Glocken läuten für mehr Klimaschutz

14 000 Euro für Kneipp-Erlebnis
19. September 2019
Sänger-Nachwuchs beweist Können
20. September 2019

Glocken läuten für mehr Klimaschutz

BUTZBACH. Die Uhr der Butzbacher Markuskirche zeigt symbolisch an, dass es für das Klima „5 vor 12“ ist. Am Freitag beteiligen sich Kirchengemeinden am Aktionstag zum Klimaschutz. 

AKTIONSTAG – Kirchengemeinden in der Region beteiligen sich / Kirchturmuhren werden angehalten

BUTZBACH (pm). Kirchengemeinden aus der Region beteiligen sich am Freitag, 20. September, mit Geläut und Andachten am Aktionstag zum Klimaschutz. Dies sind: Cleeberg mit Geläut und Espa mit Geläut und Andacht um 18.00 Uhr in der Espaer Kirche;  Kirch-Göns und Pohl-Göns mit Geläut; Trais-Münzenberg mit Geläut und Andacht um 18.00 Uhr; Ober-Hörgern mit Geläut und offener Kirche zum Gebet; Butzbach und Nieder-Weisel mit Gebet um „5 vor 12“ und Andacht um 18.00 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt stehen die Kirchturmuhren der evangelischen Pfarrkirche in Nieder-Weisel und der Markuskirche in Butzbach still, und die Glocken schweigen. 

Die globale Bewegung „Fridays for Future“ ruft alle Generationen auf, am Freitag, 20. September, gemeinsam für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Überall auf der Welt werden sich Hunderttausende Menschen den Aktionen anschließen. An diesem Tag tritt das Klimakabinett der Bundesregierung in Berlin zu einer entscheidenden Sitzung zusammen. Außerdem beginnt am Montag, 23. September, der UN-Klimagipfel in New York. 

Auch viele Christen schließen sich der Forderung nach Klimagerechtigkeit an. Denn die Bewahrung der Schöpfung ist ein Grundanliegen des christlichen Glaubens und braucht konkrete Taten. So folgen viele Kirchengemeinden dem Aufruf und lassen ihre Kirchturmuhren auf „5 vor 12“ stehen und weisen damit öffentlich auf die Dringlichkeit der Klimakrise hin.  

„Vielerorts läuten die Glocken dann erst wieder fünf Minuten vor dem Abendläuten und rufen zur Andacht auf. Dort können wir unsere Klage vor Gott und die Menschen bringen, unsere gemeinsame Hoffnung ausdrücken und darum beten, gemeinsam mehr für die Umwelt- und den Klimaschutz zu tun. Und um durch unsere eigene Haltung und unser Engagement für die Bewahrung der Schöpfung auf die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft Druck auszuüben. Denn es ist vielleicht schon später als 5 vor 12“, schreibt Pfarrerin Cornelia Hankel von der Nieder-Weiseler Kirchengemeinde.

Diese Aktion fand in der Kirchengemeinde St. Peter in Zürich bereits im März statt. Der dortige Pfarrer freut sich über die Resonanz dieser Idee in Deutschland und begrüßt es, wenn sie nachgeahmt wird, so Hankel. Kirchenvorstände aus den Kirchengemeinden um Butzbach haben sich davon anregen lassen.  

Es können keine Kommentare abgegeben werden.