„Gutes Haus“ für alle Generationen

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„Gutes Haus“ für alle Generationen

INITIATIVE – Zwei Butzbacherinnen wollen Genossenschaft gründen und Treffpunkt schaffen

BUTZBACH (thg). „Das gute Haus“ ist eine Initiative von Stefanie Krause und Dr. Agnes Model. Sie orientiert sich am historischen Muster „das ganze Haus“ als Mehrgenerationen-Platz wie in früheren Zeiten. Dafür wollen die Butzbacherinnen eine gemeinnützige Genossenschaft gründen. Ihr Vorhaben stellte Model am Montag im Sozialausschuss vor und traf auf ein positives Echo der Politiker. 

„Das gute Haus wird die Plätze des Lebens – Marktplatz, Arbeitsplatz, Spielplatz – vereinen und einen neuen Treffpunkt zum Vernetzen für alle Generationen in der Butzbacher Altstadt schaffen.“ Eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinwesenarbeit der Stadt, mit Vereinen, Kirchen und kulturellen Angeboten in Butzbach ist beabsichtigt“, erklärten Model und Krause vorab. In der Sitzung sagte Model, dass auf der Suche nach einem Raum für die Umsetzung derzeit die frühere Havanna-Bar in der Innenstadt im Gespräch sei. Doch sei der Brandschutz ein Problem. 

Im Kern geht es bei dem Projekt um einen „kulinarischen Treffpunkt“ als Café, das über Spielecken für Kinder verfügt, aber auch für die ältere Generation, für Zugezogene und auch Alteingesessene Angebote macht. Kulturelle Bildung in einem weitgefassten Kulturbegriff ist das Ziel, sei es bildende Kunst, Musik, Handarbeiten oder Aktionen wie das Reparatur-Café der Nachbarschaftshilfe. 

In der Theorie von Krause und Model basiert das Haus auf den drei Säulen „Marktplatz, Arbeitsplatz, Spielplatz“. Zum einen geht es um das Treffen und das Genießen, ferner können sich beispielsweise Freiberufler einen Arbeitsplatz anstelle eines Homeoffice mieten, wobei dann stundenweise die flexible Betreuung von Kindern gewährleistet werden soll, und zum anderen dient das Café als Treffpunkt unter anderem für Vereine oder auch ein Seniorencafé, da in Butzbach ein sehr großer Bedarf an Räumen herrsche. 

Es ist vorgesehen, dass das gute Haus mit Personal arbeitet. Aber auch Synergien mit Ehrenamtlichen, etwa Rentner, die vorlesen oder auch Kuchen backen, sind erwünscht. Das Angebot des Hauses soll grundsätzlich jedem offen stehen. Mindestens aber wer sich einen Arbeitsplatz mietet, soll Mitglied der Genossenschaft werden, so das Ziel. Die Stadt, Vereine, Initiativen und Privatleute gehörten nach der Auffassung von Krause und Model in die Gemeinschaft hinein, damit eine breite Basis das Projekt trägt. 

Beabsichtigt ist eine Zusammenführung von „Das gute Haus“ mit der bereits existierenden Kinderbetreuungs-Genossenschaft. Die Volksbank und die Stadt Butzbach begleiten und unterstützen dies. Derzeit wird eine künftige gemeinsame Satzung entwickelt. Ein Ausbau der Mitgliederzahl und die Weiterführung der finanziellen Unterstützung für die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern in Butzbach ist gemeinsames Ziel, so Model. 

Bürgermeister Michael Merle sagte, dass die Stadt bereits dabei sei, nach Fördermöglichkeiten zu suchen. Im neuen Jahr soll es Vorschläge geben, wie die Stadt die Idee konkret unterstützen kann. Die Stadt verfüge unter anderem mit den Dorfgemeinschafts- und Bürgerhäusern über gute Häuser. Es sei „hervorragend“, über die Innenstadt zu sprechen. 

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