Kein Kita-„Sonderzug“ in Cleeberg

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Kein Kita-„Sonderzug“ in Cleeberg

AUSBAUPLÄNE – Sanierung und Wald-Gruppe in Langgönser Sozialausschuss-Sitzung ausführlich diskut

LANGGÖNS (wiß). Nach einer Ortsbesichtigung des Sozialausschusses in der Kindertagesstätte Cleeberg wurden eine Auflistung der Arbeitsmaßnahmen ohne Planer und eine mit Planer beschlossen. Ohne Planer und zu Lasten der Hessenkasse sollen der Austausch der Heizungsanlage aus dem Jahr 1994 und Ersetzung durch Gasbrennwertkessel (Kosten 13 000 Euro brutto), die Entsorgungskosten für den funktionslosen Öltank im Keller, Anbringung von Sonnenschutz im Essbereich/Küche, eine Erneuerung der Heizkörper und ein Austausch der beiden einfachverglasten Fenster erfolgen. Diesen Vorschlag soll nach einer mehrheitlichen Empfehlung der Finanzausschuss als Abwicklung über die Hessenkasse behandeln. In Abstimmung mit Cleebergs Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser stimmte die Mehrheit dafür, dass Ortsbeirat, Eltern und Erzieher sich zunächst zusammensetzen sollen, um für das gesamte Außengelände, welches auch künftig einen öffentlichen und nicht öffentlichen Teil haben soll, ihre Wünsche zusammenzutragen. Diese sollen dann anschließend mit einem Planer erörtert werden sollen. 

Vertagt und neu formuliert werden soll der gemeinsame Antrag der Fraktionen von CDU/FDP/Grünen zur Kita Cleeberg. In fast einstündiger Diskussion ging es darum, ob nun ein Planer benötigt werde und wenn für was. In der Septembersitzung der Gemeindevertretung wurde beschlossen, dass die Kita Cleeberg im Zuge der anstehenden Sanierung zukunftsorientiert als Zwei-Gruppen-Einrichtung mit jeweils einer Gruppe U3 und Ü3 konzipiert wird. 

Dem hielt Röhrig entgegen, dass aktuell 15 Kinder in einer Gruppe betreut werden. Sollte eine Aufteilung in zwei Gruppen erfolgen, dann würde es drei U3 Kinder in einer Gruppe und eine Gruppe mit zwölf Ü3-Kindern geben. „Was wollen wir damit bezwecken? Ich weiß nicht, dass ein Sonderzug mit kleinen Kindern in Cleeberg angekommen ist“, zeigte sich Röhrig erstaunt auch hinsichtlich der Zukunftsplanung. Vielmehr sei die Kita Cleeberg jene, in der die Kinder über den meisten Platz verfügten. „Wenn wir dieses Konzept umsetzen, haben wir eine Verdoppelung des Personals“, machte das Gemeindeoberhaupt deutlich. 

Isabell Dern (Grüne) hielt dem entgegen, dass es darum gehe, sich zukünftig zu positionieren und schon so zu gestalten, wenn Bedarf da sei,  um diesem dann durch eine flexible Raumgestaltung schnell Rechnung tragen zu können. Auch Barbara Fandré (FDP) plädierte für ein „attraktives zukunftsorientiertes Angebot für Cleeberg“. 

„Momentan haben wir eine Gruppe in den Räumen von zwei. Ich freue mich jetzt schon darauf, die Planer anzufragen, sie sollen ein Angebot dazu machen“, machte Röhrig klar und umriss dabei auch die sich ergebende Zeitspanne mit einer Umsetzung zu Beginn des nächsten Jahrzehnts. Letztendlich wurde diese Maßnahme vertagt. 

Eine Waldkindergartengruppe wünschen sich CDU/FDP/Grüne. Dazu fragte Röhrig nach, ob es sich um einen Waldkindergarten oder eine Waldkindergartengruppe handeln soll. „Wir reden von einer Waldkindergartengruppe. Lassen Sie uns doch einmal was neues probieren und nicht alles zerreden“, so Fandré. „Kinder sind zu schade zum Probieren, da muss man wissen was man will“, entgegnete Röhrig und warf Fandré vor, in der Thematik nicht auf dem aktuellen Sachstand zu sein, denn die Unterschiede zwischen einem Waldkindergarten und einer Waldkindergartengruppe seien für die Diskussion signifikant. „Das sind unterschiedliche Voraussetzungen“, so Röhrig. „Wir wollen eine Waldkindergartengruppe und sind gewillt, dafür eine passende Örtlichkeit zu finden“, so Fandré, während Röhrig darauf verwies, dass die Gruppe Teil einer Einrichtung ist. „Dann sollten wir uns Gedanken machen, bei welcher Einrichtung man sich das vorstellen kann.“ Doch: „Wir haben keine gefunden“, räumte Hans Noormann (Grüne) für die Antragsteller ein. Ausschussvorsitzender Ahmet Karadag (SPD) bat nach einvernehmlicher Erörterung darum für die nächste Sitzung einen konkret formulierten Antrag vorzulegen. Dabei wurden die Kitas Cleeberg und Dornholzhausen als Möglichkeiten genannt. 

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