Glasfaser-Ausbau in Butzbach läuft 

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Glasfaser-Ausbau in Butzbach läuft 

BUTZBACH. So viel gebuddelt wie zur Zeit wurde schon lange nicht mehr in Butzbach und den Stadtteilen. Die Verlegung eines Glasfaserkabels sorgt für zahlreiche Baustellen. - Unsere Bilder entstanden links in der Rechtenbacher Straße in Pohl-Göns und rechts im Ortskern von Fauerbach v.d. Höhe.  

Vorbereitende Arbeiten in den Stadtteilen / Schwerpunkt derzeit Göns-Orte / Haupt-Standort in Ebersgöns

BUTZBACH (thg). Erste sichtbare Schritte beim Ausbau des Glasfasernetzes in Butzbach sind gemacht. Bürgermeister Michael Merle informierte zusammen mit den Verwaltungsmitarbeitern Markus Lambrecht und Gerd Oehlenschläger über den aktuellen Stand. 

In Ebersgöns wurden Kabel verlegt, es stehen noch Asphaltarbeiten aus. Die Verbindung von Oberkleen in den Butzbacher Stadtteil ist ebenfalls bereits vorhanden. Als nächstes soll die Leitung von Ebersgöns nach Pohl-Göns geführt werden, wo die Arbeiten in den Straßen laufen. Die Trasse von Lang-Göns nach Kirch-Göns ist derzeit in Planung. In Pohl-Göns ist die Schaffung des Netzes weitgehend erledigt, dann soll Kirch-Göns folgen. 

Im südlichen Stadtgebiet ist die Verbindung von Langenhain nach Fauerbach fertig. Am Ortsrand von Fauerbach ist bereits die Weiterführung nach Münster geschaffen. Abgeschlossen ist die Verlegung von Fauerbach nach Ostheim, die Weiterführung von dort nach Nieder-Weisel ist ebenfalls bald vorgesehen. Die Leerrohre in Ostheim sind weitestgehend fertig, in Fauerbach fehlt noch ein Teil. Die nicht genannten Stadtteile Griedel, Hoch-Weisel, Bodenrod und Maibach sowie Hausen-Oes werden nicht angeschlossen, weil in der Marktabfrage der Deutschen Glasfaser nicht ausreichend viele Haushalte ihr Interesse bekundeten. In der Kernstadt ist zumindest der Anschluss der Gewerbegebiete erreicht worden. 

Die Arbeiten hat das Unternehmen Deutsche Glasfaser mit seinen Vertragspartnern in verschiedenen Trupps organisiert, die sich die Arbeit auf öffentlichen und privaten Flächen teilen. Die Verlegung von Hausanschlüssen ist beispielsweise in Nieder-Weisel schon fast fertiggestellt. 

Ein besonderes Engagement zeigen die Wiesentaler. Dort wurden 42 Glasfaseranschlüsse bestellt. Im nächsten Monat soll an zwei Wochenenden die Verbindung von Münster nach Wiesental gelegt werden. Für diese Arbeitseinsätze, die mit der Stadt koordiniert wurden, sind 15 Ehrenamtliche angemeldet.

Bislang gab die Deutsche Glasfaser an, bis Ende Juni alle Arbeiten erledigen zu wollen. Allerdings haben sich unter anderem wegen Corona Verzögerungen ergeben. Denn beispielsweise für die Trassenführung außerorts mussten Hessen Mobil und die zuständige Wasserbehörde Genehmigungen erteilen. 

Bürgermeister Merle wies darauf hin, dass die Stadt schon frühzeitig aus den Erfahrungen einer Nachbarkommune Schlüsse gezogen und einen „regulierten Ausbau“ angestrebt hat. Die Arbeiten sollten nicht in allen Stadtteilen gleichzeitig beginnen. Umfangreiche Begehungen gemeinsam mit Unternehmen und Straßenverkehrsbehörde habe es gegeben. Die Stadt ist in regelmäßigen Baustellenbesprechungen eingebunden. Die Trassen seien auch im Magis-
trat beschlossen worden. Allgemein erhalte die Stadt positive Rückmeldungen. Denn unter anderem arbeiteten die Firmen „flott und leisten ihr Bestes“, so Merle. In Ober-Mörlen hatte es Unzufriedenheit in der Bevölkerung über lang dauernde und schlecht ausgeführte Arbeiten gegeben. 

Aus Ebersgöns sei an die Stadt Butzbach Kritik gerichtet worden wegen des Baustellenquartiers und zu schnellen Fahrens trotz Tempo-30-Zone. Merle sagte, die Deutsche Glasfaser könne nicht in jedem Stadtteil einen Standort errichten, die Stadt habe auch andere Möglichkeiten geprüft. Das Unternehmen habe berichtet, dass wegen der noch andauernden Arbeiten in den Göns-Stadtteilen eine Verlegung schwierig wäre. Ebersgöns habe nun den Ausbau, da könne es nicht nach dem Prinzip gehen: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. In anderen Stadtteilen liefen zudem auch andere Baumaßnahmen. 

Die Deutsche Glasfaser habe auf Anfrage der Stadt zugesagt, den Baumaschinen-Verkehr zu reduzieren. Bezüglich der Beschwerden über zu schnelles Fahren habe das Unternehmen zugesagt, auf die Reduzierung der Geschwindigkeit zu achten. Auf Anwohner-Bitten habe die Stadt reagiert, so Merle, und Tempo-Info-Geräte aufgehängt. Inzwischen habe der Magistrat die Beschaffung weiterer Geräte beschlossen, dann könne auch am Ortseingang eine solche Tafel aufgehängt werden. 

Um auch noch „weiße Flecken“ im Stadtgebiet mit schnellem Internet zu versorgen, hat sich die Stadt an einer gebündelten Ausschreibung mehrerer Kommunen mit dem Kreis beteiligt. Auf das Ergebnis wird gewartet. Ziel ist es laut Merle, die Stadt flächendeckend auch mit Glasfaser zu versorgen, derzeit sei das aber noch nicht möglich. 

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