In Langgöns gibt es Probleme mit der Deutschen Glasfaser

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In Langgöns gibt es Probleme mit der Deutschen Glasfaser

LANGGÖNS. In Langgöns gibt es Probleme mit der Deutschen Glasfaser. Sie will außenliegende Anwesen trotz gültiger Vorverträge aus Kostengründen nicht ans Netz bringen. Das Foto entstand bei Verlegungsarbeiten in einem Seitental des Kleebachs zwischen Cleeberg und Espa.

Sie will außenliegende Anwesen trotz gültiger Vorverträge aus Kostengründen nicht anschließen

LANGGÖNS (ikr). Einstimmig wurde in der jüngsten Sitzung des Langgönser Gemeindeparlaments einem Antrag der CDU zugestimmt, nach dem der Gemeindevorstand mit der Deutschen Glasfaser Verhandlungen aufnehmen soll mit dem Ziel, dass alle Anwesen außerhalb der Ortslagen mit einem bestätigten Glasfaservertrag im Zuge der aktuellen Ausbaumaßnahmen an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Dabei wird der Gemeindevorstand ermächtigt, die jeweiligen Wirtschaftlichkeitslücken mit der Deutschen Glasfaser zu verhandeln und über etwaige Finanzierungsübernahmen zu entscheiden. 

Hintergrund ist, dass im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen die Deutsche Glasfaser einige Bürger mit bestätigten Anschlussverträgen informiert hat, dass der geplante Anschluss an das Glasfasernetz doch nicht erfolgen könne. Die Absage wird mit der Lage des jeweiligen Gebäudes außerhalb der Ortslage und den damit verbundenen zusätzlichen Investitionskosten begründet. Dabei würden diese Anwesen oftmals in Reichweite der Kabeltrassen der deutschen Glasfaser liegen. 

„Im Interesse der Gleichbehandlung und des Vertrauensschutzes sollte die Gemeinde hier eine zeitnahe Anbindung an das Glasfasernetz ermöglichen. Ein späterer Anschluss über die Breitband GmbH wäre nur zu deutlich höheren Kosten möglich“, heißt es in dem Antrag. 

Jürgen Knorz (CDU) informierte, dass der Gemeindevorstand beim Landkreis Gießen zu der geplanten Vereinbarung eine rechtliche Prüfung anfordern will. Ahmet Karadag (SPD) betonte ausdrücklich: „Wir sind mit diesem Antrag und auch der rechtlichen Prüfung komplett konform.“ Hans Dern (Grüne), der in der Vergangenheit immer wieder vehement gegen einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser appelliert hatte, sah sich in seiner Einschätzung bestätigt: „Die machen, was sie wollen, die sind nicht einmal verpflichtet, etwas zu reparieren, es ist chancenlos, aber wir haben es uns selbst zuzuschreiben, ich habe es gesagt, keiner wollte es hören!“

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