Impfzentrum in Büdingen öffnet am kommenden Dienstag, 9. Februar

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Impfzentrum in Büdingen öffnet am kommenden Dienstag, 9. Februar

Impfzentrum in Büdingen GIESSEN. Sorgfalt und Hygiene sind ganz wichtig: Zu den Schulungen für die Test-Teams für die Pflegeheime gehört als Praxis-Übung auch das gegenseitige Abstreichen. Foto: Landkreis Gießen

WETTERAUKREIS. Ein Impfteam bereitet sich in einer Pflegeeinrichtung auf die Impfungen vor.

WETTERAUKREIS (pdw). Am Dienstag, 9. Februar, wird das Impfzen-trum in Büdingen eröffnet. Zum Start wird es aber nur einen reduzierten Betrieb geben. „Wir müssen vorerst mit knappen Impfdosen rechnen, so dass statt der möglichen 1000 Impfungen pro Tag im Impfzentrum nur rund 130 Impfungen stattfinden können“, berichtet Landrat Jan Weckler. 

Die Impfstoffzuweisungen für den Wetteraukreis für die Zeit vom 8. bis zum 28. Februar belaufen sich auf insgesamt 6070 Impfdosen, davon 2200 Dosen des amerikanischen Herstellers Moderna. Vorrangig sollen nach wie vor Menschen in Altenpflegeeinrichtungen geimpft werden sowie Beschäftigte und Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern. Für diesen Personenkreis sind knapp 3400 Impfdosen reserviert. Für die Impfzentren werden insgesamt 2718 Impfdosen geliefert.

„Wir würden gern mehr verimpfen. Die Unternehmen können aber derzeit nicht mehr liefern“, bedauert Landrat Weckler.

Die Diskussion über den schleppenden Impfstart kann Weckler gut verstehen. Die Erwartungen zur Verfügbarkeit von Impfstoff seien am Anfang hoch gewesen und hätten sich nun nicht so erfüllt. Bei neutraler Betrachtung seien die Lieferprobleme aber nachvollziehbar. Die Produktion eines solchen Impfstoffes sei außerordentlich schwierig und man könne sie nicht ohne weiteres auf andere Produktionsstätten verlagern. “Unter den gegebenen Bedingungen und der Tatsache, dass der Impfstoff in so kurzer Zeit entwickelt und zur Marktreife gebracht wurde, ist das schon eine große Leistung von Wissenschaft und Pharmaindustrie, auch wenn die Menschen nach dem langen Lockdown nachvollziehbar ungeduldig werden“, so der Landrat. 

Im Wetteraukreis sind aktuell rund 7000 Impfdosen verimpft, vor allem durch die sechs mobilen Impfteams, die aktuell Menschen in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in den Kliniken impfen. 

Fast 5000 Termine vergeben

Impftermine können für Personen, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehören, überwiegend Seniorinnen und Senioren über 80 Jahre, nach wie vor telefonisch oder online zentral vereinbart werden. Der Wetteraukreis hat keinen Einfluss auf die Vergabe von Impfterminen. Impftermine gibt es per Telefon unter der bundesweiten Rufnummer 116117 oder im Internet unter https://impfterminservice.hessen.de/

Stand heute sind für das Impfzentrum Büdingen 4850 Impftermine vergeben bis Ende Mai sollen 13 650 Termine für die Erst- und Zweit-
impfung vergeben werden. 

Busverkehr zum Impfzentrum

Zum Start des Impfzentrums wird ein Pendel-Busverkehr zwischen dem Bahnhof Büdingen und dem Impfzentrum in der Industriestraße eingerichtet. Die An- und Abfahrtszeiten orientieren sich am Fahrplan der Deutschen Bahn für die Strecke zwischen Gelnhausen und Gießen über Büdingen. Die erste Fahrt startet um 8.35 Uhr und dann alle 60 Minuten (also 9.35 Uhr, 10.35 Uhr usw.) bis um 17.35 Uhr. Die Fahrt dauert acht Minuten. Die Rückfahrten beginnen um 9.12 Uhr und dann wiederum alle 60 Minuten bis um 18.12 Uhr, entsprechend der Öffnungszeiten des Impfzentrums.

Termine bestimmen die Reihenfolge

Solange der Impfstoff nur in einem begrenzten Maße zur Verfügung steht, sind auch die Öffnungszeiten des Impfzentrums begrenzt. Das Impfzentrum öffnet an allen sieben Tagen der Woche um 9.00 Uhr (Einlass) die erste Impfung ist für 9.30 Uhr terminiert. Der letzte Impftermin wird für 17.30 Uhr vergeben, um 18.00 Uhr schließt das Impfzentrum. 

Die Einsteuerung in die Impfstraßen geschieht ausschließlich nach den vereinbarten Terminen und nicht, wann wer am Impfzentrum eintrifft. „Wir wollen damit verhindern, dass Menschen lange vor ihrem Termin am Impfzentrum in der Hoffnung eintreffen, schneller die Impfung zu erhalten“, sagt Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs. 

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