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Hessen Mobil muss nachbessern

BUTZBACH. Vor mehr als 6 Monaten ist dieser Bügelschutz bei einem Unfall umgefahren worden, außer einer Warnbarke wurde seitens Hessen-Mobil nichts unternommen. 

CDU-Vertreter kritisieren mangelhafte Straßenerneuerung im Butzbacher Stadtteil Münster

Butzbach (pe). Zwei Vorstandsmitglieder der CDU Butzbach, Gabi Tiedemann und Markus Ruppel, üben in einer Pressemitteilung Kritik an den unter Aufsicht von Hessen Mobil rund um Münster stattgefundenen Fahrbahnsanierungen. Die Sanierungen fielen in die Zuständigkeit von Hessen-Mobil, da es sich um Landes- bzw. Kreisstraßen handele und der Stadt Butzbach hier die Hände gebunden seien. In ihrer Mitteilung bringen Gabi Tiedemann (Ortsbeirat Münster) und Markus Ruppel (1. Stadtrat) ihr Unverständnis über die Qualität der in 2019/2020 stattgefundenen Sanierung der L3353 zwischen Fauerbach und Münster zum Ausdruck. 

Die sogenannte Bankette (Randstreifen an der Fahrbahn) sei mit Betongittersteinen niedrigster Qualität ausgeführt worden. Fast jeder zweite Stein sei mittlerweile gebrochen und es sei nur eine Frage der Zeit, bis es zu größeren Schäden an Fahrzeugen, die die Bankette im Gegenverkehr nutzen müssten, komme. Hessen Mobil, die auch die Streckenkontrolle durchführe, müsse das längst wissen und im Rahmen der Gewährleistung eine Nachbesserung von der ausführenden Firma verlangen. „Passieren tut aber nichts“, so das Ortsbeiratsmitglied Tiedemann.

Ähnlich schaue es auch in der Straße an der Münsterkirche oberhalb des Ortsausgangs von Münster Richtung Hoch-Weisel, der Kreisstraße 15, aus. Dort sei im vergangenen Jahr ein Teil der Fahrbahndecke erneuert worden mit der Maßgabe, dass seitdem keine Fahrbahnbegrenzung aufgebracht wurde und die Asphaltdecke gerade zu den Randstreifen so mangelhaft ausgeführt worden sei, dass sie eine latente Gefahr für Radfahrer und Motorräder darstelle: Zentimeter-hohe Absätze, keine klare Abgrenzung zur Bankette und keine klare und einheitliche Linie der Fahrbahnbegrenzung zeugten von stümperhafter Ausführung. 

Kritisiert wird von den CDU-Vertretern auch, dass im Kurvenbereich vor dem Ortseingang Münster am Friedhof in der Kurve nach einem Unfall die dortige Brüstung selbst nach mehreren Monaten nicht repariert sei. Ganz im Gegenteil: Man habe dort im Kurvenbereich einfach eine Warnbarke aufgestellt, die dort die ohnehin enge Fahrbahn damit noch enger gemacht und damit dem Begegnungsverkehr weitaus gefährlicher werden lasse. 

Im Rahmen der Straßendeckensanierung hätte man den Kurvenradius vergrößern können, um die täglich zu beobachtende Fahrzeugbegegnung auf Kollisionskurs vermeiden zu helfen. Stattdessen würden Fahrzeuge im Begegnungsverkehr nun auf dem Hoppelrandstreifen Gefahr laufen, ins Schleudern zu geraten. Weitere Maßnahme zur Reduzierung der Gefahr hätte auch sein können, die Geschwindigkeit in Richtung Ortseingang zu reduzieren; erlaubt seien hier 100 km/h, physikalisch wegen der Kurve sicherlich nicht fahrbar, aber alle ortsunkundigen FahrerInnen müssten scharf abbremsen, weil es auch keinen Hinweis auf die scharfe Kurve gebe. Tiedeman und Ruppel fragen, ob es erst zu weiteren Unfällen kommen müsse, bis man bei Hessen Mobil die Gefahrenstelle entschärfe. Jedenfalls wollen die beiden CDU Vertreter für ein Abstellen der Mängel kämpfen. So sollen Initiativen in Ortsbeirat, Parlament und Magistrat eingeleitet werden, bevor hier Schlimmeres passiert. 

Unverständnis zeigen Tiedemann und Ruppel auch bezüglich der Entscheidung von Hessen-Mobil, keine eigene Zufahrt zu dem gerade neu erschlossenen Baugebiet auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerks Marx von der L3353 aus zuzulassen: Hier sollen die Neubewohner über die Straße „Im kleine Brühl“ geführt werden. Angeblich sei eine Anbindung über die L3353 wegen Schaffung zusätzlicher Gefahrenquellen bei der Ein- und Ausfahrt nicht opportun; allerdings blieben die Vertreter von Hessen-Mobil bislang den Nachweis schuldig, dass in der Zeit, als über eine direkte Zufahrt zur L3353 riesigen Lkws auf- und abfuhren, es jemals zu einem Unfall gekommen sei, heißt es abschließend in der Mitteilung der CDU.

BUTZBACH. Entlang der Landstraße zwischen Fauerbach und Münster, die 2019 saniert worden war, ergeben sich im Betongitter-Bankett riesige Schäden, zum Teil brechen ganze Teilstücke heraus. Mangelhafte Materialqualität, aber auch mangelhafte Verlegung hat die CDU als Ursache ausgemacht.

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