Immer wieder verheddern sich Tiere in alten Weidezäunen

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Immer wieder verheddern sich Tiere in alten Weidezäunen

Opfer Jägervereinigung ruft zum Abbau nicht genutzter Zäune auf

BUTZBACH (jw). Erneut erinnert die Jägervereinigung Butzbach an den Abbau nicht genutzter Weidezäune. Mehrere aktuelle Vorfälle machen diesen Aufruf aus Gründen des Tierschutzes erforderlich. Jüngst hat sich eine kleine Münsterländerhündin während des jagdlichen Einsatzes in einen wohl seit Jahren nicht abgebauten Weidezaun verheddert.

Für die Hündin gab es kein Vor und Zurück mehr. Sie konnte aufgrund des, in die Schutzweste eingelegten, GPS-Senders geortet und freigeschnitten werden. Wahrscheinlich haben sich in diesem Zaun auch in der Vergangenheit Wildtiere verfangen und sind jämmerlich eingegangen. Fuchs, Waschbär und Co. entsorgen diese in der Regel, bevor sie von Menschen registriert werden.

Im Jagdrevier Maibach wurde ein Hirschgeweih mit mehreren Metern Seil umwunden aufgefunden. Da in der Nähe Teile eines Hirschskelettes lagen, liegt die Vermutung nah, dass sich der Vierzehnender ebenfalls verheddert hatte.

Aktuell ist in mehreren Revieren der Jägervereinigung Butzbach ein circa dreijähriger Hirsch bekannt, um dessen Geweih sich eindeutig Litzen eines Weidezaunes geschlungen haben.  Da diese nicht herabhängen, wird von einem Abschuss Abstand genommen in der Hoffnung, dass sich das stolze Tier nicht im Geäst eines Baumes verfängt. Der Abwurf des Geweihes wird dann im Februar erfolgen.

Die Jägervereinigung weist darauf hin, dass das Sammeln und Mitnehmen der Geweihe den Waldbesuchern nicht erlaubt ist. Wer unbefugt Abwurfstangen mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.

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