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Holzverkauf gemeinsam mit Taunusorten

FORSTWIRTSCHAFT –  Butzbacher Ausschüsse beraten heute über Beitritt zu Gesellschaft zur Vermarktung

BUTZBACH (thg). Heute tagen der Haupt- und Finanz-, der Bau- und der Umweltausschuss gemeinsam ab 20.00 Uhr in der Hausberghalle Hoch-Weisel. Auf dem Programm stehen Fragen der Baulandentwicklung, das Leitbild der Stadt Butzbach, Wald-Belange wie der Beitritt zur Holzagentur Taunus und die Borkenkäfer-Problematik, ferner unter anderem die Fortführung der Behörden-Telefonnummer 115 und der Beteiligungsbericht des Konzerns Stadt Butzbach. 

Dass der Borkenkäferbefall im trockenen Sommer negativen Einfluss auf den Preis hat, ist bereits bekannt geworden. Zu viel Holz kommt auf den Markt. Über die Änderungen der Vermarktung informierte der Weilroder Forstamtsleiter Bernd Müller im Sommer. Nun legt der Butzbacher Magistrat den Vorschlag vor, dass sich die Stadt an der Verkaufsorganisation „Holzagentur Taunus“ beteiligt. Die Gesellschaftereinlage beträgt 1500 Euro. 22 Kommunen sind daran beteiligt, darunter Fried-berg, Eschborn und Bad Homburg. 

Dass Hessen Forst die Vermarktung für Kommunen nicht mehr übernehmen darf, hat kartellrechtliche Gründe. Seit Oktober 2017 wurde im Landesforstausschuss das Thema bearbeitet. Die Agentur wird vom Land finanziell gefördert, 300 000 Euro verteilen sich auf drei Jahre. Ein Gesellschaftsvertrag wird den Stadtverordneten vorgelegt. Die interessierten Kommunen verfügen zusammen über 21 000 Hektar Wald, die Verkaufsmenge beträgt etwa 120 000 Festmeter. 

Abgesehen von den Landesmitteln zur Anschubfinanzierung soll sich die Gesellschaft aus den Einnahmen des tatsächlichen Holzverkaufs finanzieren. Derzeit sind es laut Beschlussvorlage des Magistrats 2,50 Euro pro Festmeter. Dies entspreche dem entsprechenden Richtsatz der Beförsterungskosten von Hessen Forst. Die Erlöse aus dem Verkauf gingen an die Kommunen, die GmbH verfolge „keine direkte Gewinnabsicht“. 

Auch in der Butzbacher Nachbarschaft ist die Holzvermarktung Thema. Der Waldsolmser Bürgermeister Bernd Heine hatte den Gemeindevertretern vor Weihnachten angekündigt, den Verkauf zunächst privat zu vergeben. Bürgermeister Horst Röhrig nannte für das Langgönser Holz die Lösung, bis Ende September 2020 mit der fürstlichen Forstverwaltung in Braunfels zusammenzuarbeiten. Danach könne sich die Gemeinde auch einer anderen Vermarktungsorganisation anschließen, etwa jene im Taunus.

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