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Hochbau soll im Herbst starten

BUTZBACH. Der bisherige Eigentümer SFS aus Aschaffenburg, der am Wacholderweg in Butzbach ein Wohnprojekt umsetzen wollte, hat bereits einen Teil des Geländes an die Firma Baustolz aus Frankfurt verkauft. Das Gebäude der ehemaligen Teigwarenfabrik gehört nicht dazu. Daran hat ein Butzbacher Unternehmen Interesse.

Baustolz ist neuer Eigentümer der Freiflächen im Baugebiet Wacholderweg in Butzbacher Kernstadt 

BUTZBACH (thg). Ein neuer Eigentümer will das Wohnprojekt „Wacholderweg“ in der Butzbacher Kernstadt am ehemaligen Nudelfabrik-Gelände nun umsetzen. Weil das Unternehmen Baustolz vom bisherigen Besitzer SFS aus Aschaffenburg den Bereich für die Bebauung der Flächen westlich der Sankt-Florian-Straße gekauft hat, lag dem Butzbacher Haupt- und Finanzausschuss die entsprechende Änderung des Erschließungs- und Kostenübernahmevertrags vor. Bei Enthaltungen von UWG und FDP billigte das Gremium das Papier. 

Damit gab es einen Eigentümerwechsel eines Teilgebiets der Grundstücke von SFS. Wie Bürgermeister Michael Merle berichtete, werden über das Areal auf der anderen Straßenseite, das die ehemalige Teigwarenfabrik einschließt, derzeit ebenfalls Verkaufsgespräche von SFS geführt. Ein Butzbacher Unternehmen habe daran Interesse. 

Markus Aufenanger von Baustolz präsentierte das Konzept für die Freifläche, das unter dem Motto „Junges Wohnen“ steht. Die Vermarktung der entstehenden Häuser soll unter 20 Prozent des Marktwerts betrieben werden. Bauten unterschiedlicher Höhen und Flächen ab 100 Quadratmeter aufwärts würden errichtet. 35 Reihenhäuser seien vorgesehen. Hinzu kommen vier Mehrfamilienhaus-Blöcke. Sie sollen 47 Wohneinheiten umfassen. Geparkt werde in einer Tiefgarage, ein hoher Grünanteil mit unter anderem zwei Spielplätzen soll zwischen den bebauten Bereichen auflockern. 

Schallschutz- und Bodengutachten waren und seien in Arbeit, so Aufenanger. Anfang April soll die Ausschreibung und dann die Auftragsvergabe erfolgen. Der Plan sei, dass im ersten Quartal der Antrag für den Hochbau gestellt werde, zunächst für einen ersten Bauabschnitt. Im Mai soll die Erschließung beginnen, auch die vorgesehene Ampelanlage, wo der Himmrichsweg in die Griedeler Straße einmündet, soll dann im weiteren Verlauf errichtet werden. Die Erschließung könnte Anfang Juni fertig sein. Ende Juli werde die Baugenehmigung erwartet. Frühestens im September oder Oktober könne Baubeginn sein – im vierten Quartal. Unter anderem sei das Unternehmen auch mit der Hessischen Landesbahn in Gesprächen, denn die Umgestaltung der Bahnüberquerung ist ebenfalls Aufgabe des Geländeeigentümers. 

Die UWG-Vertreterinnen Gudrun Reineck und Astrid Gerum äußerten zwar Skepsis wegen des erneuten Eigentümerwechsels, sprachen aber auch von einer „ansprechenden Planung“. Gerum hob positiv am veränderten Konzept hervor, dass Etagenwohnungen nur noch am Rand der Bebauung vorgesehen sind. Von den vorherigen Eigentümern habe man so viel gehört, daher sei sie zwie-spältig gegenüber dem Projekt. „Wir wollen zeigen, dass wir es können“, sagte Aufenanger. 

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