„Hinter der Mauer“ wird erschlossen

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„Hinter der Mauer“ wird erschlossen

BUTZBACH. Heiner Geißler (v.l.) und Tanja Ohlwein von Inikom, Bürgermeister Michael Merle und Erster Stadtrat Manfred Schütz informierten über das Baugebiet „Hinter der Mauer“ in Nieder-Weisel. Text + Foto: thg

VERTRAG – Stadt und Entwickler einig / 24 Einfamilienhäuser geplant / Engelsberg-Unterlagen im Internet

BUTZBACH (thg). Einen städtebaulichen und Erschließungsvertrag schlossen gestern die Stadt Butzbach und die Firma Inikom ab, die in Nieder-Weisel das Neubaugebiet „Hinter der Mauer“ angrenzend an das Gelände der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) entwickeln möchte. Darüber informierte Bürgermeister Michael Merle gestern im Beisein der Inikom-Vertreter. Das Bebauungsplanverfahren wurde bereits eingeleitet, auch erste Umweltuntersuchungen laufen bereits. Wenn das gesamte Verfahren ohne Verzögerungen läuft, könnten die Bauherren im Herbst kommenden Jahres mit den Arbeiten beginnen, sagten Inikom-Geschäftsführer Heiner Geißler und Projektleiterin Tanja Ohlwein. 

Auf 15 000 Quadratmeter sollen auf 24 Grundstücken Einfamilienhäuser entstehen, in einem kleineren Bereich soll auch Geschosswohnungsbau möglich sein. Enthalten ist eine Stellplatzfläche für Zwecke der Johanniter, um den Parkdruck rund um die Johanniter-Einrichtung zu lindern. Zwischen 169 und 219 Euro soll der voll erschlossene Quadratmeter kosten. Als Ankaufspreis wurden mit den rund 15 Eigentümern 37 Euro ausgehandelt, also auch mit jenen, die bereits vor einigen Jahren für 25 Euro an die JUH verkauften und nun die Differenz von Inikom erhalten. 

Hinsichtlich der Bebauungsplanung und damit des zeitlichen Ablaufs wies Merle darauf hin, dass die Stadtverordnetenversammlung die Entscheidungshoheit habe. Sie verabschiede den Satzungsbeschluss. Es bestehe ein Bedarf an Neubau-
flächen in Nieder-Weisel, nun sei man einen guten Schritt vorangekommen. 

Das Wohngebiet könnte noch um weitere bis zu 8000 Quadratmeter erweitert werden. Einen Teil der Fläche hat Inikom laut Geißler schon angekauft. Sein Unternehmen hat auch Interesse, in Ostheim ein Wohngebiet zu schaffen. Auch dort seien bereits Teile des Geländes gekauft, es liefen Gespräche mit weiteren Eigentümern. „Wir sind fleißig dran.“ Die Größe des Wohngebiets sei „noch offen“. 

In Nieder-Weisel läuft zudem bereits das Bebauungsplanverfahren Engelsberg, sagte Merle. Die Offenlegung läuft, die Unterlagen seien auf der Homepage www.stadt-butzbach.de einsehbar. Die Flächen für die Schaffung des Wohngebiets seien gesichert, dort arbeitet die Stadt mit einem anderen Partner, der Hessischen Landgesellschaft, zusammen. Noch habe Hessen Mobil noch nicht offiziell Stellung genommen. Aber: „Wir versuchen, eine Anbindung an die Bundesstraße 3 zu bekommen.“ Diese könnte über das Gelände des Bauhofs führen. „Dann brauchen wir eine Alternative für den Bauhof“, so Merle. 

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