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Jede Woche Fundtiere in Butzbach

BUTZBACH. In jüngster Zeit hat das Tierheim Butzbach viele Fundtiere aufgenommen, wie Tierschutzvereinsvorsitzende Hanne Kolb, hier mit Hündin Rosi, erläuterte. Foto: thg

ZUWACHS – Mehr herrenlose Tiere müssen in Heim untergebracht werden / Tiernotdienst Mittelhessen gebildet

BUTZBACH (thg). Dass herrenlose Tiere gefunden werden, kommt unverhofft und immer wieder vor, auch außerhalb der Öffnungszeiten von Tierheim oder Tierarzt. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Butzbach und Umgebung, Hanne Kolb, macht auf den Tiernotdienst Mittelhessen aufmerksam, der sich um so genannte Fundtiere kümmert. 

„Dieser Notdienst ist ein Zusammenschluss von insgesamt elf Tierarztpraxen aus der Region, die abwechselnd auch am Wochenende erreichbar sind. Damit ist eine Erreichbarkeit rund um die Uhr gewährleistet, und verletzte Tiere können so besser versorgt und behandelt werden“, so die Vereinsvorsitzende. Die für das Tierheim Butzbach zuständige Tierarztpraxis Dr. Görlach/Kramer aus Griedel ist ebenfalls Mitglied des Tiernotdienstes. „Unverletzte Tiere können direkt zu uns ins Tierheim gebracht werden.“ 

Die Notfallnummer des Tierheims lautet 0172/6615359, diese und weitere Kontaktmöglichkeiten sind zu finden auf der Tierheimwebseite www.tierheim-butzbach.de. Sollte ein Fundtier nachts aufgegriffen werden, kann man die zuständige Polizeibehörde informieren oder auf dem Notfallhandy anrufen. „Ist das Tier offensichtlich verletzt, bitte beim Tiernotdienst Mittelhessen anrufen.“

Aber nicht nur um gesunde oder verletzte Tiere geht es: „Totfunde bitte im Tierheim Butzbach vorbei bringen oder melden, damit wir die Tiere abholen können. Wir können dann, sofern vorhanden, den Chip auslesen und so den Besitzern eine quälende Ungewissheit ersparen“, erläutert Kolb.

Die rechtliche Situation ist eindeutig: „Fundtiere müssen gemeldet werden und dürfen nicht einfach behalten werden. Wenn ein rechtmäßiger Besitzer eines gefundenen Tieres nicht ausfindig gemacht werden kann, gilt das Tier als Fundsache“, erklärt die Tierschützerin. Das Heim in Butzbach hat mit der Stadt Butzbach einen sogenannten Fundtiervertrag abgeschlossen, der die Aufnahme, Versorgung und Pflege solcher Tiere durch das Tierheim umfasst.

Zurzeit kommen sehr viele, das heißt wöchentlich Fundtiere ins Butzbacher Tierheim. „In nur einer Woche im Mai waren es insgesamt elf erwachsene Katzen sowie 17 Welpen, drei Kaninchen sowie trächtige Chinchillas. Zusätzlich noch zwei Fundhunde, die zum Glück ein Zuhause hatten“, schildert Kolb.

Die Kosten dafür sind für das Tierheim, das auf Spenden angewiesen ist, „sehr hoch“: Zunächst müsse das Fundtier in der Quarantänestation untergebracht werden und tierärztlich untersucht werden. „Wird das Tier nicht vermisst und damit nicht abgeholt, muss das Tierheim für Entwurmung, Impfungen, Kastration und möglicherweise auch andere medizinische Behandlungen wie zum Beispiel Verletzungen, Krankheiten, Tests oder ähnliches  die Kosten tragen.“ 

Mit der Verabschiedung des städtischen Haushalts für das laufende Jahr hat die Stadt Butzbach die finanzielle Unterstützung des Tierheims erhöht. Nunmehr sollen statt bisher 50 dann jährlich 75 Cent pro Einwohner gezahlt werden. Es soll auch weiter versucht werden, den Wetteraukreis an der Finanzierung zu beteiligen, hieß es aus der Politik. 

Die aktuellen Notfalldienste der zusammenarbeitenden Tierarztpraxen aus der Region finden sich im Internet auf www.tiernotdienst-mittelhessen.de.

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