Große Pflanzaktion zum Erhalt des Friedberger Bohnapfels in der Wetterau

Traiser FC gehört zu „Hessens Helden“
23. November 2022
Aufklärung über Risiko und Nutzen der Impfung ist Medizinern wichtig
24. November 2022

Große Pflanzaktion zum Erhalt des Friedberger Bohnapfels in der Wetterau

BUTZBACH/OBER-MÖRLEN. Die Kelterei Müller und die AG Streuobst pflanzten  den Friedberger Bohnapfel in Butzbach-Ostheim mit Tanja Müller-Diehl und Gernot Krämer als Vertreter des Pomologen-Vereins. Foto: scheibel

Pomologen küren „Hessische Lokalsorte des Jahres“ / Umweltschutzverbände bringen Setzlinge in den Boden

BUTZBACH/OBER-MÖRLEN (pe). Vor zwanzig Jahren hat die hessische Landesgruppe des Pomologen-Vereins, der sich für den Erhalt der Obstsortenvielfalt einsetzt, die Aktion „Hessische Lokalsorte des Jahres“ ins Leben gerufen. Dieses kleine Jubiläum war der Anlass für eine besondere Pflanzaktion mit mehreren Projektpartnern, denen der Pomologen-Verein jeweils einen Baum der Sorte ‚Friedberger Bohnapfel‘ spendierte.

Die Wetterauer Obstbaumschnittschule Mirko Franz pflanzte den Bohnapfel bei Ostheim. Das Foto zeigt Franz mit Klaus Spieler als Vertreter des Pomologen-Vereins. Foto: scheibel

 

Weil mit dem Friedberger Bohn-apfel eine Fruchtsorte der Wetterau zur Sorte des Jahres 2022 ausgerufen wurde, fanden die Pflanzungen rund um die namensgebende Kreisstadt statt. Die folgenden Gruppen und Unternehmen haben die hochstämmigen Setzlinge auf ihren Flächen gepflanzt und damit einen Beitrag sowohl zum Erhalt der Sorte als auch der Streuobstwiesen geleistet: Die Nabu-Gruppen Friedberg, Ober-Mörlen und Bad Nauheim, der BUND-Kreisverband Wetterau gemeinsam mit der IG Streuobst Karben, der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg, die Kelterei Müller zusammen mit der AG Streuobst Butzbach sowie die Wetterauer Obstbaumschnittschule Mirko Franz. Zudem wurden im Rahmen eines Obstbaumpflege-Seminars gleich zwei Bäume von der hessischen Naturschutzakademie und der Nabu-Stiftung Hessisches Naturerbe am „Weinberg“ bei Wetzlar in die Landschaft gebracht.

 

Der Arbeitskreis Naturschutz Langenhain-Ziegenberg pflanzte die Apfelsorte am Usatalradweg mit Klaus Spieler als Vertreter des Pomologen-Vereins, Holger Fischer und Stefan Kottwitz. Foto: scheibel

Da der Friedberger Bohnapfel robust und wüchsig ist, stehen die Chancen gut, dass sich große, landschaftsprägende Bäume entwickeln werden, die jeweils über eine Tonne hervorragende Kelteräpfel für die Herstellung von Apfelwein und Apfelsaft liefern können. Interessant ist auch, dass bei dieser Sorte ein sehr hoher Gehalt an gesundheitsförderlichen Polyphenolen gemessen wurde. Die Herkunft des Friedberger Bohnapfels ist zwar nicht genau bekannt, er wurde aber bereits 1908 für das Großherzogtum Hessen genannt. 

Ein Faltblatt, in dem der Friedberger Bohnapfel aber auch das ganze Projekt beschrieben wird, ist bei den Projektpartnern und im Internet unter www.pomologen-verein.de/hessen erhältlich.

Comments are closed.