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Johanniter erweitern Luftrettungsflotte

GIESSEN. Das Foto zeigt (v.l.) Dr. Alexander Schlier, Notarzt Professor Dr. Simon Little, Geschäftsführer Frank Zabell von der Johanniter Luft-Rettung (JLR), Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Landesvorstand und JLR-Geschäftsführer Oliver Meermann und Professor Dr. Michael Sander vor der H 145 auf der Landeplattform des Luftrettungszentrums Gießen der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Neuer Hubschrauber in Gießen in Dienst genommen / Verlegungsflüge von Patienten von Intensivstationen

GIESSEN (pd). Die Johanniter erweitern mit dem Hubschrauber H 145 ihre Flotte um das modernste Fluggerät, das derzeit in der zivilen Luftrettung eingesetzt wird. Die kleinere, leichtere und leisere Maschine verfügt über ein hochmodernes Autopilot-System und hat statt der bislang üblichen vier Rotorblätter fünf – sie sorgen für eine stabilere und ruhigere Lage in der Luft, was dem Patientenwohl zuträgt. In der Maschine ist modernste Technik verbaut und auch die Innenraumanordnung wurde überarbeitet, letztere ermöglicht dem Notarzt flexibleres Handeln während des Fluges.  

Im Beisein von Dr. Christoph Ullrich, Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Gießen wurde die neue Maschine der Johanniter Luftrettung am Mittwoch als „Christoph Gießen“ in Dienst gestellt. Der Regierungspräsident aktivierte die Maschine durch Einsetzen des Funkchips. 

Mit zunehmender Auslastung der Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern wird der Intensivtransporthubschrauber (ITH) gemeinsam mit dem benachbarten ITH Christoph Mittelhessen Verlegungsflüge intensivpflichtiger Patienten durchführen, aber zugleich gemäß der Beauftragung weiterhin für Rettungseinsätze eingesetzt werden. 

Wenn an Intensivverlegungen besondere Anforderungen gestellt werden, können die Johanniter zwischen ihren Hubschraubern wählen, welcher am sinnvollsten eingesetzt wird. Am Luftrettungszentrum Reichelsheim sind im Wechsel Maschinen vom Typ AS 365 N3 und H 155 von Airbus Helicopters stationiert.

Wenn aufgrund einer Überlastungssituation in einer Region Krankenhäuser keine Intensivpatienten mehr aufnehmen können und regionale Strukturen so ausgelastet sind, dass eine Verlegung von Intensivpatienten in benachbarte Regionen nicht mehr möglich ist, erfolgt eine überörtliche Verlegung von Patienten in weniger belastete Regionen.1 Das Konzept wurde von Bund, Ländern und Intensivmedizinern entwickelt, um Covid-19-Intensivpatienten aus Regionen mit hohem Infektionsgeschehen in Regionen mit freien Kapazitäten verlegen können. 

Ullrich sagte zu dem besonderen System in Hessen: „Mit dem Luftrettungszentrum in Gießen und dem Standort in Reichelsheim haben wir in Mittelhessen die Möglichkeit, auf jede Anforderung ideal zu reagieren – ohne dabei einen anderen Einsatzbereich vernachlässigen zu müssen.“

Die H 145 erreicht eine Reisegeschwindigkeit von etwa 230 km/h und eine Reichweite von rund 600 Kilometern. Das maximale Abfluggewicht liegt bei 3,8 Tonnen, die maximale Kraftstoffzuladung bei 915 Litern Kerosin. 

GIESSEN. Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich als Co-Pilot im H 145.

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