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Historische Fantasy ist sein Metier

BUTZBACH. Der Butzbacher Autor Jan Uhlemann las am Montagabend in der Ostheimer Bücherei aus seinem dreiteiligen Serienroman  „Der Orden der vergessenen Seelen“. Text + Foto: dt

LESUNG – Jan Uhlemann mit „Der Orden der vergessenen Seelen“ zu Gast in Ostheimer Bücherei

OSTHEIM (dt). Wo soll man den Schriftsteller Jan Uhlemann einordnen, in welches Genre? Auf die Frage eines Zuhörers im Anschluss an die Lesung am Montagabend in der Ostheimer Bücherei ordnet sich Uhlemann selbst, der mit seiner Frau seit sechs Jahren in Butzbach lebt und demnächst in den Usinger Ortsteil Eschbach umsiedeln wird, in das Genre „der historischen Fantasy und der Science Fiction“ ein. Bei seiner Lesung in Ostheim stellte er den Zuhörern seinen vorletzten dreiteiligen Serienroman „Der Orden der vergessenen Seelen“ vor. 

Uhlemann der – wie er mitteilte – ursprünglich aus dem „hessischen Ried“ stammt, kam aus familiären Gründen nach Butzbach, hatte nach dem Abitur Geografie, Geschichte, Soziologie und auch einige Semester Philosophie studiert, ehe er sich der Schriftstellerei zuwandte. Er habe sich schon immer für Abenteuer, verbunden mit telekinetischen Kräften und nicht realen Welten interessiert. Die inhaltliche Basis für seine Texte bildeten eine umfassende Ideensammlung und manchmal auch Träume. 2003 habe er das erste Buch begonnen, 2006 sei es erschienen. Nach intensiver Vorbereitung könne er einen Roman durchaus in sechs Wochen mithilfe eines Diktat-Sprachprogramms fertigstellen. Die Protagonisten einer Romanhandlung seien für ihn stets quasi wie real vorhandene Menschen, wobei er in seinen Büchern „filmische“ Momente schaffe.  

Im Rahmen seiner Lesung präsentierte er die ersten Seiten von „Der Orden der vergessenen Seelen“. In der Ich-Form erzählt die 19-jährige Abiturientin und angehende Studentin Barbara von einer letzten – stark alkoholisch geprägten – Abschiedsparty mit den Klassenkameraden. Sie macht sich vorzeitig auf den Heimweg und hat in dieser Nacht zwei einschneidende Begegnungen. 

Zunächst scheint sie – „wie in einem Hitchcock-Film“ – ein geheimnisvoller Stalker in Hut und langem schwarzen Mantel zu verfolgen, der unvermittelt in einem uralten, windschiefen Haus verschwindet. Weiter verfolgt sie ihr angetrunkener Mitschüler Kevin, ein sportlicher „Muskelprotz“, gegen dessen Vergewaltigungsversuch sie sich – zu ihrer eigenen Überraschung – erfolgreich und nachdrücklich zur Wehr setzen kann. Als sie am folgenden Tag dann im Park wieder dem unheimlichen Stalker begegnet, der sie zu verfolgen scheint, sich ihr unter dem Namen „Rotfuchs“ vorstellt und von übernatürlichen Kräften berichtet, die er ihr zurechnet, nimmt die Romanhandlung kräftig Fahrt auf. 

In der Fragestunde nach der Lesung, zu der die ehrenamtlichen Büchereileiterinnen Inge ten Oever und Gabi Kuhn die Besucher mit einem kleinen Sektempfang begrüßt hatten, gestand Uhlemann, dass er sich durchaus vorstellen könnte, in seinen kommenden Büchern auch über Themen aus völlig anderen Bereichen zu schreiben.

 

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