Griedeler Bahnbrücke ab Montag dicht

Die ersten Bauanträge können noch in diesem Jahr gestellt werden 
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Griedeler Bahnbrücke ab Montag dicht

Bahn beantragt ein Jahr Sperrung für Sanierung / Auch Arbeiten an nördlicher Überführung in Kirch-Göns 

BUTZBACH (thg). Ab Montag, 14. Dezember, wird die Eisenbahnbrücke in Griedel für rund ein Jahr bis zum 18. Dezember 2021 gesperrt. Das teilte die Stadt Butzbach mit. Die Bahn hatte eine entsprechende Sperrung beantragt, wie Ordnungsamtsleiter Jürgen Eheim der BZ berichtete. Die Brücke ist marode und soll nach Informationen der Stadt saniert werden. Detailliertere Informationen der Bahn waren auf Anfragen in den vergangenen Tagen nicht zu bekommen. 

Offiziell handelt es sich um die Brücke der „Markwaldstraße“, die wegen Schäden bereits seit April vorigen Jahres nur noch von Fahrzeugen bis 2,8 Tonnen Gewicht befahren werden durfte. Schäden an den Widerlagern und im Spannbeton hatte ein Bahn-Vertreter damals bei einem Ortstermin aus einem Gutachten entnommen. Die Anfang der 60er Jahre gebaute Überführung über die Main-Weser-Bahn sollte wegen der Verkehrssicherung nicht mehr schwerer belastet werden. Es bestehe die Gefahr, dass sonst abplatzende Teile auf beispielsweise einen Zug treffen, der mit Tempo 140 die Brücke passiert. 

Seinerzeit war man noch von einem Neubau der Brücke ausgegangen. Eheim entnahm den Unterlagen, dass nun eine Sanierung geplant sei, damit das Bauwerk wieder voll belastet werden kann. Dann sollen auch wieder die Landwirte als Anlieger die Strecke nutzen können. Sie werden mit ihrem schweren Gerät nun über eine Umleitung am Wald entlang geführt. Dafür hatte die Stadtverordnetenversammlung unter anderem den Ausbau von Feldwegen in Richtung Sankt-Florian-Straße beschlossen. 

Wegen der Sperrung hat das Butzbacher Ordnungsamt unter anderem die Hilfs- und Rettungskräfte informiert. Sollte auf den Höfen ein Notfall eintreten, sind Feuerwehr und Rettungsdienst auf die Umleitung eingestellt. 

Auch die „nördliche Eisenbahnbrücke“ in Kirch-Göns soll saniert werden. Für diesen Bereich habe die Bahn ebenfalls eine Vollsperrung für ein Jahr ab Montag beantragt, so Eheim. Auch dort war die Befahrbarkeit eingeschränkt, nur Fahrzeuge bis zwei Tonnen Gewicht durften passieren. Weil die Vorgabe missachtet worden sei, habe die Bahn dann eine Leitplanke gesetzt und die Durchfahrt schmaler gestaltet. Die südliche Brücke in Kirch-Göns sei nach einer Prüfung nur noch mit Fahrzeugen unter 16 Tonnen Gewicht passierbar. 

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