Jäger schützen Rebhühner und bitten, Hunde an der Leine zu führen

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Jäger schützen Rebhühner und bitten, Hunde an der Leine zu führen

Jagdpächter arbeiten mit Landwirten zusammen / Rebhuhn-Hegering erreicht positiven Trend im Bestand

HOCH-WEISEL (pm). Auch im Hoch-Weisler Feld sorgen sich die Jagdpächter um den Erhalt der Rebhühner, nicht um sie zu bejagen, sondern um den Bestand zu erhalten und zu verbessern. Wer schon mal eine Kette Rebhühner hat abstreichen sehen – so nennt man es in der Jägersprache, wenn eine Rebhuhnfamilie auffliegt und kurze Zeit darauf wieder in der Gruppe landet – weiß, welch ein schöner Anblick das ist, schwärmen die Jäger in einer Pressemitteilung. 

In den 80er Jahren wurden im Butzbacher Raum jährlich mehrere hundert Rebhühner erlegt. Heute leben sie versteckt in den wenigen vorhandenen Rückzugsmöglichkeiten. Zur Bestandsermittlung werden Ende Februar mit einer Klangatrappe die Rebhühner erfasst, dabei wird der Ruf des Rebhuhns vom Smartphone abgespielt. Da diese territorial leben, antworten die vorkommenden Rebhähne auf den Ruf um den vermeintlichen Eindringling zu warnen. 

Bereits seit einigen Jahren werden in Hoch-Weisel unter anderem mit Unterstützung der örtlichen Landwirte Blühflächen als natürliche Rückzugsmöglichkeit angelegt. Sie kommen auch vielen Insekten zu gute. Im Herbst und Winter werden seit einiger Zeit mehrere Fütterungsstellen befüllt, damit die vorhandenen Paare gut durch den Winter kommen. Diese Maßnahmen können die natürlichen Futtermöglichkeiten nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Da die Hühner bei der Aufzucht ihrer Küken auf Insekten angewiesen sind, soll in diesem Jahr eine zusätzliche Blühfläche angelegt, werden. Ferner wurden in einer Baumschule verschiedene Heckenpflanzen bestellt, die als ganzjähriger Schutz für Rebhüher und Feldhasen gepflanzt werden sollen. 

„Wichtig ist neben einer ausreichenden Deckung, dass die Paare während der Brut möglichst ungestört bleiben, daher ist es wichtig, im Feld die Wege nicht zu verlassen und Hunde anzuleinen. Schon eine kleine Störung kann dazu führen, dass die Hühner auffliegen und die Gelege auskühlen und dadurch zerstört werden“, mahnen die Jäger. 

Rebhühner verspeisen eine Vielzahl von „Schädlingen“, so berichtete ein Landwirt, dass nach dem einfallen einer Kette Rebhühner sein „Problem mit den Kartoffelkäfern“ gelöst wurde, ohne dass er zur Spritze greifen musste. Durch das Engagement der Jäger und des Rebhuhn- Hergerings, erholte sich der Bestand in den letzten Jahren in der Wetterau deutlich, es bleibt zu hoffen, dass sich dieser positive Trend vorgesetzt.

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