Güterzug und Personenzug kollidierten Szenario einer Großübung in Butzbach

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Güterzug und Personenzug kollidierten Szenario einer Großübung in Butzbach

BUTZBACH. Zu einer gemeinsamen Großübung rückten am Samstag Feuerwehr und Rettungsdienste auf das Bahngelände der Hessischen Landesbahn zwischen der Holzheimer Straße und dem Bleichweg aus. Angenommen war ein Bahnunfall mit zahlreichen Verletzten, nachdem ein Personenzug mit einem Güterzug zusammengestoßen war. Zur Bergung der Verletzten wurde neben der Drehleiter auch eine Draisine eingesetzt. Seitens des Wetteraukreises nahm die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch und Hagen Vetter, der für den Katastrophenschutz im Wetteraukreis zuständig ist, als Beobachter an der Übung teil. 

BUTZBACH (pm). Am Samstag fand in Butzbach eine Großübung statt, deren Szenario ein Bahnunfall war, bei dem ein Güterzug mit einem Personenzug zusammengestoßen war. Dabei wurden viele Menschen verletzt. Im Güterzug befanden sich u.a. Waggons, die mit Gefahrgut beladen waren. Da die Main-Weser-Bahn u.a. direkt durch Kirch-Göns, Butzbach und auch Ostheim entlangführt, ist bei einem Einsatzfall die Feuerwehr der Stadt Butzbach zuständig. Bahnunfälle bedeuten immer ein erhöhtes Gefahrenpotenzial, einmal durch die Spannung von 15 000 Volt in der Oberleitung, aber auch durch die vielen verschiedenen Güter, die auf Schienen transportiert werden. Die großangelegte Samstagsübung wurde am Gleisdreieck zwischen Holzheimer Straße und Bleichweg in Butzbach ausgeführt. Zu dieser Übung wurden alle Rettungskomponenten alarmiert, die bei einer solchen Unfallsituation eingeplant sind. Auf Seiten der Feuerwehr wurden neben der Kernstadt-Feuerwehr auch die Wehren von Kirch-Göns, Hoch-Weisel, Griedel, Nieder-Weisel, Ostheim und Pohl-Göns alarmiert. Mit den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Glauburg wurde der dort vorgehaltene „Rüstsatz Bahn“ ebenfalls direkt mitalarmiert. Auch der Rettungsdienst nahm an dem Szenario teil, allen voran die Technische Einsatzleitung Rettungsdienst und die Drohnenstaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe zur besseren Lagebeurteilung aus der Luft. Außerdem war eine Schnelleinsatzgruppe des Malteser-Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfallhilfe an der Einsatzstelle. Dazu kamen noch mehrere Rettungswagen der JUH Rhein-Main. Einige Verletztendarsteller gestalteten die Unfallstelle um einiges realistischer und sahen mit den geschminkten Verletzungen täuschend echt aus. Das „Schminken“ der Verletzungen übernahm die „RUD“ – Realistische-Unfall-Darstellung – des Deutschen Roten Kreuz. Es war eine Übung von größerem Ausmaß, bei der die konzentrierte, professionelle Arbeit und das Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte zum Tragen kam.

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