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Hausaufgabenbetreuung gefährdet

Rotes Kreuz Münzenberg findet keine Abnehmer mehr für Altkleider / Container könnten gesperrt werden

MÜNZENBERG (pm). Dem Roten Kreuz (DRK) Münzenberg brechen die Einnahmen aus der Kleiderentsorgung weg. Damit ist laut DRK-Mitteilung die Finanzierung der Hausaufgabenbetreuung gefährdet. 

In einem Schreiben an alle Geschäftspartner informierte der Abnehmer der Kleiderspenden, die das DRK Münzenberg in der heimischen Region über Kleidercontainer sammelt, dass aktuell alle Zahlungen eingestellt werden müssen. Der internationale Warenhandel kommt mehr und mehr zum Erliegen, so der Abnehmer. Neben den Schwierigkeiten der Logistik und geschlossenen Häfen werden die Märkte in den internationalen Zielländern der Second-Hand-Kleidung wie Osteuropa, naher und mittlerer Osten sowie Afrika behördlich geschlossen und das öffentliche Leben finde nicht mehr statt. Dies führe dazu, dass die sortierte Ware nur noch sehr eingeschränkt abgesetzt werden kann, Umsätze seien nicht mehr zu erlösen.    

Laut Frank Metz, zuständiger Vorstand für die Sozialarbeit im Münzenberger DRK, hat diese Nachricht eine massive Auswirkung auf die DRK-Arbeit vor Ort. Die Kosten der DRK-Hausaufgabenbetreuung, wie Miete, Transport der Kinder, Schulmaterialien und mehr werden zum größten Teil über die Einnahmen der Kleidercontainer finanziert. „Der Erlös aus den Kleiderspenden ist die tragende finanzielle Säule unserer Sozialarbeit, so Frank Metz. Mit den erhaltenen Geldspenden alleine können wir den Dauerbetrieb einer Betreuung nach dieser Krise nicht dauerhaft finanzieren“.   

Das DRK hat die Leerung der Kleidercontainer aktuell noch nicht eingestellt. Durch den Wegfall der Einnahmen, muss das DRK auch die Personalkosten für die Leerung der Container und leider auch die nicht unerheblichen Kosten für die Entsorgung des in den Containern entsorgten Restmülls aus finanziellen Rücklagen finanzieren. Das DRK befürchtet, dass im Fall einer Schließung der Kleidercontainer die Bürger ihre Kleidersäcke auf dem Gelände um die Container herumstellen, wie dies regelmäßig bei den Glascontainern zu beobachten ist. „Eine solche Situation wollen wir natürlich vermeiden, betont Metz, können dies aber nicht auf Dauer durchhalten.“ Inzwischen haben die Kommunen von Münzenberg, Butzbach und Rockenberg etwas finanzielle Unterstützung zugesagt, was aber nicht ausreiche, um die Situation dauerhaft zu meistern, betont das DRK.   Metz steht im regelmäßigen Kontakt zu seinem Abnehmer und hofft, dass mittelfristig eine Entspannung der Situation eintritt. Wenn in den nächsten Wochen keine Entspannung eintrete, würden die Container gesperrt und die Leerungen eingestellt. 

Die DRK-Hausaufgabenbetreuung werde sich auf die „neue Normalität“ vorbereiten. Wann und in welcher Form der Betrieb, unabhängig von den finanziellen Problemen, wieder aufgenommen werden kann, ist aktuell Thema in den digitalen Vorstandssitzungen.  Die Mietbelastungen laufen aktuell weiter und das DRK ist dankbar, für jede finanzielle Unterstützung, die dazu beiträgt, diese Einrichtung am Leben zu erhalten. Das Spendenkonto lautet DRK Münzenberg, Volksbank Butzbach eG, IBAN: DE59 5186 1403 0004 0109 90.

  

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