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Kein Faselmarkt – Kultursommer auf dem Marktplatz soll wieder stattfinden

Warten auf Corona-Entscheidungen / 170 000 Euro stehen für Wirtschaftsstandort Butzbach zur Verfügung

BUTZBACH (thg). Im vergangenen Jahr ist er gerade vor den Corona-Einschränkungen noch über die Bühne gegangen, aber in diesem Jahr ist nun definitiv klar: Es gibt im März keinen Faselmarkt auf und rund um den Butzbacher Marktplatz. Das bestätigte Bürgermeister Michael Merle auf Anfrage der BZ. 

„Es ist klar, dass der Markt nicht stattfinden kann. Wir kommen demnächst zusammen und schauen, wie sich die Stadt einbringen kann“, kündigte er Gespräche mit Schausteller Norbert Winter an. Der Nieder-Weiseler ist Vertragspartner der Stadt für die großen Märkte in Butzbach. 

Merle betonte, dass schon im Frühling eine Neuauflage des „Kultursommers“ in Butzbach starten soll. Im vergangenen Jahr waren auf der Marktplatz-Bühne unter anderem heimische Musiker aufgetreten. Doch wann und wie ein solches Programm möglich ist, müsse noch abgewartet werden. 

„Das war im vergangenen Jahr ein enges Zusammenwirken von Stadt, Gastronomie und Handel“, erinnerte Merle. Nun müsse man warten, bis Berlin und Wiesbaden sagen, was geht. Ziel sei es, wieder eine Bühne auf dem Marktplatz zu haben. 

Mit Blick auf die anhaltende Pandemie schlug der Magistrat vor, Geld aus dem Budget „Stadt- und Kulturmarketing, Tourismus und Veranstaltungen“ in Höhe von insgesamt 170 600 Euro von speziellen Zuweisungen auch auf andere Posten übertragbar zu machen. „Beispielhaft wäre im Zuge der Corona-Pandemie ein Sofortprogramm für den Wirtschaftsstandort Butzbach und die Innenstadt im Zuge des Stadtmarketings zu nennen. Hierzu hat es auch Gespräche mit dem Vorsitzenden von Butzbach aktiv gegeben“, heißt es im Bericht zur Beschlussvorlage.

Maßnahmen für die Verwendung der Mittel werden aufgezählt. Darunter ist eine „Kampagne zur Bewältigung des Lockdowns 2021“, die Koordination und Umsetzung von Aufgaben des Stadtmarketings und der Wirtschaftsförderung (Personal), eine „Buy-local-Kampagne“ im Wirtschaftsstandort Butzbach und Innenstadt, ein Unternehmensdialog im Rahmen der Wirtschaftsförderung, die Internet-Plattform Finder 35, das Stadtmagazin „Perle 35“, Radiowerbung für den Wirtschaftsstandort Butzbach, eine örtliche Standortkampagne in der BZ und auf Facebook, dazu die Vorstellung heimischer Branchen in der BZ sowie Unternehmensporträts auf Bauzäunen und ein Einkaufsführer auf Youtube. 

Ferner ist ein Aufbau digitaler Angebote zur Darstellung denkbar. Der „Finder35“ als Internetportal, in dem sich Butzbacher Unternehmen kostenfrei anmelden und darstellen können, wird als eine der ersten bereits etablierten Maßnahmen genannt.

„Diese alternativen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sind geboten, da die lokale Wirtschaft extrem unter den Auswirkungen der Pandemie zu leiden hat und die bisher geplanten Aktivitäten im Stadtmarketingbereich auf Grund der Corona- Pandemie voraussichtlich nicht in der geplanten oder gewohnten Form stattfinden können“, so die Beschlussvorlage. Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung bereits einstimmig seine Zustimmung erteilt.

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