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Gute Nachbarn prüfen Kooperation

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Rockenberger Gemeindevertreter einstimmig für Machbarkeitsstudie zu Zusammenarbeit mit Münzenberg

ROCKENBERG (thg). Für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum Thema interkommunale Zusammenarbeit von Rockenberg und Münzenberg votierte die Rockenberger Gemeindevertretung einstimmig am Montag im Bürgerhaus in Oppershofen. Die Münzenberger Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer war gekommen und wies darauf hin, dass die Aufgaben in der Verwaltung vielschichtiger würden und immer schneller Änderungen unterlägen. Auch der Rockenberger Bürgermeister Manfred Wetz wies darauf hin, dass die Verwaltungsarbeit eine immer größere Spezialisierung der Mitarbeiter erfordere. 

Wetz verwies auf historische Bezüge und das gute Miteinander von Bürgermeistern, Verwaltungen und Feuerwehren der beiden Kommunen in den vergangenen Jahren. Beide Kommunen seien ländlich geprägt und in der Einwohnerzahl und Struktur miteinander vergleichbar.

Nach einem ersten Kontakt im Jahr 2016 von Gemeindevorstand Rockenberg und Magistrat Münzenberg folge nun mit der Prüfung, welche Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit der Nachbarn bestehen, ein weiterer Schritt. Wetz unterstrich, dies sei nicht mit dem Ziel eines Verwaltungsverbands oder einer Fusion zu betrachten.   

Als Herausforderungen für die Verwaltungen führte Wetz unter anderem weitere gesetzliche Auflagen, wie die Europäische Datenschutzgrundverordnung, die weitere Digitalisierung der Verwaltung und vor allem das Online-Zugangsgesetz an, ferner die Nutzung von Förderprogrammen, die Überarbeitung des Flächennutzungsplans, die Änderung der Grundsteuer, die Umsatzsteuerpflichtigkeit der Kommunen, größere Dienstleistungsansprüche der Bürgerschaft und ein drohender Fachkräftemangel im Zuge des demografischen Wandels.

Die Gemeinde Rockenberg und die Stadt Münzenberg beabsichtigten daher, zusammen mit den Mitarbeitern, alle Bereiche der Verwaltung ergebnisoffen darauf hin zu untersuchen, ob und welche Aufgaben und Leistungen gemeinsam und besser erbracht werden können, ohne dass die Bürger Einschränkungen erfahren. Schnellere Bearbeitungszeiten und Vertretungsregelungen seien Vorteile, und die Qualität in der Bearbeitung steige. Fehler würden dank einer verbesserten Fachkompetenz vermieden.

„Eine regelmäßige Information der politischen Gremien ist selbstverständlich und Teil des Projektes“, unterstrich Wetz. Die Rockenberger Verwaltungsmitarbeiter wurden in der vergangenen Woche informiert, unmittelbar danach erhielten die Fraktionsvorsitzenden die entsprechenden Unterlagen digital. „Diese Erstellung der Machbarkeitsstudie wird vom Land Hessen gefördert und ist somit kostenneutral“, so Wetz.

Die Rockenberger Parlamentarier begrüßten durchweg die Erstellung der Studie. Synergieeffekte seien zu erzielen, die Verwaltungen nutzten über den Dienstleister Ekom21 dieselbe Software. Unter anderem auf dem Gebiet der Ausschreibungen ist Rockenberg bereits Teil einer Wetterauer interkommunalen Zusammenarbeit unter Federführung Büdingens. Die Münzenberger Stadtverordneten votierten für eine Überweisung des Themas in die Ausschussberatung (vgl. weiteren Bericht). 

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