Hunderte von Menschen feierten die Wohnbacher Waldweihnacht

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Hunderte von Menschen feierten die Wohnbacher Waldweihnacht

Durch Jagdpächterwechsel ist traditionelle Veranstaltung gefährdet

Wohnbach (sto). „Vor 30 Jahren haben wir mit der Wohnbacher Waldweihnacht begonnen. Bestand der Kreis zunächst aus 15 bis maximal 20 Personen, hauptsächlich aus der Jägerschaft, so wuchs die Zahl der Gottesdienstbesucher am Wohnbacher Waldhaus schnell, als wir den  Gottesdienst für jedermann erweiterten“, blickte Norbert Körber von den Pächtern der Wohnbacher Waldjäger am Vormittag des Heiligen Abends inmitten  der Natur zurück. In diesem Jahr mögen es erneut 500 bis 600 Besucher  gewesen sein. Dennoch war es dieses Mal anders als in den Jahren zuvor. Aufgrund eines Wechsels der Jagdpächter steht momentan ein Fragezeichen  dahinter, ob diese liebgewordene Tradition zu Beginn der Festtage auch 2018  fortgesetzt wird.

Der am Samstag die Predigt haltende evangelische Pfarrer von Münzenberg und Trais, Uwe Wagner-Schwalbe sprach die Hoffnung aus, die Gemeinde Wölfersheim als Waldeigentümer möge in den Pachtvertrag mit den auswärtigen  Pächtern den Zusatz einbringen, die Wohnbacher Waldweihnacht müsse fortgesetzt werden. Schließlich sei es eine einmalige Veranstaltung in der  Region und der Blick auf die alljährlichen Besucher lasse keinen anderen Entschluss zu. Unter den diesjährigen Besuchern befanden sich unter anderem Landrat Joachim Arnold sowie Münzenbergs Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer.

Zur besonderen Atmosphäre am Wohnbacher Waldhaus gehört nicht nur ein wärmendes Lagerfeuer sowie Glühwein, Punch und Würste, sondern auch, dass nicht nur zweibeinigen Besuchern die Botschaft der Geburt Jesus vermittelt wird. Auch Pferde und Hunde gehören zum alljährlichen Bild auf den Waldwegen zum Altar unter Bäumen.

Pfarrer Wagner-Schwalbe betonte, hier in der freien Natur könne man sich besser in die Zeit und Gegebenheit der Geburt Christi in einem Stall und mit den Hirten vom Feld als erste Besucher von Jesus hineinversetzen, wie es das Lukas-Evangelium der Nachwelt vermittelt hat. Die Geburt Jesu hätten die Menschen in Bethlehem damals als die Erlösung des Menschen gesehen. Und dies sollten man heute ebenso als Chance für alle Menschen verstehen. In der späteren Fürbitte ging Wagner-Schwalbes katholischer Amtsbruder Wolfgang Kaiser von den Kirchengemeinden Wölfersheim und Echzell speziell auf die durch Kriege geschundenen Regionen Ukraine, Syrien, Irak, Pakistan  sowie die Krise in Korea ein.

Zur festen Größe der Wohnbacher Waldweihnacht gehören seit vielen Jahren auch die Bläser des Musikvereins Dorn-Assenheim. Mit ihren Klängen zu den Liedern „Ihr Kinderlein kommet“, „Vom Himmel hoch da komm ich her“, „Es ist  ein Ros entsprungen“ und „O du fröhliche, o du seelige“ sorgten sie zusätzlich für einen stimmungsvollen Start in die Heilige Nacht und die sich anschließenden Weihnachtsfeiertage.

Die letztjährige Kollekte in Höhe von 1220 Euro kommt dem Hospiz Gießen,  Haus Samaria, zugute. Die diesjährige der 30. Waldweihnacht geht an das Bonifatius-Werk zur Förderung sozial benachteiligter Kinder in Mecklenburg-Vorpommern und deren aktiven Begleitung in die Selbstständigkeit, erläuterte Pfarrer Wolfgang Kaiser.

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