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Gerätehaus könnte größer werden

FEUERWEHR – Erneute Beratung über Kirch-Gönser Neubau / Sanierung für Ebersgöns angekündigt

BUTZBACH (thg). Feuerwehrthemen zogen am Dienstag in der Bauausschusssitzung das Interesse auf sich. Zum einen wurde der Sachstand hinsichtlich der Errichtung eines Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Kirch-Göns berichtet, zum anderen wurde die Planung für die Unterbringung der Feuerwehr Ebersgöns vorgestellt. 

Abweichend zur Vorentwurfsplanung aus dem Jahr 2015 für das Kirch-Gönser Haus könnte sich kurzfristig noch eine Änderung ergeben. Wie Bürgermeister Michael Merle mitteilte, habe Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl für eine Vergrößerung plädiert. Auf BZ-Anfrage sagte Merle, dass unter anderem die Größe des vorgesehenen Schulungsraum angesichts der Mannschaftsstärke der Wehr „grenz-wertig“ sei. Auch die Bürofläche sollte erweitert werden. Laut Merle könnte dies notwendig sein, falls etwa hauptamtliche Gerätewarte dort tätig sein würden. 

Der Magistrat wird sich in seiner Sitzung am Dienstag mit dem Thema befassen und die Entscheidung darüber treffen, sagte Merle in der Ausschusssitzung. Dort hatte der Vorgänger Veitenhansls im Amt, Michael Tiedemann vom Zuhörerplatz aus in Merles Ausführungen hinein die Dimensionen des Baus in der 2015er Planung kritisiert. 

Der Geschäftsführer der Butzbacher Wohnungsgesellschaft, die mit der Planung betraut ist, Alexander Kartmann, hatte zuvor das Gebäude vorgestellt, es sei mit der Feuerwehr abgestimmt. Eine dritte statt erforderlicher zwei Fahrzeughallen wurde eingeplant, die nach der Norm geforderten Räume seien vorhanden. 1,169 Millionen Euro sollte die Errichtung vor vier Jahren kosten, Es könnten nun etwa 15 Prozent mehr sein. Im Verlauf der Sitzung war für die größere Lösung die Rede von zusätzlich 100 000 Euro Kosten. 

In der Diskussion hatte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Euler die Planung zum Parlamentsbeschluss von 2015 kritisiert und als überholt bezeichnet. Der Stand von derzeit 29 Aktiven sei in Kürze nicht mehr aktuell, wenn aus der Jugendfeuerwehr Einsatzkräfte nachrücken. Der Umkleidebereich sei auf 35 männliche und elf weibliche Feuerwehrleute ausgelegt. Solle der Standort für den Butzbacher Norden zuständig sein, sei dies nicht ausreichend.

Merle unterstrich, dass der Magistrat für alle Feuerwehr-Standorte zuständig sei. Die optimale Lösung zu schaffen, gelte dann für alle Wehren, auch in Ebersgöns und Griedel besteht Handlungsbedarf. Das Land gebe den Zuschuss nur für förderfähige Maßnahmen, schon jetzt sei in Kirch-Göns nicht alles förderfähig. Dass die Voraussetzungen für den Erhalt der Fördermittel bis zum Stichtag 30. Juni vorliegen würden, sagte der Bürgermeister. Im Gespräch mit der BZ sagte Merle, dass die BWG auch für die vom Stadtbrandinspektor angeführte Erweiterung des vorgelegten Stands bereits eine Planung habe und damit auch der Stichtag eingehalten werde. „Wir werden fristgerecht einen Bauantrag stellen.“ 

Zu Ebersgöns berichtete Kartmann, dass zur zum Gebäude versetzten Fahrzeughalle ein separater Flur zu den übrigen Feuerwehrräumen gebaut wird. Die Frage sei, wie im Bestand neben der Feuerwehr auch die Tiefkühlanlage, die Laienspielschar und der Kindergarten unterzubringen seien. Sein Fazit: „Es geht nicht alles.“ 350 000 Euro seien zunächst veranschlagt worden. Aber eine Sanierung umfasse unter anderem Fenster, Dämmung und Haustechnik und schlage dann mit 1,1 Millionen Euro zu Buche. 

Bürgermeister Merle erläuterte, dass sich der Magistrat darauf festgelegt habe, dass der Kindergarten im evangelischen Gemeindehaus Siloah ein Zuhause erhält. Die Kirche sei dazu bereit, im Sanitärbereich sei aber auch noch eine kleine Änderung vorzunehmen. Daher habe man sich gegen einen Anbau ans Bestandsgebäude entschieden. Zielsetzung sei, die Alte Schule nicht mehr zu nutzen. 

Gegenüber der BZ sagte Merle nach der Sitzung, dass der Grundsatzbeschluss, alle Standorte der Feuerwehr in Butzbach zu erhalten – eine funktionierende Struktur vorausgesetzt – Bestand habe. So dürfe es kein „Windhundrennen“ der Feuerwehren geben. „Jetzt ist Konsequenz gefragt.“ In technischer Hinsicht wie auch bezüglich der Bauwerke sollen die Wehren im Dienst gehalten werden. Zu den genannten Standorten müsse auch Klarheit geschaffen werden, was mit dem Kernstadt-Stützpunkt geschieht. Im Gespräch ist die Schaffung eines Gefahrenabwehrzentrums an anderer Stelle, dann könnte der Baubetriebshof in die St.-Florian-Straße umziehen, räumlich in der Nähe der Energie und Versorgung Butzbach als technisches städtisches Unternehmen. 

In der heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel stehen die Sachstandsberichte ebenfalls auf der Tagesordnung. 

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