HLB-Fahrgastzahlen wegen Corona um bis zu 60 Prozent zurückgegangen

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HLB-Fahrgastzahlen wegen Corona um bis zu 60 Prozent zurückgegangen

FDP-Politiker besuchen Hessische Landesbahn in Butzbach / 480 Mitarbeiter am Standort beschäftigt

BUTZBACH (pe). Der Wetterauer FDP-Landtagsabgeordnete Jörg-Uwe Hahn war zusammen mit dem Butzbacher FDP-Stadtrat Norbert Gonter bei der Hessischen Landesbahn (HLB) zu Gast, um mit Torsten Grünebaum, Leiter des HLB-Standorts Butzbach, und mit Peter Runge, Prokurist und Leiter Geschäftsfeldentwicklung mit Sitz in Frankfurt auch über die Entwicklung des Standortes Butzbach, das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in der Wetterau und die Auswirkungen der Corona-Krise auf die HLB zu sprechen. 

„Das Tätigkeitsgebiet unseres seit langem etablierten Unternehmens ist vielfältig. So sind wir im Schienen- und Buspersonennahverkehr, im Eisenbahngüterverkehr aber auch als Infrastrukturbetreiber tätig“, erklärten Runge und Grüne-baum den Liberalen. Insgesamt betreibe man mit seinen Beteiligungen rund 260 Eisenbahn-Triebwagen und 133 Busse. Rund 1900 Mitarbeiter seien bei dem Unternehmen und seinen Beteiligungen beschäftigt, davon rund 480 am Standort Butzbach. „Der jährliche Umsatz beträgt rund 280 Millionen Euro“, so Runge. 

Auf Hahns Frage, inwiefern sich die aktuelle Pandemie auf das Unternehmen auswirke, antwortete Grünebaum: „Wir spüren starke Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen. Viele Menschen verzichten auf Reisen oder arbeiten aus dem Homeoffice, die Schule fällt aus, wodurch unsere Angebote deutlich weniger genutzt werden. Auf einigen Strecken haben wir Fahrgastrückgänge von 50 bis 60 Prozent zu verzeichnen.“ 

Prokurist Runge ist sich sicher, dass sich die Fahrgastzahlen bei einer Verbesserung der pandemischen Lage wieder erholen: „In der Vergangenheit hatten wir in den Netzen eher mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen. Die Menschen werden auch künftig wieder Bus und Bahn fahren, wenn sich die Lage verbessert. Die Nachfrage nach unseren Angeboten wird sich erholen, wenngleich es dazu etwas Zeit braucht.“ 

Die HLB plant, ihr Angebot auch künftig zu erweitern und den Betrieb ausdehnen. Dazu gehöre unter anderem die Horlofftalbahn. „Stillstand heißt für uns Rückschritt. Neben Betriebsnetzerweiterungen spielen für uns zukunftsweisende Projekte, wie das Ausloten der Nutzung von Elektro- oder Wasserstofftechnologien für Bus und Bahn, eine große Rolle.“ Elektrobusse kämen sogar auf verschiedenen Strecken schon zum Einsatz, weitere seien bestellt. „Die Hessische Landesbahn ist ein starker Player im Wettbewerb auf unserem Schienennetz, aber auch in unserem Busverkehr in Hessen. Auch in Zukunft wird die Mobilität eine wichtige Rolle spielen. Jeder Verkehrsträger wird gebraucht und muss so gut es geht optimiert werden“, sagte Hahn.

Auch für Gonter ist die HLB ein wichtiger regionaler Faktor. „Die HLB ist in Butzbach einer der großen Arbeitgeber, ist wichtig für unsere Region und hat Strahlkraft auf ganz Hessen und sogar darüber hinaus. Wir sind überaus glücklich, mit der HLB einen sehr attraktiven Arbeitgeber in unserer Stadt zu haben.“ 

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