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Hoffnung auf vollständige Heilung

Foto: rieger

KRANKHEIT – Einjähriger Lenny Mank aus Espa erfolgreich operiert / Hilfe für seinen Bruder Louis läuft

Espa (ikr). Das Schicksal der Familie Mank aus Espa hat viele Menschen berührt: Beim bald dreijährigen Louis wurde wenige Monate nach seiner Geburt das FoxG1 Syndrom, eine schwere, unheilbare Genmutation, festgestellt. Er wird nie laufen, sprechen, krabbeln oder alleine sitzen können. Beim einjährigen Lenny wurde im Alter von drei Monaten Epilepsie diagnostiziert, verursacht durch einen Hirntumor. Das war ein zusätzlicher Schock für das junge sympathische Paar. Im Februar wurde Lenny nun operiert, in der Hoffnung auf Heilung. Wie geht es dem Kleinen nach der OP? Seine Eltern Stefanie und Christopher, für die seit der Geburt ihrer Kinder ein aufreibendes Leben im Ausnahmezustand ganz normaler Alltag geworden ist, berichten:

„Die Operation war am Valentinstag, 14. Februar. Mittlerweile geht es uns auch wieder gut, aber wir haben wieder einmal Höhen und Tiefen durchleben müssen“, erinnert sich Christopher Mank. „Die positive Nachricht zuerst: Der Tumor konnte komplett entfernt werden und er war auch nicht bösartig“, erzählt Lennys Mama. Nach dem Eingriff gab es aber einen großen Schock für die Familie, denn Lenny war nach der OP halbseitig gelähmt. „Das kam durch eine Durchblutungsstörung im Kopf, wie nach einem Schlaganfall“, erklärt Christopher Mank und sagt: „Diese Situation war für uns wieder einmal grenzwertig.“ 

Dann ging es für die ganze Familie in die Reha, wo beide Kinder behandelt wurden. Langsam ging es aufwärts: „Die Reha hat beiden Kindern sehr gut getan und Lenny kann jetzt auch wieder alles bewegen.“ Auf die Frage, ob für den kleinen fröhlichen Sonnenschein der Familie vollständige Heilung möglich ist, sagt sein Vater: „Die Ärzte und wir haben gute Hoffnung, dass Lenny vollständig gesund werden kann, wir sind jetzt sehr positiv, dass wir alles in den Griff kriegen!“ Momentan bekommt der Junge, der in der Reha seinen ersten Geburtstag feierte, noch Medikamente, die sollen aber mit der Zeit immer weiter reduziert werden. 

Und noch etwas ist auf  einem guten Weg: Die Delphintherapie für Louis, seine Eltern, Lenny und die beiden Töchter von Christopher Mank aus erster Ehe, ist für Januar 2019 inzwischen fest gebucht. Dafür war extra ein Spendenkonto beim Verein dolphin-aid eingerichtet worden (die BZ berichtete). „Wir möchten uns an dieser Stelle von Herzen für die hohe Spendenbereitschaft bedanken, es ist der Wahnsinn“, betonen Stefanie und Christopher Mank. Neben den direkten Spenden gab es unter anderem auch eine Bändchenaktion unter dem Motto „Ich helfe Louis“.  

Und es geht immer noch weiter: Am 28. April beispielsweise wird in der Justizvollzugsanstalt Rockenberg, wo Christopher Mank arbeitet, zu Gunsten von Louis ein Bubblesoccerturnier mit verschiedenen Gefängnismannschaften, Fußball- und anderen Vereinen stattfinden. „Hier gilt mein Riesendank schon jetzt meinen Kollegen für dieses Mega-Event“, zeigt sich der Justizvollzugsbeamte überwältigt. Das Turnier kann jedoch nur von angemeldeten Gästen besucht werden. Das Ostheimer Weiberfastnachtskomitee hatte in seiner Sitzung um Spenden gebeten.

Das Spendenkonto von dolphin-aid bei der Stadtsparkasse Düsseldorf hat die IBAN DE 52300501100020 002424. Als Verwendungszweck sollte Louis Mank angegeben werden. Weitere Infos über Louis gibt es bei Facebook unter Louis’ Weg mit dem FoxG1 Syndrom.

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