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„Haus hat wieder stimmiges Gesicht“

OSTHEIM. Baudezernent Matthias Walther überreichte den Kreis-Zuschuss gemeinsam mit Corinna Sauerwein vom Fachdienst Bau, Denkmalschutz an Tobias Grützner, hier mit seiner Tochter. Foto: schnelzer

DENKMALSCHUTZ – Familie Grützner aus Ostheim erhält 1500 Euro Zuschuss vom Kreis für neue Fenster

OSTHEIM (pdw). Kreisbeigeordneter und Baudezernent Matthias Walther überbrachte Tobias Grützner einen Zuschuss von 1500 Euro für die neuen Fenster an seinem Haus. Grützner hatte an seinem mehr als 120 Jahre alten Wohnhaus in Ostheim keine üblichen einflügeligen Kunststofffenster, sondern mehrflügelige Holzfenster anbringen lassen. „Dies passt ausgezeichnet zur Backsteinfassade aus der Zeit um 1900“, sagte Walther.

Das zweigeschossige Wohnhaus von Familie Grützner in der Rathausstraße 10, der ehemaligen Hauptstraße, ist Bestandteil der Gesamtanlage von Ostheim. Mit seinem Zwerchhaus – einem Dachaufbau – und seiner Backsteinfassade aus der Zeit um 1900 ist es eines der aufwändiger gestalteten Gebäude und ein wichtiger Bestandteil der Gesamtanlage. Umso schmerzlicher waren die Fenster, die so überhaupt nicht zu dem rund 120 Jahre alten Haus passen wollten. Familie Grützner wollte dies ändern und ließ Holzfenster mit einer Teilung und Profilierung einbauen, die dem Haus wieder ein stimmiges „Gesicht“ verleihen. „Dies hat Vorbildwirkung und ist ein echter Gewinn für das historische Erscheinungsbild“, begründet Baudezernent Walther den Zuschuss.

Vielfältige Veränderungen und Überformungen des älteren Baubestandes nennt die Denkmaltopographie des Wetteraukreises als Grund dafür, dass sich der „Dorfkern in seinen historischen Grenzen (nördlicher und südlicher Haingraben) nicht mehr vollständig als denkmalgeschützte Gesamtanlage abgrenzen“ lässt. Es sind einzelne Höfe und Hofgruppen, „die im Sinne einer Gesamtanlage als erhaltenswert bewertet wurden“.

Charakteristisch für Ostheim ist das Nebeneinander von Hofanlagen aus dem späten 18. Jahrhundert mit schmalen Wohngebäuden aus Fachwerk und jüngeren Hofanlagen aus der Zeit um 1900. Die Wohnhäuser dieser jüngeren Anlagen sind meist breiter, die Hofzufahrt ist häufig überbaut und die Fassaden sind dekorativ mit Ziegelsteinen verblendet. Trotz allem zeigt sich in der ehemaligen Hauptstraße noch das geschlossene Bild eines historischen Straßendorfes.

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