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Hoffen auf Entspannung im Mai

Ziel der Stadt Butzbach ist neuer Kultursommer / Konzept für drei Wochen Ferienspiele im Sommer 

BUTZBACH (thg). Die Pandemie hat die städtischen Bediensteten in den vergangenen Wochen besonders gefordert, so freut sich Bürgermeister Michael Merle für sie über die Feiertage als Verschnaufpause. Die Stadt werde die Entwicklung der Situation aufmerksam beobachten und daran mitwirken, die dritte Corona-Infektionswelle abzuflachen. 

Unterdessen hat der Magistrat die Sportplätze freigegeben. „Das war eine schwierige Diskussion“, sagte Merle. Auch Gespräche mit den Vereinsvorsitzenden hätten stattgefunden. „Die Vereine gehen verantwortungsvoll mit dieser Öffnung um“, berichtet Merle, angesichts der Entwicklung der Pandemie. 

In den vergangenen Wochen sei in der Verwaltung intensiv am Thema Testzentren gearbeitet worden, weitere Gespräche würden geführt. Merle appellierte an die Vernunft der Bürger. Weder ein negativer Test noch eine Impfung seien ein Freifahrtschein, um sich nicht mehr an die geltenden Abstands- und Maskenregeln zu halten. Unter anderem hatte es mehrere Covid-19-Fälle in einer Butzbacher Alten-Einrichtung gegeben. Wie der Wetterau-
kreis auf Anfrage mitteilte, seien auch Geimpfte unter den Erkrankten. Deren Krankheitsverläufe seien mild, was zeige, dass die Impfung zumindest diesen Erfolg habe. 

In den Kitas versuche die Stadt, die Infektionsherde möglichst klein zu halten. Im Degerfeld in den „Waldwichteln“ und den „Wiesenzwergen“ habe es positive Fälle gegeben, außerdem in Hoch-Weisel. Einen Appell an die Eltern, die Kinder nicht in die Betreuung zu geben, wie etwa im Landkreis Gießen, hielt Merle für schwierig für Berufstätige. Und auch im Homeoffice sei es nicht einfach, gleichzeitig Kinder zu betreuen. 

Nach Ostern werde sich die Stadt mit einem möglichen Freiluftprogramm in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen. Zwar ist Merle „fast sicher“, dass es angesichts steigender Infektionszahlen noch einmal Einschränkungen geben werde, aber er hoffe, dass ab der zweiten Maihälfte Ähnliches wie der Kultursommer im vergangenen Jahr möglich ist. Das sei die feste Zielsetzung der Stadt. 

Über das Thema Open-Air-Kino werde er mit Betreiber Ralf Bartel noch sprechen. Aus dem vergangenen Jahr wurden die Open-Air-Konzerte im Schlosshof in diesen Sommer verlegt, unter anderem soll Howard Carpendale auftreten. 

Auch an den Ferienspielen wird bereits gearbeitet. Das hat der Magistrat beschlossen. Das Team um Anette Krämer plant eine Ausdehnung der Sommer-Aktivitäten auf drei Wochen, das sei Wunsch von Eltern gewesen. Schon im vergangenen Sommer war ein Konzept unter Pandemiebedingungen mit kleinen Gruppen umgesetzt worden. 

Merle wies auf weitere Punkte aus Politik und Verwaltung hin: „Wir haben auch die Belange der Wirtschaft im Blick“, sagte er. Dazu gehöre unter anderem die Freistellung von Gastronomie, Handel und inzwischen auch Marktbeschickern von Gebühren für die Nutzung öffentlicher Flächen. Gastronomen könnten auch weiterhin mit ihren Lieferfahrzeugen in die Innenstadt fahren. Zum Haushalt hatte das Stadtparlament beschlossen, Finanzmittel für unter anderem die Wirtschaftsförderung bereitzustellen, die sonst für andere Bereiche eingeplant würden. Die Rückkehr vom Einkaufen mit Termin zum „Click and Collect“ sei aber für den Handel unter anderem in der Innenstadt ein erneuter Rückschritt. 

Demnächst würden sich die städtischen Gremien, die sich nach der Osterpause neu konstituieren, mit dem Stadtmarketing-Konzept befassen. Der Entwurf habe noch überarbeitet werden müssen, um die Entwicklung der Pandemie zu berücksichtigen. 

Der Bürgermeister blickte auch weiter voraus, denn die Verwaltung arbeite nicht nur an Corona-Themen. So habe jüngst eine Videokonferenz zur Erstellung des Mobilitätskonzepts für die Stadt mit Blick auf die Bürgerbeteiligung stattgefunden. Umfangreich auszuarbeiten sei der Antrag auf die Förderung eines Klimaschutzmanagers im Rahmen des Klimaschutzkonzepts. Ferner wird ein Förderantrag zum Bau der Kunstrasenanlage ausgearbeitet, nachdem das entsprechende Investitions-Programm von Bund und Land zur Verfügung steht. Und auch ein Förderprogramm zur Verbesserung der Radwege liegt vor, von dem Butzbach profitieren möchte. 

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