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Große Probleme bei Wohnungssuche

 BUTZBACH (dt). Die stellvertretende Fachdienstleiterin „Integration und Gemeinwesenarbeit“, Anette Krämer, legte in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses einen Sachstandsbereicht zur aktuellen Situation in der Flüchtlingsarbeit in Butzbach vor. Einleitend sprach Bürgermeister Michael Merle von einer mittlerweile „entspannten“ Situation. Krämer verwies allerdings auf die erheblichen Schwierigkeiten bei der Wohnraumbeschaffung im Stadtbereich.  

Insgesamt gebe es aktuell 325 Personen in Gemeinschaftsunterkünften, Wohnungen der Butzbacher Wohnungsgesellschaft und privat angemieteten Wohnungen. 75 Prozent des Personenkreises seien männlich, 50 Prozent Kinder unter 14 Jahren, 50 Prozent seien anerkannt, könnten somit die Gemeinschaftsunterkünfte verlassen, hätten aber große Probleme bei der Wohnungssuche. „In den Unterkünften sind noch Menschen, die bereits 2013 nach Butzbach kamen. Fünf Jahre Leben in einer Gemeinschaftsunterkunft, das ist persönlich manchmal eine schwierige Situation,“ betonte Krämer, die als Aufgabe der Sozialarbeit in der Kernstadt vordringlich die Entwicklung einer Konzeption in Richtung Gemeinwesenarbeit bezeichnete. Das Augenmerk müsse auf alle Personen in der Stadt gerichtet werden, die Unterstützung benötigten. „Gemeinwesenarbeit bedeutet niederschwellige Kontaktaufnahme, um darüber die Bedarfe der Menschen zu erkennen und Angebote zu entwickeln.“ 

Weiter gab Krämer Informationen zu Gesprächen und Verhandlungen mit dem Wetteraukreis zur Übernahme der Gemeinschaftsunterkünfte, zum Abschluss von Betreiberverträgen und Verträgen mit Vermietern. Hingewiesen wurde daneben auf das Projekt „Sport und Flüchtlinge“ mit der Möglichkeit für Vereine, hierzu Förderanträge zu stellen. Dazu gebe es demnächst ausführliche Hinweise über die Presse und die Homepage der Stadt. 

Auf Nachfrage von Ausschussmitglied Günter Botzky (SPD) hinsichtlich der beruflichen Integration von Flüchtlingen, stellte Krämer fest, dass hier bisher nur spärliche Erfolge zu verzeichnen seien. Sprachliche Barrieren seien weiterhin ein Problem.  

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