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Interesse an Kartenspielen nimmt zu

BUTZBACH. Das Foto zeigt einen Teil der „Akteure“, die sich immer wieder zum Spielkreis der Nachbarschaftshilfe Butzbach treffen. Foto: be

NACHBARSCHAFTSHILFE – Spielkreis-Angebot im Butzbacher Bürgerhaus besteht seit 14 Jahren

BUTZBACH (be). „Mir hat das von Anfang an gut gefallen und ich komme auch heute noch sehr gern“, sagt Winfried Rabenau, der zu den „Gründungsmitgliedern“ des Spielkreises der Butzbacher Nachbarschaftshilfe gehört. Immerhin 14 Jahre ist es jetzt her, dass diese Einrichtung im Herbst 2005 aus der Taufe gehoben wurde. 

Die Entstehung des Spielkreises war eher zufälliger Natur. „Ich habe damals im Büro-Team mitgearbeitet, und die Vorsitzende Gisela Bastke hat mich gefragt, ob ich nicht eine Idee für ein weiteres Angebot der Nachbarschaftshilfe Butzbach hätte. Da ist dann die Sache mit dem Spielkreis geboren worden“, sagt Rosi Müller, bei der bis zum heutigen Tag die Fäden zusammenlaufen. 

Dass die Einrichtung so lange Bestand haben würde, überrascht sie heute noch. „Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man sich in erster Linie über die eigenen Krankheiten austauscht und das Ganze dann irgendwann wieder im Sand verläuft“, freut sich die Spielkreis-Chefin einerseits über die Langlebigkeit und auch, dass Krankheitsgeschichten bei den Treffen eher außen vor bleiben.  

Das Spielen steht im Mittelpunkt. Lediglich der Einstieg in den Spiele-Nachmittag mit einer Kaffeetafel, die ebenfalls von Müller gemanagt wird, ist „erlaubt“. Aber auch da können es einige schon gar nicht abwarten, die Karten während des Kaffeetrinkens in die Hand zu nehmen und dem Hauptzweck des Zusammentreffens zu frönen. 

Über die Jahre haben sich teilweise „feste Gemeinschaften“ an den einzelnen Spieltischen gebildet, die sich zu Rommee, Skat, Doppelkopf oder Rummy Cup treffen. Einige schreiben auf, andere spielen einfach zur Unterhaltung. „Manchmal geht es auch ganz schön verbissen zu“, sagt Müller, die dann als „Schiedsrichterin“ gefragt ist. „Wichtig ist, dass an jedem Tisch klare Regeln gelten, nach denen gespielt wird und die dann auch von allen akzeptiert sind“, will Müller erst gar keinen Unfrieden aufkommen lassen.  

Wie wichtig für einige der Spiele-Nachmittag inzwischen ist, lässt sich auch daran ablesen, dass sie schon von „leichten Entzugserscheinungen“ sprechen, wenn jedes Jahr wieder die lange Sommerpause bevorsteht. Deshalb verabredet man sich auch schon einmal jenseits der offiziellen Zeiten für das gemeinsame Spielen. „Da haben sich als kleiner Nebeneffekt auch freundschaftliche Bande ergeben“, freut sich Müller, die den Zusammenhalt der Gruppe auch über eine jährliche gemeinsame Weihnachtsfeier im Butzbacher Bürgerhaus festigt. 

14-tägig begrüßt sie im Butzbacher Bürgerhaus (meist montags oder manchmal dienstags immer zwischen 14.30 und 17.00 Uhr) immerhin durchschnittlich 25 Teilnehmer. „Wir nehmen auch gern neue Spieler in unseren Kreis mit auf, wobei bei Bedarf auch neue Spiele mitgebracht werden können“, ist die Spielkreis-Leiterin auch offen für eine Erweiterung des Spielangebots, nachdem vor allem die Kartenspiele in letzter Zeit stark nachgefragt sind.  

Die Teilnahme am Spielkreis ist ganz einfach, bereits ein Anruf bei Müller (Tel. 06033/64322) genügt. „Danach mal zuschauen und dann entscheiden, ob man mitspielen will“, freut sich die Spielkreis-Leiterin immer über neue Gesichter in ihrer Gruppe.

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