Hamburger Quartett „LaLeLu“ begeisterte Butzbacher Publikum

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Hamburger Quartett „LaLeLu“ begeisterte Butzbacher Publikum

BUTZBACH. Endlich wieder live und in Farbe: LaLeLu a-cappella Comedy auf der Bühne im Schlosshof. Text + Foto: win

BUTZBACH (win). Und wieder einmal gab es im Schlosshof statt großem Kino auf der Leinwand große Stimmen auf der Bühne, als am Mittwoch LaLeLu mit ihrem Programm „Unplugged“ auftrat. Das Hamburger Quartett – Tobias Hanf, Jan Melzer, Sanna Nyman und Frank Valet – begeisterte mit seiner A-cappella-Comedy das Butzbacher Publikum. 

Sie kommen eigentlich aus dem Jazz und Blues und lernten sich beim Musikstudium kennen. Gründungsmitglied Sören Sieg, der bis 2012 noch selbst mitsang, ist als Arrangeur, Texter und Komponist maßgeblich beteiligt. Seit über 25 Jahren begeistert LaLeLu mit ihren Stimmen. Doch die Künstler haben noch weit mehr zu bieten, sie spielen alle auch noch mindestens ein Instrument. Eine kleine Kostprobe lieferte dann postwendend Jan Melzer mit seinem Saxophon und holte das Publikum von den Stühlen. 

Dass Koffer nicht nur zum Verreisen da sind, bewiesen die vier Vollblutmusiker und klopften eine Runde Rock & Roll. Aber auch Glenn Millers „Pennsylvania 6-5000“ war mit im Gepäck. Die Interpretation von „Shallow“, gesungen von Jan und Sanna, übertraf bei Weitem das Original von Lady Gaga und Bradley Cooper. Bei „Ring of Fire“ ließ Tobi mal so richtig den Bass raus. Elvis Presley war übrigens auch da, in Gestalt von Jan Melzer, der seine Version von „love me tender“, die da heißt „love me tinder“, sang. Sanna sorgte mit ihrer unglaublichen Stimme bei „Ondeia“ für Gänsehaut. Es war die pure Lust am Klang. 

Während des Lockdowns machte LaLeLu mit ihrem Video-Podcast „Kratzen im Hals – Mit LaLeLu in Quarantäne“ im Internet auf sich aufmerksam. Ein „Best of“ durfte an diesem Abend nicht fehlen: „What shall we do with the drunken sailor“ wurde dann mal eben zu „Oh Shit, die Maske vergessen“. Mit Umbala, einem vermeintlich afrikanischen Lied, das aber aus der Feder von Sören Sieg stammt, und einer Zugabe verabschiedeten sich die vier Vollblutmusiker. Das begeisterte Publikum erlebte ein stimmgewaltiges A-cappella-Konzert voller mitreißender Songs und grandioser Jazz-, Oper- und Schlagertitel aus 25 Jahren Bandgeschichte, garniert mit witziger Comedy und großartigem Entertainment.

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