Gemeinde würde sich an Kosten für Kindergarten-Bus beteiligen

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Gemeinde würde sich an Kosten für Kindergarten-Bus beteiligen

Zurzeit fährt kein Bus von Espa zum Kindergarten Hoch-Weisel

ESPA (ikr). Zur Sitzung des Ortsbeirats Espa begrüßte Ortsvorsteher Volker Rühl (SPD) auch den Langgönser Bürgermeister Marius Reusch (CDU). Gemeinsam mit ihm wurden aktuelle Themen zu Espa besprochen: Die Planungen zum Straßen- und Kanalausbau im Gebiet Espa West sind bereits weit fortgeschritten. Es hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die laut Bürgermeister teils unterschiedliche Meinungen vertritt. Dabei gehe es insbesondere um die Frage, ob es sich um eine Ersterschließung oder eine Instandsetzung handelt. Aktuell läuft eine juristische Prüfung dieser Fragestellung, im Mai oder Juni soll es eine Anliegerversammlung geben, zu der die Gemeinde einlädt. Daran wollen auch die Mitglieder des Ortsbeirates teilnehmen.

Die erste Planungsvergabe-Runde für das Neubaugebiet „Gaulskopf“ fand statt. Es gab zahlreiche Bewerbungen, sieben Zusagen wurden von der Gemeinde gegeben, vier Bewerber sind davon zurückgetreten, zwei Bauanträge laufen aktuell. Nach den Sommerferien soll die Vergabe der Bauplätze erneut ausgeschrieben werden. Die Zusage an ein genossenschaftliches Projekt für das Baugrundstück im unteren Teil des Geländes werde derzeit geprüft. Weil der temporäre Mobilfunkmast auf einem bereits verkauften Baugrundstück liegt, muss er abgebaut werden und soll in Richtung Wald auf ein Grundstück der Gemeinde umgesetzt werden, damit keine Versorgungslücke entsteht.

Der Kindergarten-Bus nach Butzbach-Hoch-Weisel fährt zurzeit nicht. Bürgermeister Reusch teilte mit, dass die Gemeinde Langgöns sich an den Kosten beteiligen würde, die Wiedereinführung sei jedoch eine Entscheidung der Stadt Butzbach.

Als „Skandal“ bezeichnete der Bürgermeister die Situation für Schulkinder, die im Winter zur Bushaltestelle gelangen müssen. Der aktuelle Zustand sei unhaltbar und es bestehe eine sehr gefährliche Situation für die Kinder. Allerdings sei eine Lösung bisher noch nicht gefunden worden. Ein möglicher Lösungsansatz liege darin, in den Wintermonaten den Bus nur noch an der Bushaltestelle Gaulskopf halten zu lassen. Dies hätte aber zur Folge, dass der Großteil der Kinder insbesondere bei widrigen Wetterverhältnissen den Weg dorthin nehmen müsste.

Der Branntweinweg ist laut Reusch noch nicht abschließend beschildert. Vom Ortsbeirat wurde eine Geschwindigkeitsbeschränkung gefordert, die von der Gemeinde auch vorgesehen sei. Darüber hinaus soll es Bodenmarkierungen geben, die die Vorfahrtsregelungen klar kennzeichnen. Der Bürgermeister berichtete, dass er den Kontakt mit dem zuständigen Ministerium suchen wolle, um doch noch eine positive Entscheidung zur Legalisierung auch des letzten Teilstücks des Weges bis zum Anschluss an die Straße nach Butzbach zu erreichen. 

Ortsbeiratsmitglied Erhard Mank (FW) hat eine Bilddokumentation zahlreicher Straßenschäden in Espa erstellt, wofür ihm Bürgermeister Reusch dankte. Die Aufstellung sei eine hilfreiche Dokumentation und liege bereits dem Bauamt vor. Kurzfristig könne der Bauhof unter Einsatz einer Reparatur-Paste kleinere Schäden reparieren, darüber hinaus habe die Gemeinde ein Jahresbudget eingerichtet, um in allen Ortsteilen größere Schäden instand setzen zu lassen. Beide Möglichkeiten, so der Bürgermeister, würden in Espa zum Einsatz kommen. Bauamtsleiter Jan Schäfer werde eine Prioritätenliste erstellen, um vordringliche Schäden entsprechend zu beheben.

Der Rathauschef informierte, dass für dieses Jahr Mittel zur Aufwertung des jüdischen Friedhofs und zur Instandsetzung des Spielplatzes eingeplant wurden. Vorgesehen ist eine Spielmöglichkeit für Kinder unter drei Jahren, auch die Wege zum Spielplatzgelände sollen saniert werden.

Die Langgönser Klimaschutzmanagerin Susanne Müller stellte die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED vor. Espa ist der letzte Langgönser Ortsteil, der derart umgerüstet wird, noch dieses Jahr soll die Maßnahme umgesetzt werden.  Die Umstellung der Beleuchtung auf LED erfolgt nach den Erfordernissen des Klimaschutzes, den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes und dient der Einsparung von Energie. Es gibt eine digitalisierte Straßenbeleuchtung vom Feinsten, die „intelligent“ ähnlich wie ein Bewegungsmelder, aber noch viel differenzierter funktionieren soll. Aktuell kann die rund 60 Jahre alte Beleuchtung lediglich abends ein- und morgens ausgeschaltet werden. Zukünftig kann das Beleuchtungsniveau heruntergedimmt werden. Kommt ein Radfahrer, Fußgänger oder Auto, dann fährt die Anlage automatisch hoch. Das radargestützte System ist in der Lage, Radfahrer, Fußgänger oder Autos zu unterscheiden und die Beleuchtung entsprechend zu schalten. Sie gilt als fledermausfreundlich. Zu den 80 Bestandsleuchten, die umgerüstet werden müssen, kommen 50 neue hinzu. Insgesamt soll es dann 59 technische und 71 dekorative Leuchten geben. Vor der Ausschreibung werden die Mitglieder des Ortsbeirates die geplanten Standorte vor Ort sichten und eine Aufstellung erstellen, wo aus ihrer Sicht noch Änderungsbedarf besteht oder noch Standorte fehlen. Der Änderungsbedarf soll in der nächsten Ortsbeiratssitzung besprochen und anschließend an die Klimaschutzmanagerin übermittelt werden.

Auch das Dorferneuerungsprogramm IKEK war Thema. Volker Rühl informierte, dass die beiden Projekte für Espa, ein Treffpunkt in der Dorfmitte bzw. ein Bürgerpark, in der Prioritätenliste auf Platz 21 bzw. 24 landeten. Marius Reusch versicherte, dass in jedem Ortsteil mindestens ein Projekt zur Umsetzung kommen soll. Der Ortsbeirat favorisiert das Projekt, bei dem der Dorfplatz am alten Feuerwehrhaus zu einem attraktiven Kommunikationsplatz entwickelt und das Gebäude besser genutzt und verschönert werden soll.

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