Heimelige Atmosphäre im „Kochwerk“

Täglich kann man jetzt in Butzbach …
23. März 2017
Fünf Landesehrenbriefe überreicht
24. März 2017

Heimelige Atmosphäre im „Kochwerk“

Foto: BZ

Gastronomie Stephan Gütlich lädt für Sonntag, 26. März, zu „Tag der offenen Tür“ nach Langsdorf ein

LICH-LANGSDORF (ga). Am Montag, 10. April, eröffnet Stephan Gütlichs „Kochwerk“ in Langsdorf. Immer montags verwöhnt der Koch, der dort seiner Passion, seinem Hobby – „aus Leidenschaft zum guten Essen“ – nachgehen will, ab 17.30 Uhr die Gäste, die sich auf frische deutsche und mediterrane Küche freuen können. Bis September 2013 sorgte er gemeinsam mit seinem Vater Klaus dafür, dass die Küche in der „Alten Klostermühle“ in Arnsburg nicht kalt blieb.

Am Sonntag, 26. März, können sich die Besucher ab 11 Uhr beim „Tag der offenen Tür“ ein Bild von dem machen, was Gütlich auf die Beine gestellt hat. Zunächst einmal werden sie dann nur am Montag – „da sind die Leute noch entspannt vom Wochenende“ – im „Kochwerk“ essen gehen können. Über die Sommermonate soll dann ein weiterer Öffnungstag hinzukommen, jedoch wird es kein Tag am Wochenende sein. Denn das ist dem Catering-service, mit dem sich Gütlich einen Namen gemacht hat, und den Veranstaltungen wie Firmenfeiern und Themenabenden im „Kochwerk“ vorbehalten.

Eineinhalb Jahre hat der 48-Jährige darauf verwandt, gemeinsam mit seinem Schwiegervater ein Restaurant einzurichten, das anders als viele andere ist. Schon beim ersten Blick nimmt man es zur Kenntnis: „Wir sind hier in den 1970er Jahren“, meint Gütlich mit Blick auf das Hessenmädchen, das statt des Eisvogels die Biergläser ziert.

Die Küche ist die Einrichtung, die der Koch schon in der Klostermühle nutzte. Drei Jahre warteten die Geräte und Kochplatten eingelagert auf ihren Einsatz. Die Lampen im Hof sind selbst gebaute Unikate, alte Sekretäre stehen im Raum, wo es Salate geben wird, die Verkleidung der Bar war einst eine Scheunentür, die Gütlich vor dem Verbrennen rettete.

Im großen Saal finden bis zu 75 Gäste Platz. Alte Kronleuchter, Porträtbilder aus vergangenen Zeiten und kein Stuhl wie der andere – das bietet einen ganz besonderen Charme. Das Ganze wirkt nicht zufällig, sondern harmonisch, stimmig, einladend. Gütlich, der hauptberuflich als Kantinenchef bei der Heuchelheimer Firma Rinn tätig ist, ist sichtbar stolz auf das bisher Erreichte. Er hatte die Idee, wie alles aussehen könnte, und seine Frau Nadin fungierte als verlängerter Arm. Die 33-Jährige sorgte für die heimelige Atmosphäre, die auch durch die Blumen und das Licht entfaltet wird. Überhaupt brachte sich die ganze Familie während der Umbauphase ein. Die Kinder, der siebenjährige Henry und die fünfjährige Charlotte, halfen, wo sie nur konnten.

Vor etwas mehr als eineinhalb Jahren bot sich die Gelegenheit. Die Erben des Gasthauses „Zur Traube“ – sie schloss 2005 – wollten das Anwesen verkaufen und kamen auf Gütlich zu. Die Scheune, die Gaststätte und alles, was dazu gehört, gefielen dem 48-Jährigen so gut, dass das komplette Objekt erworben wurde. Veränderungen gab es nur, wo sie unabdingbar notwendig waren: Neue Stromleitungen, neue Toiletten und neue Fliesen fanden den Weg in das Haus Oberstraße 4.

Für die Zeit, wenn es abends draußen so warm ist, dass man es aushalten kann, hat Gütlich konkrete Pläne: Dann soll das Fleisch überwiegend vom Grill kommen. Entweder, die Gäste schauen zu, wie es zubereitet wird, oder sie begutachten derweil beispielsweise die alte Schmiede, die auf dem Hof zu finden ist. Denn der vorherige Gastwirt Albert „Abi“ Wenzel war nicht nur Gastwirt, sondern auch Schlosser und Schmied. Pläne gibt es auf jeden Fall noch einige, und damit seine Familie nicht zu kurz kommt, wird ein Teil der Wohnung, die oberhalb des Innenhofs zu finden ist, zu einem Schlafzimmer für die Kinder ausgebaut.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.