Hilary Roger – Ehrenamtskoordinatorin und Projektmanagerin

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Hilary Roger – Ehrenamtskoordinatorin und Projektmanagerin

Foto: guth

Es gibt Namen, in denen sich – zumindest für unsere Breitengerade -ungewöhnliche Buchstabenkonstellationen befinden, die das richtige Aussprechen erschweren. Wer ohne angelsächsische Vorfahren kann schon ahnen, dass man den britischen Vornamen Hugh nicht „Hug“, sondern „Ju“ spricht. Nicht vielen gelingt es, den Vornamen „Gwynneth“ so auszusprechen, dass sein Gegenüber trocken bleibt. Noch komplexer für Sprachzentrum und Kiefer wird es z.B. beim Namen der Schauspielerin Keira Knightley. Aber auch Politikernamen wie Eduard Schewardnadse, Micheil Saakaschwili oder Deng Xiaoping stellen Nachrichtensprecher vor große Herausforderungen, vor allem dann, wenn noch diverse osteuropäische Sonderzeichen ins Spiel kommen wie beim Schriftsteller Saša Staniši oder beim Bayern-Manager Hasan Salihamidži. Bei meinem heutigen Interviewgast liegt die Tücke des Namens nicht in der Buchstabenkombination, sondern darin, dass das Hirn beim korrekten Aussprechen in Millisekunden das Land bzw. die Sprache wechseln muss. Während der dreisilbige Vorname englisch ausgesprochen wird, erklingt der Nachname dann – völlig überraschend – in Französisch. Und das ohne hilfegebende Sonderzeichen oder Accents. Und wie so oft, gilt auch hier „Nomen est omen“, denn die korrekte Aussprache ihres Namens steht für die Internationalität meines heutigen Portraitgastes. Auf einen Kaffee mit Hilary Roger.

Liebe Hilary, du übertriffst alle bisherigen Interviewgäste in punkto Internationalität. Nimm uns bitte zunächst mit auf eine kleine Reise in deine Vergangenheit.

Hilary Roger: Gerne. Ich bin die Tochter eines ungarischen Chirurgen und einer deutschen Apothekerin, die gemeinsam nach Südafrika ausgewandert sind, damals eines der weitest entwickelten Ländern in der Medizin. Mein Vater hat dort aber aus Überzeugung in einem Krankenhaus für die schwarze Bevölkerung in Johannesburg gearbeitet, wo ich 1981 zur Welt gekommen bin. Als ich vier Jahre alt war, trennten sich meine Eltern und ich ging mit meiner Mutter und meiner Schwester nach Deutschland. 

Hast du noch Erinnerungen an diese ersten vier Jahre in Südafrika?

Hilary Roger: Keine wirklich klaren. Ich war in diesem Jahr das erste Mal wieder in meinem Geburtsland und habe u.a. auch mein Elternhaus wiedergefunden. Diese Rückkehr war schon sehr emotional, mein Unterbewusstsein hat mir sehr stark signalisiert, dass ich eine besondere Beziehung zu diesem Ort habe.

Wo genau in Deutschland habt ihr dann gelebt?

Hilary Roger: In Erding bei München. Als meine Mutter einen Franzosen kennenlernte (und später heiratete), sind wir – nach Beendigung meiner Grundschulzeit – dann von Erding nach Versailles in der Nähe von Paris umgezogen. Dort habe ich mein Abitur gemacht, ehe ich für ein Jahr zum Studium nach England (Bath) ging, um danach aber doch einen anderen Studiengang in Eichstätt in Oberbayern zu absolvieren.

Johannesburg, Erding, Versailles, Bath, Eichstätt und nun Butzbach, eine atemberaubend heterogene Städte-Mischung. Aber der Reihe nach: zunächst musstest du dich  – getrennt vom Vater – als vierjährige Südafrikanerin im eher konservativen Bayern zurechtfinden. 

Hilary Roger: Richtig, aber auch da ist meine Erinnerung nur sehr lückenhaft, aber schön. Meine Mutter erzählt immer wieder, dass ich – als es das erste Mal geschneit hatte – mit meiner Schwestervoller Begeisterung aus dem Haus gelaufen bin, allerdings nur spärlich bekleidet. Schön war, dass meine Großeltern mütterlicherseits in München lebten und wir am Wochenende oft zu ihnen in die Stadt gefahren sind.

Wie schwer war es für dich, als 10-Jährige Erding zurückzulassen und nach Frankreich zu gehen? Konntest du denn zu diesem Zeitpunkt schon Französisch?

Hilary Roger: Nein, gar nicht, ganz im Gegensatz zu meiner Mutter, die insgesamt sieben Sprachen spricht. Trotzdem fanden meine Schwester und ich den Ortswechsel unheimlich spannend. Alles wurde zusammengepackt und in unser kleines Auto gestopft (inklusive Meerschweinchen) und ab ging es nach Frankreich. Ich bin dort in Versailles auf das einzige Deutsch-Französische Gymnasium der Region gegangen. Einige Fächer wurden jahresweise im Wechsel komplett auf Deutsch und dann wieder auf Französisch unterrichtet, so dass man am Ende perfekt zweisprachig  war. Die ersten Wochen aber waren schon hart, weil ich sprachlich bei null anfangen musste. 

Wie lange hast du gebraucht, um dich einzugewöhnen?

Hilary Roger: Das ging eigentlich recht schnell, zumal uns die Mutter meines Stiefvaters unterstützte, die Lehrerin war und sehr darauf achtete, dass wir auch ein gutes Französisch lernten. Natürlich war ich an der Schule erst einmal „die Neue“. Da diese Schule aber fast ausschließlich Kinder besuchten mit einem französischen und einem deutschen Elternteil, war ich sicher schneller integriert, als dies an einer alteingesessenen, französischen Schule der Fall gewesen wäre.

Welche Unterschiede zwischen der bayerischen und der französischen Lebenskultur hast du damals wahrgenommen? 

Hilary Roger: Naja, gebetet vor der Schule (wie in Erding), wurde dort jedenfalls nicht (lacht). Es waren ohnehin eher die kleinen Dinge des Alltags, die mir auffielen. Zum Beispiel welchen Stellenwert das Thema „Essen“ in Frankreich hat und wie viel Zeit es einnimmt. 

Wie ging es nach dem Abitur für dich weiter?

Hilary Roger: Ich habe „European Studies“ mit dem Schwerpunkt Sprache, Literatur und Politik in Bath studiert, das liegt im Südwesten Englands, dort, wo auch Jane Austen einige Jahre lebte. Da ich aber nicht so 100% glücklich mit dem Schwerpunkt Politik war, wechselte ich 2002 an die Katholische Universität Eichstätt bei Ingolstadt, wo ich mein Studium – mit dem dort gerade neu geschaffenen Schwerpunkt „Kultur“ bzw. „interkulturelle Kommunikation“ – fortgesetzt und mit dem Master abgeschlossen habe. Eichstätt als bayrischer Ort war dann schon erst mal wieder eine Umstellung, wenn man die Jahre zuvor in England und Frankreich gelebt hatte. Es gab aber auch Vorteile, denn ich konnte dort z.B. mit dem Fahrrad zur Uni fahren und dabei viel Natur genießen. 

Was macht man mit einem Master in „European Studies“ in der Tasche?

Hilary Roger: Was „man“ macht, weiß ich nicht, ich hatte – im Gegensatz zu einigen KommilitonInnen – noch keinen wirklichen Plan, wo ich beruflich konkret hinwollte. Aber es ergab sich sehr bald, dass ich in der Wirtschaft landete. Über Bekannte erfuhr ich, dass eine Automobil-Zulieferfirma in Baden-Württemberg jemanden suchte, der für sie als „Key Account Manager“ den französischen Markt betreut und kommuniziert. Obwohl ich nicht wirklich damit rechnete, bekam ich die Stelle tatsächlich. Man traute mir offenbar zu, mir das dafür notwendige technische Wissen anzueignen, was mir auch ganz gut gelang. Ich fand es natürlich klasse, dadurch an drei Tagen in meinem geliebten Paris zu sein. Dort war ich vier Jahre lang zuständig für die Kunden Renault und Peugeot, sowie für einige englische Zulieferer.

Eine junge Frau in einem doch eher   männerdominierten Wirtschaftszweig. Wie waren die Reaktionen?

Hilary Roger: Innerhalb dieser schwäbischen Firma war die Reaktion tatsächlich breit gefächert, von voller Unterstützung bis hin zu großen Widerständen und Neid. Bei den Kunden in Frankreich hat das wunderbar funktioniert, -Renault zum Beispiel hatte schon damals sehr viele Frauen in höheren Positionen. 

Warum bist du nicht länger dort geblieben?

Hilary Roger: Weil ich spürte, beruflich noch nicht dort angekommen zu sein, wo ich hinwollte. Das dauerte auch noch eine Weile. Ich war im Anschluss für ein paar andere Wirtschaftsunternehmen tätig, verbunden mit vielen Reisen in europäische Länder wie England, Frankreich, Portugal und Spanien. Ein Jahr lang habe ich als Eventmanagerin gearbeitet und eine internationale Messe in der Schweiz auf die Beine gestellt und später betreute ich für die große Sektkellerei Henkell in Wiesbaden die Länder, Dänemark, Belgien und Luxembourg. Letzten Endes blieb aber die Erkenntnis, dass mir das Herstellen und Pflegen von Kundenbindungen zwar lag und auch Freude machte, das Verkaufen an sich jedoch so gar nicht. Zudem verspürte ich in der freien Wirtschaft einen stetig wachsenden Druck durch die zunehmende Forderung nach Umsatzsteigerung. Wochenenden und Privatleben waren nicht mehr drin. Parallel wuchs in mir die Sehnsucht, beruflich in einem sozialen, interkulturellen Bereich tätig zu sein. Deshalb lehnte ich bei Henkell die Übernahme nach der Probezeit ab, ohne einen konkreten „Plan B“ in der Tasche, aber mit dem Ziel für eine gemeinnützige Organisation zu arbeiten.

Das war aber schon auch mutig, oder?

Hilary Roger: (lacht) Ja, das sagten einige meiner Freunde auch. Ich habe dann zunächst in Göttingen eine Ausbildung zur „Interkulturellen Trainerin“ absolviert. Nun stand für mich fest, dass ich in einem Beruf arbeiten wollte, in dem ich etwas Sinnvolles bezwecken kann und hinter dem ich auch stehe. Und das war beim dekorativen Überreichen übergroßer Henkell-Sekt-Flaschen auf elitären Pferdeturnieren eben so gar nicht der Fall.

Welchen konkreten Beruf hattest du denn damals dann ins Visier genommen? 

Hilary Roger: Eine Option wäre gewesen, mich als interkulturelle Trainerin selbstständig zu machen und thematische Coachings anzubieten. Dann aber erfuhr ich durch Zufall von einer Ausschreibung der Frankfurter „Jewish Claims Conference“, das ist ein Zusammenschluss jüdischer Organisationen, die Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer des Nationalsozialismus und Holocaust-Überlebender vertritt. Eine Anlaufstelle, an die man sich aus aller Welt in seiner jeweiligen Heimatsprache mit seinem Schicksal durch die NS-Zeit hinwenden kann. Ich war in diesem Team für Frankreich und Nordafrika zuständig und habe dabei mit vielen Überlebenden telefoniert, mir ihre Geschichte angehört und dann ggf. Rentenansprüche auf den Weg gebracht. Diese Arbeit dort war extrem spannend, aber oft auch sehr emotional geprägt. Auch wenn die Bezahlung dort weit unter dem lag, was ich aus der Wirtschaft kannte, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, beruflich etwas wirklich menschlich Wertvolles zu tun. 

Wir sind aber noch immer nicht an dem Punkt, an dem wir uns kennengelernt haben, nämlich über deine jetzige Arbeit beim DRK Friedberg.

Hilary Roger: Mein Vertrag in Frankfurt war auf zwei Jahre befristet, weil es ja naturgemäß immer weniger Überlebende aus dieser Zeit gibt. 

Parallel dazu erreichte die Flüchtlingswelle gerade Deutschland und ich habe mich gezielt nach einer Tätigkeit bei Wohlfahrtsorganisationen im Rhein-Main-Gebiet umgesehen und bin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), beim Kreisverband Friedberg e.V. gelandet.

Heute lebst du in der Butzbacher Waldsiedlung, wieso nicht mehr in Wiesbaden?

Hilary Roger: Bei all den mit meiner Arbeit verbundenen Abendterminen, habe ich schnell gemerkt, wie mühsam das Pendeln ist und habe hier zum Glück eine schöne Wohnung gefunden mit einem herrlichen Balkon, was für mich übrigens immer eine Grundbedingung beim Suchen einer Wohnung ist. Balkon mit Blick in die Natur ist ein MUSS.

Was konkret machst du beim DRK als Ehrenamtskoordinatorin? 

Hilary Roger: Meine tägliche Arbeit beinhaltet u.a. das Organisieren von Begegnungstreffen und -festen zwischen Einheimischen und neuzugewanderten Bürgern in der Wetterau, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Koordination und Vernetzung von ehrenamtlichen Gruppierungen und Arbeitskreisen sowie das Mitwirken bei vielen Runden Tischen. Dort nehme ich dann häufig eine moderierende oder Konflikt lösende Position ein. Für all das bin ich beim DRK Kreisverband Friedberg die zentrale Ansprechpartnerin, Vertrauensperson und Vermittlerin. Hinzu kommen noch Schulungen für Ehrenamtliche, die ich als Mitglied der AG Flüchtlingshilfe Wetterau durchführe. Privat habe ich mich dann der DRK-Ortsvereinigung Münzenberg angeschlossen, um dort – neben meinem Hauptamt – auch ehrenamtlich im Bereich der Sozialen Arbeit mitzuhelfen.

Ist es nicht schwer, berufliches und privates Engagement zu unterscheiden? 

Hilary Roger: Ich versuche das, so gut es geht, zu trennen. Grundsätzlich befruchten sich beide Komponenten aber eher. Ich fungiere im DRK Kreisverband Friedberg ehrenamtlich als „Fachbeauftragte für ungebundene Helfer“, das heißt, ich suche Menschen, die sich für bestimmte Projekte als Helfer anbieten, ohne sich gleich verpflichtet zu sehen, dauerhaft mitzuarbeiten. Diese engagierten Menschen kann ich dann super in hauptamtliche Projekte mit einbinden. Wie z.B. in diesem Jahr im Rahmen eines großen interkulturellen Musikfestes in Wölfersheim (inkl. einer CD-Produktion im Vorfeld  und Präsentation am Abend), das ich federführend organisiert habe. Dazu ist es mir gelungen, auch geflüchtete Menschen ins Ehrenamt als Helfer einzubinden, die schon etwas länger hier bei uns sind, und nun „etwas zurückgeben“ möchten. Sie fungieren dann als Integrationsbrücken zu denjenigen, die noch Schwierigkeiten haben, sich hier zurechtzufinden. Das ist eine tolle Entwicklung und auch deswegen so wichtig, weil die Zahl der Deutschen, die sich ehrenamtlich für geflüchtete Menschen einsetzen, stark gesunken ist. Auch, weil viele Helferinnen und Helfer nach drei Jahren intensiver Arbeit ausgelaugt sind und eine Pause brauchen. Natürlich, die große Flüchtlingswelle ist abgeebbt, aber nun ist es wichtig, dass nach der beeindruckenden Willkommenskultur jetzt eine dauerhafte Bleibekultur folgt. Im Vordergrund steht hierbei natürlich die Arbeitssuche bzw. die Suche nach Ausbildungsplätzen für geflüchtete Menschen.

Deine Anstellung beim DRK ist vorläufig befristet, schon eine Idee, wie es danach für dich evtl. beruflich weitergehen könnte? 

Hilary Roger:  Für mich ist klar, dass ich weiter im sozialen Bereich arbeiten möchte, gerne bei einer gemeinnützigen oder wohltätigen Organisation, evtl. ja – so es in der Wetterau nicht mehr möglich ist – auch bei einem anderen DRK-Kreisverband.

Was aber bedeuten würde, dass Du eventuell wieder umziehen müsstest…

Hilary Roger: Könnte sein … Obwohl ich zugeben muss, dass ich hier in Butzbach und Umgebung zum ersten Mal verspüre, das eine oder andere Wurzelchen zu schlagen, was auch mit  einigen wertvollen persönlichen Beziehungen zu tun hat, die ich in den letzten drei Jahren hier knüpfen konnte. Sicher hängt so eine Entscheidung dann aber auch von meiner privaten Situation ab. 

Bitte vervollständige noch folgende Fragen: Für diese Reihe empfehle ich…

Hilary Roger: …Mechthild Schenk, die sich sehr vielfältig hier in der Region ehrenamtlich engagiert. Oder aber Herrn Edmound Assac, ein syrischer Journalist und Lehrer, der vor vier Jahren mit seiner Familie geflüchtet ist und heute in Nieder-Weisel lebt. Hier in Butzbach ist er u.a. ehrenamtlich für die „Tafel“, bei der Stadtmission und beim DRK engagiert. Derzeit arbeitet er bei den Johannitern als Hausmeister, würde aber gerne irgendwann wieder in seinem eigentlichen Berufsfeld tätig sein.

Mein Lieblingsplatz in und um Butzbach ist … 

Hilary Roger:… das Schrenzerbad. Ich war den ganzen Sommer über – so es zeitlich möglich war – vor und nach der Arbeit schwimmen. 

Als Reiseziele empfehle ich …

Hilary Roger: …neben Paris auf jeden Fall Barcelona, vor allem, wenn man an Kunst oder Architektur interessiert ist. Aber auch Rom, Glasgow und Prag sind wunderbar. Südafrika wird für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben, mein nächstes großes Ziel ist aber Asien.

Mein Lieblingscafé in Butzbach ist …

Hilary Roger: …die kleine Eisdiele „Il Buon gelato“ in der Weiseler Straße.

Gute Laune macht mir …

Hilary Roger: …die Natur in all ihren vielfältigen Farben. Aber auch das Singen im Wetterauer Chor „Intermezzo“.

Schade finde ich, dass…

Hilary Roger: …mein (mittlerweile verstorbener) Vater mir und meiner Schwester die ungarische Sprache weitestgehend vorenthalten hat, da er für uns Kinder Englisch als viel wichtiger empfand. Es gibt noch eine Tante in Budapest, die ich hin und wieder besuche. Sie meint immer, ich würde meiner Großmutter väterlicherseits ähneln.

Sagt die Frau mit dem roten Lockenkopf und unterstreicht damit noch einmal ihre Internationalität. Ich schäme mich fast ein wenig, dass ich bislang weder in Paris, Glasgow, London oder Prag war. In Barcelona lag ich zumindest schon mal vor Ort im Hafen. Nicht mit der Pest an Bord, dafür aber mit einer so heftigen Seereise-Übelkeit, dass auch nach dem Anlegen ein Aufrichten in die Horizontale undenkbar war und ich den sicherlich faszinierenden Landgang über die Ramblas sausen lassen musste. Dumm gelaufen. 

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