Hessens Förster suchen den Dialog mit den Mountainbikern

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Hessens Förster suchen den Dialog mit den Mountainbikern

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(lhe). Illegale Mountainbike-Trails finden sich in Hessen nach Erfahrung von Forstleuten insbesondere in Wäldern nahe der größeren Städte – und es sind neue hinzugekommen. Coronabedingt scheine der „Druck“ auf den Wald in diesem Jahr insgesamt deutlich höher zu sein als sonst, berichtete die Landesbehörde Hessen Forst. Die Menschen ziehe es generell mehr in den Wald und so seien auch die Trails – legale wie illegale – stärker befahren, erläuterte Jürgen Willig, der als Sachbereichsleiter unter anderem für Naturschutz, Wald-Erholung und Tourismus zuständig ist. Immer wieder kommt es in Hessen zu Konflikten wegen unerlaubter, querfeldein verlaufener Trails. Zahlen gibt es nicht dazu, wie viele hinzugekommen sind. Mit dem Thema haben es den Angaben nach insbesondere die Forstämter Königstein und Weilrod im Hochtaunus zu tun, Darmstadt, Wiesbaden oder Wolfhagen bei Kassel.

Verschiedene Maßnahmen sollen helfen, einen Ausgleich zwischen den Interessen von Mountainbikern, Naturschutz, Waldbesitzern und anderen Nutzern zu finden. „Hessen Forst ist gerade dabei, ein breit angelegtes Erholungswaldkonzept aufzustellen, in dem das Thema Mountainbiking eine zentrale Rolle einnimmt“, berichtet Willig. „Wir wollen gegenüber den Mountainbikern als Partner auftreten und sie bei der Suche nach legalen Trails unterstützen beziehungsweise diese auch selbst mitgestalten, um die Anzahl illegaler Trails zu verringern.“

Bislang ist es der Forstbehörde zufolge die beste Strategie, mit den Radlern ins Gespräch zu kommen, sie über die Regeln zu informieren und vom Ausweichen auf legale Strecken zu überzeugen. Denn die wild angelegten Trails könnten unter anderem Waldtiere empfindlich stören und ein Sicherheitsrisiko sein. Wo sensible Bereiche wie Naturschutzgebiete befahren würden und die Deeskalationsstrategie nicht funktioniere, ziehe man die Polizei hinzu.

Im hessischen Staatswald gibt es geschätzte 50 bis 70 Kilometer legale Trails auf ausgewiesenen Mountainbike-Routen, hinzu kommen Strecken in den‚ Wäldern der Kommunen. Einige Nutzer seien eher Tourenfahrer, die sich naturbelassene Wege mit anderen Waldbesuchern teilen können, sagt Sprecher Ingmar Hötschel. Es gebe aber auch eine Nachfrage nach speziell gebauten Strecken mit Hindernissen. „Hier beobachten wir, dass Genehmigungsprozesse für diese oft sehr lange dauern.“ 

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