Handball: Nach Anlaufschwierigkeiten kam Hüttenberg noch zum 26:21-Sieg

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Handball: Nach Anlaufschwierigkeiten kam Hüttenberg noch zum 26:21-Sieg

2. Bundesliga TV Hüttenberg – HC Rhein Vikings 26:21 Foto: HS

(be). Es ist geschafft. Der TV Hüttenberg hat in der zweiten Handball-Bundesliga der Männer in dieser Saison endlich einmal zwei Siege in Folge gelandet. Nach dem letzten Erfolg in Hamburg gewannen die Mittelhessen am Samstagabend im Sportzentrum gegen Schlusslicht HC Rhein Vikings mit 26:21. Es war ein Sieg mit Anlaufschwierigkeiten, denn zur Pause hatten die Düsseldorfer überraschend mit 12:11 in Front gelegen, ehe der Erstligaabsteiger dann im zweiten Durchgang nah einer deutlichen Leistungssteigerung doch noch erwartungsgemäß die Oberhand behielt. 

„Wir haben aktuell kein Zweitliga-Niveau“, machte Gäste-Trainer Jörg Bohrmann nach der Partie keinen Hehl daraus, dass für sein Team der Klassenerhalt in weiter Ferne ist. Vor allem die immer wieder auftretenden schwachen zehn Minuten im zweiten Durchgang bemängelte der Vikings-Coach. In Hüttenberg war es die Phase zwischen der 35. und 45. Spielminute, in der die Gäste deutlich abreißen lassen mussten und Hüttenberg auf 22:16 davonzog. 

„Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie geduldig auf ihre Chance warten soll und die kam dann auch, als Fabian Schomburg mehrere Bälle parierte und wir durch Tempogegenstöße davonziehen konnten“, meinte Hüttenbergs Trainer Emir Kurtagic, der von zwei ganz wichtigen Punkten für sein Team sprach. 

Die 1184 Zuschauer im Hüttenberger Sportzentrum rieben sich zunächst ungläubig die Augen, denn Schlusslicht Rhein Vikings entpuppte sich von Beginn an als unbequemer Gegner, der die Niederlagenserie der letzten Wochen offensichtlich unbeschadet weggesteckt hatte. Gestützt auf einen starken Keeper Vladimir Bozic nutzten die Gäste ihre Chancen im Angriff konsequent aus. Vor allem die drei Routiniers Alexander Oelze, Nils Artmann und Christian Hoße sorgten immer wieder für Gefahr vor der Hüttenberger Defensive. Deshalb war es nicht einmal überraschend, dass die „Wikinger“ nach einem Treffer von Christian Hoße nach knapp einer Viertelstunde mit 6:4 in Führung lagen. 

Beim TV Hüttenberg lief es bis dahin nicht wie gewünscht. Vor allem vorne ließ man zahlreiche Möglichkeiten liegen und benötigte immerhin bis zu 19. Spielminute, ehe Moritz Lambrecht mit dem 8:8 den Anschluss herstellte. Einen richtigen Umschwung bedeutete das allerdings nicht, denn postwendend markierte Nils Artmann die neuerliche Führung der Gäste, die auch in der Folge immer wieder einen Treffer vorlegten. Kurz vor der Pause war es dann Niklas Weis, der dem Schlusslicht mit seinem 12:11 die knappe Führung beim Gang in die Kabine bescherte.  

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich das Bild nicht. Der HC Rhein Vikings legte vor und der TV Hüttenberg war vor allem bestrebt, nicht den Anschluss zu verlieren. Als Alexander Oelze, dem mit zunehmender Spieldauer allerdings die Kraft ausging, in der 35. Minute das 15:14 erzielte, war dies für längere Zeit allerdings das letzte richtige Lebenszeichen der Gäste.  Mit einem Doppelschlag durch Tomas Sklenak und Markus Stegefelt riss der TVH die Partie an sich, profitierte dann von einer Zeitstrafe des Gästespielers Christian Hoße und hatte mit dem eingewechselten Fabian Schomburg einen Keeper, der plötzlich den Vikings-Angreifern das Leben schwer machte. Von der einen zur anderen Minute stockte auch der Angriffsfluss der Gäste und Hüttenberg setzte sich auf 18:15 ab. Das zwischenzeitlich 16:18 durch Nils Artmann konnte den Hüttenberger Angriffslauf nicht mehr bremsen. Vier weitere Tore in Folge bedeuteten einen 22:16-Vorsprung, der  14 Minuten vor dem Ende praktisch bereits die Entscheidung besiegelte. 

Dass Gästespieler Thomas Bahn dann noch die rote Karte sah, hatte keinen Einfluss mehr auf das Spielgeschehen. Hüttenberg war nur noch bemüht, die Partie sicher nach Hause zu bringen und beim aktuellen Schlusslicht war der Widerstand endgültig gebrochen. Den letzten Treffer für die Gastgeber markierte Rechtsaußen Daniel Wernig zum 26:19, ehe die Düsseldorfer noch mit zwei Toren zum 21:26-Endstand etwas Ergebniskosmetik betrieben. 

Hüttenberg: Weber, Schomburg; Belter, Uth, Sklenak (4), Lambrecht (3), Wernig (4/3), Rompf (3), Zörb, Johannsson (3), Stegefelt (5), Mubenzem, Hahn (2/1), Zintel (1), Klein (1). 

Rhein Vikings: Bozic, Moldrup; Gipperich (1), Hoße (6/2), Artmann (4), Pöter (1), Kozlina, Skorupa, Weis (3), Johnen (1), Handschke, Bahn, Predragovic, Oelze (5), Görgen, Middel. 

Im Stenogramm/Schiedsrichter: Herrmann/Friedel. – Zuschauer: 1184. – Zeitstrafen: Hüttenberg 2 (Lambrecht, Zörb), Düsseldorf 5 (Bahn 3 und rote Karte 48., Hoße und Skorupa). – Siebenmeter: Hüttenberg 7/4 (Hahn, Stegefelt und Wernig vergeben), Rhein Vikings 2/2.  

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