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Jahrzehntelang ehrenamtlich aktiv

BUTZBACH. Bürgermeister Michael Merle (v.l.) überreichte die Ehrungsurkunden an Fritz Geretschläger, Walter Fehr und Alfred Zitzwarek, denen auch Stadtverordnetenvorsteher Dr. Matthias Görlach gratulierte. Text + Foto: thg

Landesehrenbrief für Walter Fehr und Alfred Zitzwarek / Fritz Geretschläger ist Ehrenortsvorsteher

BUTZBACH (thg). Zwei Landesehrenbriefe und ein Ehrentitel der Stadt wurden am Dienstag in der Sitzung der Butzbacher Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus Butzbach überreicht. Bürgermeister Michael Merle zeichnete Walter Fehr, Alfred Zitzwarek und Fritz Geretschläger aus. Es war die erste Ehrung seit Beginn der Corona-Pandemie, Fehr hätte schon im März ausgezeichnet werden sollen. 

Seit vielen Jahren ist Fehr, Jahrgang 1956, ehrenamtlich engagiert. Seit 1990 war er bis 2013 Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Grüne Insel (Aggi) Fauerbach. Seit 2006 ist er im dortigen Ortsbeirat aktiv, seit 2011 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Stellvertretender Vorsitzender war er fünf Jahre lang bei der Aggi und bekleidet dieses Amt nun im Verein Leben im Philipps-eck. Merle bezeichnete ihn als einen der Motoren in Fauerbach für den Neubau des Dorfzentrums am Sportplatz im Rahmen der Dorferneuerung. Seit 2018 lenke er auch die Geschicke des Feuerwehrvereins. Er erhielt den Landesehrenbrief. 

Auch Zitzwarek ist nun Träger des Landesehrenbriefs. Sein ehrenamtliches Engagement begann im Jahr 1976, kürzlich feierte er 70. Geburtstag. Zunächst war er Kassierer im SV Nieder-Weisel, ab 1976 gehörte er bis 2006 dem Ortsbeirat an, in der letzten Amtsperiode als stellvertretender Ortsvorsteher. Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins H83 Nieder-Weisel war er ab 1998 zehn Jahre lang und übernahm dann das Amt des Kassierers. Die Tradition der Kleintierzucht liege ihm am Herzen, „und gerade in der ländlich geprägten Wetterau stelle die Kleintierzucht immer noch ein gutes Stück Tradition und Heimat dar“, so Merle. 

Auch im Taubenzuchtverein SV Coburger Lerchen ist Zitzwarek Kassierer, und das seit 1991. Weitere Ehrenämter übernahm er im Aufsichtsrat der Weiseler Volksbank von 1996 bis 2009, als Kassierer im SPD-Ortsverband Nieder-Weisel, als Kirchenführer der Johanniter in der Komturkirche Nieder-Weisel und als Ortsvorsteher des Orts Leipertitz im Sudetenland in Südmähren, des Heimatorts seiner Eltern. Zudem ist er Herausgeber von halbjährlich erscheinenden Heimatbüchern über den Ort, die inzwischen mehr als 1000 Seiten umfassen. 

Geretschläger erhielt den Titel Ehrenortsvorsteher. Bevor er im Februar wegen einer Erkrankung sein Amt aufgeben musste, war Geretschläger 43 Jahre lang Mitglied im Ortsbeirat Hoch-Weisel. 21 Jahre davon war er Ortsvorsteher. Von 2006 bis 2016 war er zudem Stadtverordneter. 

Geretschläger habe eine Vielzahl von Projekten in Hoch-Weisel begleitet, so Merle. Auch so genannte Kleinigkeiten hätten ihn interessiert und er habe sich dafür eingesetzt, dass die Bürger zufrieden sind. Als Ortsbeiratsmitglied sei er Ansprechpartner der Bürger in allen Angelegenheiten gewesen. Mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung habe er stets den sachlichen Gedankenaustausch gesucht und gegenüber dem Magistrat stets eine klare, aber wohlwollende Kommunikation gepflegt. „Er brennt für seinen Stadtteil.“ 

Große Projekte wie die Dorferneuerung oder der Neubau des Kindergartens seien in seine Amtszeiten gefallen. Unter anderem habe ihm die Entwicklung des mittlerweile fertiggestellten Neubaugebiets am Herzen gelegen. Eine weitere Herzensangelegenheit seien ihm die Hausnamen im historischen Ortskern Hoch-Weisel gewesen. 

Geretschläger bedankte sich für die Ehrung und sagte, er habe stets nach bestem Wissen und Gewissen versucht, die Interessen der Bürger zu vertreten. Er bedauerte, dass er wegen einer Erkrankung seine Amtszeit nicht erfüllen konnte. Getroffen habe es ihn, dass er unter anderem wegen der Corona-Pandemie nur wenig Besuch während der Krankheit erhalten habe. 

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