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„Glaube war ihr Fundament“

BUTZBACH. Gemeindereferentin Brigitte Mackrodt( 2. v.r.) wurde von Pfarrer Tobias Roßbach (r.), Diözesanreferentin Monika Stübinger (M.), der PGR-Vorsitzenden Barbara Oehms-Harder und Pater Georg Menke (JVA-Seelsorge) in den Ruhestand verabschiedet. Text + Foto: kip 

Gemeindereferentin Brigitte Mackrodt wurde in St. Gottfried in den Ruhestand verabschiedet

BUTZBACH (kip). Sie habe „Beziehungen gestiftet und erhalten, gerade auch in den schweren letzten Monaten“. So dankte Pfarrer Tobias Roßbach Gemeindereferentin Brigitte Mackrodt. Sie wurde am Sonntag im Gottesdienst von der Gemeinde St. Gottfried in den Ruhestand verabschiedet.  

Monika Stübinger, als Leitende Diözesanreferentin im Bistums Mainz verantwortlich für die Gemeindereferentinnen und -referenten, überreichte der scheidenden Seelsorgerin die Urkunde des Bischofs Peter Kohlgraf. Brigitte Mackrodt sei eine Spätberufene gewesen, sagte sie im Rückblick auf den Lebenslauf der Gemeindereferentin. In Bad Nauheim geboren machte Mackrodt zunächst eine Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst bei der Deutschen Post und arbeitete dort einige Jahre. 

Dann widmete sie sich den drei Kindern. Die waren am Sonntag zusammen mit Ehemann Diakon Dieter Mackrodt und den vier Enkeln im Gottesdienst dabei. Von 1987 bis 1992 absolvierte Brigitte Mackrodt ein Theologiestudium im Fernkurs und studierte dann von 1999 bis 2002 an der Katholischen Hochschule Mainz Praktische Theologie. Nach dem Abschluss war sie zwei Jahre als Gemeindeassistentin in der Pfarrei St. Bonifatius in Karben und anschließend als Gemeindereferentin in St. Stephanus in Frankfurt-Nieder-Eschbach tätig.

Im August 2005 kam sie mit halber Stelle in die Butzbacher Pfarrei bzw. Pfarrgruppe und war zunächst zuständig für die Erstkommunionvorbereitung, die Familiengottesdienste, Religionsunterricht und die Erwachsenenbildung. Später habe sich der Schwerpunkt auf die Seniorenarbeit und die Seelsorge in den Altenpflegeheimen verlagert, wofür sie eine spezielle weitere Ausbildung absolviert habe, so Stübinger. „Sie hat Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf ihrem Glaubensweg begleitet. Der Glaube war dabei spürbar das Fundament ihres Engagements.“  

Pfarrer Roßbach wünschte zusammen mit Gemeindereferentin Barbara Böhm und Pfarrsekretärin Eva Urbansky alles Gute. Er erinnerte daran, dass gerade in den Monaten der Pandemie die Arbeit der scheidenden Gemeindereferentin, die unter anderem für die Altenheime in der Stadt zuständig war, nicht einfach gewesen sei, weil Besuche über längere Zeiten auch für sie nicht möglich waren. Brigitte Mackrodt habe immer versucht, Menschen zu erreichen, sie zu begleiten, ihnen zu sagen: „Ich denke an Sie und ich bete für Sie!“ Auch in den Zeiten von Corona habe sie zum Beispiel über Telefonate den Kontakt in die Altenpflegeinrichtungen und zu den alten Menschen zu halten versucht und sie durch Zuhören und ein „liebes Wort“ anzusprechen. 

Pfarrer Roßbach dankte auch für die Unterstützung, die er selbst durch die Gemeindereferentin gerade in den vergangenen Monaten erfahren habe, für manches ehrliche Wort, für Kritik und Austausch. Sie habe ihm Mut gemacht und Kraft geschenkt. „Die Beziehungen, die Sie geschenkt haben, werden bleiben!“ Für die Gefängnisseelsorge zelebrierte Pater Georg Menke die Messfeier mit. Eine kleine Schola des Singkreises unter der Leitung von Stefan Worlitsch und ein Gitarrenduo sorgten für den musikalischen Rahmen. 

Barbara Oehms-Harder übergab als Vorsitzende des Pfarrgemeinderats zusammen mit ihrer Stellvertreterin Martina Jantos die Geschenke der Gemeinde: Ein Großwörterbuch für die französische Sprache, mit der sich Mackrodt als Rentnerin mehr beschäftigen möchte, und eine Spende für eine Alphabetisierungskampagne für Frauen. Oehms-Harder bedankte sich für die „unaufgeregte Art der Verkündigung“, die für Brigitte Mackrodt typisch gewesen sei.  

Ganz gerührt war die scheidende Seelsorgerin von so vielen guten Wünschen. „Ich bin nicht aus der Welt!“, sagte sie zu den Gottesdienstbesuchern und kündigte an, weiter ehrenamtlich als Lektorin in St. Gottfried aktiv zu bleiben. Nach der Messe, die von einer kleinen Schola des Singkreises unter der Leitung von Stefan Worlitsch und von einem Gitarrenduo mitgestaltet wurde, konnten die Gottesdienstteilnehmer sich bei einem Sektempfang vor der Kirche persönlich bedanken. Wegen der Corona-Regeln war ihre Zahl begrenzt, doch schriftlich übermittelten viele ihre guten Wünsche für die Zukunft. 

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