Friedberg. Ihre Botschaft war klar: „Hass und Ausgrenzung haben für uns in Butzbach und der Wetterau keinen Platz.“ Die Verfechter der Demokratie wollen zusammenstehen und in Frieden und Toleranz miteinander leben. Sie riefen alle Mitbürger auf, nicht in Gleichgültigkeit zu verfallen, sondern sich jeden Tag aufs Neue gegen Hass und Hetze gegenüber Minderheiten zu erheben und für ein friedliches, respektvolles Miteinander einzustehen. 

Zur Vorwahlkampfveranstaltung der AfD, zu der der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner, der Europaparlamentarier Guido Reil und der Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann erwartet wurden, hatten sich etwa 50 Teilnehmer im Saal des Bürgerhauses eingefunden. Für Fotoaufnahmen im Saal oder ein Statement gegenüber der BZ war kurzfristig kein AfD-Vertreter bereit.

Die Kundgebung der Bündnispartner war nach rund zwei Stunden beendet. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz und bedankten sich bei allen Teilnehmern, die in Butzbach ein Zeichen für Menschenrechte gesetzt haben.

Last Updated on 27. September 2020 by Simone Jüngel

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