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Grundsätzliches Ja zum Neubau

Feuerwehrgerätehaus und Kindergarten Ebersgöns Thema im Butzbacher Haupt- und Finanzausschuss 

BUTZBACH (thg). Bei vier Nein-Stimmen hatte die Butzbacher Stadtverordnetenversammlung Ende April 2019 beschlossen, dass das Feuerwehrgerätehaus Ebersgöns für knapp 1,2 Millionen Euro ausgebaut wird. Dazu soll es nun ebensowenig kommen wie zu einem Umzug der Kindergartenkinder ins evangelische Gemeindehaus Siloah. Stattdessen steht nun im Zentrum eines Grundsatzbeschlusses der Neubau von Feuerwehrgerätehaus und Kindergarten. Das befürwortet der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig. 

In der Ausschusssitzung erläuterte Bürgermeister Michael Merle den Beschlussvorschlag und führte gestiegene Kosten für die Umbauvariante als Grund an. Grünen-Fraktionsvorsitzende Jutta Schneider sagte, dass ihre Fraktion Ende April den Änderungsantrag gestellt hatte, im Stadtteil einen Feuerwehrneubau zu errichten, der einhellig abgelehnt wurde. Der Antrag könne aber „nicht so ganz falsch gewesen“ sein angesichts des aktuellen Vorhabens. 

Wie Merle erläuterte, ermittelte die Butzbacher Wohnungsgesellschaft Sanierungskosten von 2,3 Millionen Euro. Eine solide Schätzung für einen Neubau von Gerätehaus und Kita habe 2,2 Millionen Euro ergeben. Um nun Varianten und Standorte prüfen zu können, werde der Grundsatzbeschluss benötigt. Unter anderem hatte sich im Gespräch mit dem Ortsbeirat ergeben, dass eine Kindergartengruppe im Haus Siloah nicht gewünscht werde. 

Die Gefriergemeinschaft, die in die Sanierungsüberlegungen einbezogen war, habe signalisiert, dass sie ihre Anlage auch aufgeben könne, wenn eine für Ebersgöns gute Planung gefunden werde. Merle betonte, dass der Magistrat keinen Kombi-Bau inklusive Sporthalle, sondern eine Lösung für Feuerwehr und Kita vorsehe. Für die Sanierung der Halle des TSV Ebersgöns sei ein Fördermittelantrag gestellt worden, auf den allerdings noch kein Bescheid gefolgt sei. 

Zur Umsetzung des Hochbaus für Kindertagesstätte und Feuerwehrgerätehaus sind verschiedene Optionen denkbar, die im Bericht zur Beschlussvorlage genannt sind. Genannt ist zunächst der Umbau oder Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der vorhandenen Stelle, bei Abbruch der Flächen der Kindertagesstätte. Die zweite Möglichkeit wäre der Neubau eines Kindergartens auf der Freifläche gegenüber der TSV-Halle oder im Bereich des Festplatzes. Dritte Option ist der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses auf der Parkplatzfläche gegenüber der TSV-Halle oder im Bereich des Festplatzes. Ein Neubau einer Kita auf der Fläche des jetzigen Dorfgemeinschaftshauses ist der vierte Vorschlag. Der Neubau einer Kindertagesstätte und der Feuerwehr an der vorhandenen Stelle mit besserer Ausnutzung der Grundstücksflächen ist eine weitere Option.

Weil unterschiedliche Besonderheiten und Bedingungen bei allen Optionen zu berücksichtigen seien, soll zunächst eine Vorplanung mit Grobkostenschätzung für jede der Optionen erstellt werden. Unter anderem ist laut Merle die Erschließung ein Thema. Müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden, wie am Ortseingang, nähme die Umsetzung einen längeren Zeitraum in Anspruch. Der Festplatz habe „seine Tücken“, die Ortsmitte hätte einen gewissen Reiz. 

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