Hoffnung auf Freiluft-Veranstaltungen

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Hoffnung auf Freiluft-Veranstaltungen

Wegen Pandemie Kultursommer-Start in Butzbach fraglich / Feier „700 Jahre Stadtrechte“ erst nächstes Jahr

BUTZBACH (thg). Derzeit ist wegen der Pandemie noch nicht absehbar, wann welche Veranstaltungen wieder stattfinden können. Das betrifft auch die Planungen in Butzbach. Wie Bürgermeister Michael Merle sagte, möchte die Stadt eine Neuauflage des Kultursommers des vergangenen Jahres starten. Feiern zum Jubiläum 700 Jahre Stadtrechte werden voraussichtlich in diesem Jahr nicht stattfinden.  

Die Stadt bewirbt sich für Freiluftveranstaltungen um eine Förderung des Landes. Unter dem Motto „Ins Freie“ unterstützt das Wissenschafts- und Kunst-Ministerium „den Aufbau neuer und die Erweiterung bestehender Open-Air-Veranstaltungsformate sowie pandemie-kompatibler Pop-Up-Spielstätten“, so die Beschreibung des Ministeriums. 

Das Programm ist von dem Gedanken geleitet, in diesem Pandemiejahr zusätzliche Kulturveranstaltungen im Freien zu ermöglichen. „Damit bekommen Künstler Auftrittsmöglichkeiten, technisches Personal und Dienstleister erhalten Aufträge und das Publikum bekommt endlich wieder kulturelle Angebote. Hierfür sind insgesamt zehn Millionen Euro vorgesehen“, teilt das Land mit. Im Gegensatz zum Kulturbetrieb in Innenräumen, etwa in Theatern, Kinos und Konzertsälen, könnten Freilichtveranstaltungen „im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit unter Einhaltung der Hygieneregeln stattfinden“.

In diesem Jahr besitzt Butzbach 700 Jahre die Stadtrechte. Größere Veranstaltungsplanungen waren schon im vergangenen Jahren wegen der Pandemie schwierig. Das Jubiläum könne auch im nächsten Jahr noch gefeiert werden, sagte der Bürgermeister. Beispielsweise entsende das Land derzeit keine Vertreter zu Festveranstaltungen. Die Stadtgeschichte digital verfügbar zu machen, ist ein Projekt des Stadtarchivars Sebastian Grois. Bereits zahlreiche Dokumente wurden digitalisiert, damit sie im Lauf des Jahres online für alle Interessierten verfügbar werden. Darunter sind die Stadtrechnungen vom 14. bis ins 19. Jahrhundert, Zeitungen der Revolutionszeit 1848 und der Wetterauer Bote als Vorläufer der BZ ab 1856. Über die notwendige Software seien noch die Verträge zu unterzeichnen. 

Ausgeschrieben war auch die Stelle des Museumsleiters in der Nachfolge von Dr. Dieter Wolf. Das Auswahlverfahren ist derzeit noch nicht abgeschlossen. 

Die Musikschule Butzbach als Teil des örtlichen Kulturbetriebs soll neue Räume im früheren Butzbacher Arbeitsamt erhalten. Im Herbst muss die Musikschule spätestens das Ostbahnhof-Gebäude verlassen. Weil die Herrichtung des Gebäudes in der August-Storch-Straße unter anderem mit dem Entwicklungskonzept für die Innenstadt zusammenhängt, ist in diesem Jahr noch nicht mit einem Umzug zu rechnen. Derzeit werde an einer Übergangslösung für die Bildungseinrichtung gearbeitet. 

 

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