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Großes Interesse am Schnuppertag

BUTZBACH. Dicht gefüllt war am Samstagvormittag Aula der Weidigschule, als der „Schnuppertag“ 2020 von der Musical AG mit Liedern aus dem neuen Musical „Weidig“ eröffnet wurde. Anschließend verteilten sich die zahlreichen Gäste im Schulgebäude. Viele besuchten die Experimentierräume der Nawi-Klassen. Text + Foto: br

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Informations- und Mitmachangebot der Weidigschule fand viel Anklang

BUTZBACH (br). „Mein großes Ziel ist, dass ihr gerne hier seid, dass ihr Freude daran habt, zu lernen und zu wachsen.“ Mit diesen Worten begrüßte die Schulleiterin der Weidigschule Butzbach, Annette Pfannmüller, am Samstagvormittag in der vollbesetzten Mensa des Butzbacher Gymnasiums die derzeitigen Viertklässler an den Butzbacher und umliegenden Grundschulen zum Schnuppertag des Butzbacher Gymnasiums. Angesichts des vielfältigen Informations- und Mitmachangebotes, das ein Teil des Kollegiums für seine Gäste vorbereitet hatte, dürfte dies vollauf gelungen sein. Eltern und Kinder waren überaus angetan vom Erscheinungsbild der Schule, von der Vielfalt an Unterrichts-, AG- und Förderangeboten und der Begeisterung, mit der die jüngsten Weidigschüler und ihre Lehrkräfte Präsentationen gestalteten und zum Mitmachen animierten.

Annette Pfannmüller berichtete den Viertklässlern und ihren Eltern von ihrer eigenen Situation als Mutter eines Viertklässlers, für den die Familie nun die geeignete weiterführende Schule aussuchen müsse. Die Weidigschule biete ihren neuen Schülerinnen und Schülern viele Hilfen für einen guten Einstieg an, so unter anderem das Fach Primärprävention, in dem man lernt, wie man zu einer guten Klasse wird und Konflikte ohne Streit lösen kann. Einen Vorgeschmack auf die Aufführungen des Musicals „Weidig“ präsentierte die Musical AG  unter Leitung von Alexander Fischer. Einen schwungvollen Tanz zeigten Mädchen der „Hip-Hop AG“ unter Leitung von Steffi Kaiser. Die Schulleiterin skizzierte nun für die Eltern, welche Erwartungen die Weidigschule als Gymnasium an ihre Neuankömmlinge habe. Wenn die Kinder die entsprechende Lernbereitschaft, Arbeitshaltung und Durchhaltevermögen sowie ein Sozialverhalten mitbrächten, das ihnen eine harmonische Eingliederung in den neuen Klassenverband ermögliche, biete die Weidigschule  ein gymnasiales Angebot für die unterschiedlichsten Interessengebiete. Natürlich verlaufe nicht jeder Neustart reibungslos, dafür, so Pfannmüller, stehe aber ein engagiertes Kollegium zur Hilfestellung bereit. Zudem biete die Weidigschule sowohl Förderangebote bei Schwierigkeiten als auch für Hochbegabte an. Abschließend lud Pfannmüller alle ein, das vielfältige Angebot des Schnuppertages intensiv in Augenschein zu nehmen und Beratungsgespräche zu suchen, um sich mit einem guten Gefühl für die Weidigschule als neue Schule entscheiden zu können. 

Viele Besucher nutzten zunächst das vielfältige Informationsangebot in der Aula. Die Fremdsprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Latein hatten interessante Informationsstände vorbereitet. Gleich daneben informierten  Nawi-Klassen und MINT EC-Schule über ihre Arbeit. Förderverein, soziale Projekte in Nepal und Togo, „Gesunde Schule“, Streitschlichter, SV und Schülerzeitung, sowie der Elternbeirat stellten sich vor. Viele Gespräche wurden mit den pädagogischen Mitarbeiterinnen über Mittagsbetreuung und Ganztagsangebot geführt. Schülerguides sorgten dafür, dass sich auch die Gäste zurecht fanden, die zum ersten Mal an der Weidigschule waren.  

Seit neun Jahren hat die Weidigschule einen Schwerpunkt im Bereich sogenannter „NaWi“-Klassen, wo Unterricht in den Fächern Biologie, Physik und Chemie in besonderer Weise vernetzt wird. Einige Unterrichtsergebnisse konnten die Gäste im naturwissenschaftlichen Bereich erleben. Hier gab es Schüler-Fachvorträge zu MINT-Schwerpunktthemen und sogenannte „Famulus“-Experimente. Einige der derzeitigen Fünftklässler stellten interessante Versuche vor, führten sie durch und beantworteten anschließend souverän Fragen aus dem Publikum. In zwei weiteren Räumen hatten die NaWi-Klassen verschiedene Mitmach-Experimente aufgebaut und viele Gäste nahmen die Einladung zum Experimentieren gerne an. Für Computerfreaks hatte der Fachbereich Informatik einen der drei Computerräume geöffnet, auch hier konnten verschiedene interaktive Aktionen durchgeführt und Informationen zum Unterricht ab Klasse 7 eingeholt werden. 

Sehr gefragt war ein Vortrag zum pädagogischen Konzept der Weidigschule beim manchmal schwierigen Übergang von der Grundschule zum Gymnasium im Filmsaal. Hier stellte Sabine Wigard die besonderen Maßnahmen der Weidigschule in den ersten Schulwochen vor, zeichnete ein klares Profil des gymnasialen Bildungsweges und konnte viele offene Fragen beantworten.  Bei Schulführungen konnten sich die Gäste einen guten Einblick in die gute räumliche Ausstattung und die vielfältigen Möglichkeiten an der Weidigschule verschaffen.

Großer Andrang herrschte auch in der Schulbibliothek, die zu einer Besichtigung eingeladen hatte und allseits großen Anklang fand. Auch das Fach Deutsch und die Deutsch-Förderkurse stellten sich hier vor. Ein Bücherflohmarkt lud dazu ein, die eine oder andere Lektüre günstig zu erwerben. Ein paar Schritte weiter konnte man das neue Kunstgebäude besichtigen und viele Kinder nutzten die Gelegenheit, in einer experimentellen Druckwerkstatt verschiedene Monsterdrucke herzustellen. Das Fach Musik bot die Möglichkeit, das eine oder andere Instrument auszuprobieren. Spielerisch konnte man sich bei den Mathematikern informieren oder ein Angebot der Sport Stacking AG nutzen und erste Versuche im Becherstapeln machen. Im naturwissenschaftlichen Trakt konnte man auch Ausstellungen der Fächer Erdkunde, Geschichte und Powi besuchen. Im Laufe des Vormittags fanden sich immer mehr Interessenten zu einer kleinen Frühstückspause am Kiosk von Weidigs Esspunkt ein und konnten sich selbst von der guten Qualität der Snacks und Getränke überzeugen. 

Zum Abschluss ihres Besuches schauten viele Kinder mit ihren Eltern in der Sporthalle vorbei. Dort konnte man gleich am Eingang nachlesen, welches besondere Engagement die Weidigschule im Bereich Primärprävention in den Klassen 5 bis 7 zeigt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Unterríchtseinheit „Vertrauen entwickeln-Verantwortung übernehmen“, die in der Klasse 6 durchgeführt wird und mit einem Klettertag enden kann, bei dem sich die Kinder gegenseitig sichern. Eine solche Kletteraktion boten Mitglieder der Kletter AG an der Kletterwand an, zahlreiche Kinder nutzten die Gelegenheit und kletterten unerschrocken bis in fünf Meter Höhe. Nebenan konnten die Kinder Parcours bewältigen, Badminton oder Flooball spielen.

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