Historiker Gad Arnsberg betrachtet aktuellen Judenhass

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Historiker Gad Arnsberg betrachtet aktuellen Judenhass

BUTZBACH. Dr. Gad Arnsberg, bekannt dafür, komplexe Problemstellungen auf den Punkt zu bringen und Erklärungsansätze zu liefern, beschäftigt sich am Freitag, 13. Dezember, mit Antisemitismus. Foto: thg

DEMOKRATIEKONFERENZ – Gast am 13. Dezember im Museum Butzbach

BUTZBACH (pi). „Antijudaismus – Antisemitismus – Antizionismus  – Wie nahe ist der Nahe Osten?“ Das ist das Thema eines Vortrags des ausgewiesenen Experten Dr. Gad Arnsberg, einem in Israel lebenden Historiker. Er findet im Rahmen der zweiten Demokratie-Konferenz des Bundesprogramms „Demokratie leben“ am Freitag, 13. Dezember, um 18.00 Uhr statt; der Veranstaltungsort ist das Museum in Butzbach.

Judenhass, eine nach dem Zweiten Weltkrieg, wenn nicht für überwunden geglaubte, zumindest eine als illegitim abgestempelte Geisteshaltung, scheint in Europa wieder Einzug zu halten. Verbalinjurien und tätliche Übergriffe gegen Juden und jüdische Einrichtungen nehmen überhand. Sind es nur alte, verdeckt gebliebene Affektlagerungen, die nun an die Oberfläche geraten, oder tun sich neue Phänomene von Judenhass auf? Worin unterscheiden sich historischer Antijudaismus, moderner Antisemitismus und sogenannter neuer moderner Antisemitismus? Worin offenbart sich die Kontinuität und wo der Wandel an antijüdischen Denkfiguren und Argumentationsmustern? Und wie gestaltete sich der Antizionismus zur Chiffre eines verhüllten Antisemitismus? 

Eine differenzierte Sicht zeigt Berührungspunkte, aber auch Divergenzen zwischen Antisemitismus und Antizionismus. Auch die Scheidelinie zwischen Kritik auf der einen und Diffamierung, Dämonisierung und Delegitimierung des Existenzrechts eines Staates wie Israel auf der anderen, ob aus Antizionismus oder Antisemitismus, soll aufgezeigt werden. Der Referent geht schließlich der Frage nach, wie die verschiedenen Erscheinungsformen der aktuellen Judeophobie zu deuten und in welchem Kontext sie zu verorten sind. 

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