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Internationaler Jugendaustausch der Organisation AFS startet wieder

CLEEBERG. Die internationale Austauschorganisation AFS veranstaltete in Cleeberg Kurse für junge Leute, die ins Ausland gehen möchten. Foto: wiß

Vorbereitungsseminare für Schüler in Cleeberg / Familien als Gastgeber für Teilnehmer aus Ausland gesucht

CLEEBERG (wiß). Große Freude bei der heimischen Komitee-Vorsitzenden und Regionalbetreuerin der Internationalen Austauschorganisation AFS, Uta Neumann (Linden), die zu zwei Vorbereitungsseminaren im Gemeindehaus Cleeberg 16 Jugendliche begrüßen konnte, die nach den Sommerferien in ferne Länder aufbrechen. Corona hatte in den letzten beiden Jahren die seit über 60 Jahren bestehenden internationalen Jugendbegegnungen fast zum Erliegen gebracht. Zuvor waren bis 2019 mit der gemeinnützigen Jugendaustauschorganisation AFS Interkulturelle Begegnungen jährlich mehr als 700 Schüler aus rund 50 Ländern nach Deutschland gekommen. 

AFS als weltweit auf ehrenamtlicher Basis wirkende Schüleraustauschorganisation ermöglichte alljährlich über 10 000 Jugendlichen ein Jahr im Ausland. Mehr als 10 000 Gastfamilien öffneten jedes Jahr ihr Haus für einen AFS-Schüler. Und an diese Begegnungen möchte AFS schnell auch wieder anknüpfen und Jugendlichen die Zeit ermöglichen ein fremdes Land und seine Kulturen kennenzulernen. 

Während bereits feststeht, wohin die Teilnehmer der sich über zwei Wochenenden erstreckenden Vorbereitungsseminaren für ein Jahr gehen werden steht dagegen noch nicht fest, wie viele Gastschüler hierher kommen. „Gasteltern verzweifelt gesucht“ lautet einmal mehr der Aufruf von Neumann, denn wenn die Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren nach Gießen und Umgebung kommen, dann sollen sie einmal mehr in Gastfamilien untergebracht und dort das Familienleben in Deutschland kennenlernen. Ein einführender Sprachkurs wird ebenfalls geboten und zudem steht Neumann den Gastfamilien mit Rat und Tat zur Seite. 

„Jede Familie kann Gastfamilie werden, auch Alleinerziehende oder kinderlose Paare. Voraussetzung sind Aufgeschlossenheit und das Interesse an einem jungen Menschen aus einer anderen Kultur. Ideal ist es für Eltern, deren Kind vielleicht im kommenden Jahr oder auch später einen Auslandsaufenthalt plant“, betont Neumann. Denn auch bereits für 2023 werden Schüler gesucht, die für ein Jahr ins Ausland gehen möchten. „Ich bin froh, dass damit das Austauschprogramm wieder seinen gewohnten Gang nimmt und junge Menschen so fremde Länder und Kulturen kennenlernen können.“ 

Für Schüler die im nächsten Jahr ins Ausland gehen möchten ist im Oktober Bewerbungsschluss. Interessenen können sich mit Uta Neumann unter Tel. 06403/7766858 in Verbindung setzen. Von den Seminarteilnehmern starten etwa nach den Sommerferien die Gießener Helen Hiestermann nach Chile, Ann Catarina Kersting nach Lettland, Fiinja Klein nach Irland, Lilly Richter nach Chile und Anna Stahlberg nach Kanada. Andere Ziele sind Großbritannien, USA, Frankreich, Finnland, Costa Rica, Irland und Spanien.  

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