„Gutes Gefühl, wenn man helfen kann“

OB Feldmann auf Weidigs Spuren
4. September 2019
Butzbacher beendet duales Studium mit 1,0
4. September 2019

„Gutes Gefühl, wenn man helfen kann“

BUTZBACH. 136 Weidigschüler der Jahrgangsstufe 11 wurden vom Roten Kreuz in Erster Hilfe geschult. Auch praktische Übungen gehörten zum Kursprogramm. Text + Fotos: win

SOFORTMASSNAHMEN — Deutsches Rotes Kreuz gibt 136 Weidigschülern einen Erste-Hilfe-Kurs

BUTZBACH (win). Erste Hilfe rettet Leben. Aber leider unterbleiben oft die Maßnahmen der Ersten Hilfe, weil sich die Helfer unsicher sind. Es ist daher wichtig, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen früh die Grundlagen der Ersten Hilfe zu vermitteln, so wie am Dienstag an der Weidigschule. 

Mit einem Erste-Hilfe-Kurs können lebensrettende Sofortmaßnahmen erlernt oder bereits Erlerntes aufgefrischt werden. Die Weidigschule ist seit Jahren Vorreiter, wenn es darum geht, ihre Oberstufenschüler in Erster Hilfe fit zu machen und – in Kombination mit dem Alkohol-Präventionstag – für Gefahren, die durch Alkohol- und Drogenkonsum entstehen, zu sensibilisieren. Während der „Wanderwoche“ wurde die gesamte Jahrgangsstufe 11 von Ausbildern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Erster Hilfe geschult. 136 Schüler absolvierten, aufgeteilt in mehrere Tutorengruppen, an zwei Vormittagen erfolgreich die Erste-Hilfe-Ausbildung. Organisiert wurde diese Präventionsmaßnahme von Lehrer Tobias Maschmann, Sanitätsbeauftragter der Weidigschule. 

Maschmann selbst hat eine Ausbildung zum Rettungsassistenten und war zehn Jahre lang im Rettungsdienst tätig. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, dass Jugendliche frühzeitig lernen, welche Maßnahmen sie treffen müssen, wenn das Leben eines Menschen durch einen Notfall bedroht ist. „Viele Schüler stehen kurz vorm Führerschein, der immer häufiger bereits mit 17 Jahren gemacht wird. Das ist ein guter Zeitpunkt, um einerseits ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Erster Hilfe zu schaffen und andererseits auch das nötige praktische Wissen zu vermitteln.“ Die Schüler der Jahrgangsstufe 11 seien reif genug, um für das wichtige Thema sensibilisiert zu werden, betonte er. 

Handlungssicher im Notfall  

Die Erste-Hilfe-Ausbildung will Hemmschwellen und Ängste abbauen. Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl werden ebenso vermittelt wie die Kenntnisse zur Gefahrenmeidung, der Vorsorge und der unmittelbaren Ersten Hilfe im Notfall. Richtig helfen zu können, sei ein gutes Gefühl, bestätigt auch Joachim Scholz, Ausbilder beim DRK, Kreisverband Marburg-Gießen der sich mit Kollegin Anna Umbach über ausgesprochen interessierte und motivierte Kursteilnehmer freute. Bei den Schülern bestehe durchgängig die Einsicht, dass Erste-Hilfe-Maßnahmen geübt werden müssen, damit sie in Notfallsituationen automatisiert abgerufen werden können. Und so wurde denn auch fleißig trainiert; zum Beispiel die Herz-Lungen-Wiederbelebung an Übungspuppe Anne. Während Max Lehrke den Umgang mit dem Defibrillator lernte, übten seine Mitschüler das Abnehmen eines Motorradhelms. In Kombination mit der Erste-Hilfe-Ausbildung findet zum Abschluss der Wanderwoche am Donnerstag der Alkohol-Präventionstag statt.

Foto: win

Es können keine Kommentare abgegeben werden.