Kirch-Gönser Feuerwehrseele kocht über

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Kirch-Gönser Feuerwehrseele kocht über

Kameradschaftsabend Große Verärgerung über Verzögerungen beim Neubau des Gerätehauses

KIRCH-GÖNS (pf). „Wie immer alles leere Versprechungen, ein dringend  erforderliches neues Feuerwehrgerätehaus für Kirch-Göns wird von einer großen Mehrheit städtischer Politiker überhaupt nicht gewollt.“ Das war der überwiegende Tenor der Anwesenden auf dem traditionellen Kameradschaftsabend der örtlichen Einsatzabteilung. Viele aktive und passive Kirch-Gönser Feuerwehrleute nahmen zusammen mit Gästen an der Veranstaltung im Schützenhaus teil.

Seit einigen Jahren wird der Kameradschaftsabend genutzt, um ehemaligen Feuerwehrleuten zu besonderen Geburtstagen zu gratulieren oder Aktive zu ehren. Wehrführer Jörg Winter und Markus Mohr, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, überreichten Ewald Binzer, der seinen 85. Geburtstag feierte, sowie Willi Kraeft und Dieter Winter zum jeweils 70. Wiegenfest je ein Präsent.

Danach berichtete Jörg Winter über bisher in diesem Jahr absolvierte Einsätze der Feuerwehr. Die Einsatzabteilung sei fünfzehn Mal ausgerückt, wobei es erforderlich gewesen sei, fünf Tote zu bergen. Dies würde von vielen den Einsatzkräften nicht einfach so weggesteckt, sie hätten daran lange seelisch zu tragen. Da die Einsatzabteilung derzeit über 27 Feuerwehrleute verfüge, sei sie auch tageseinsatzfähig und würde daher öfters zu Einsätzen außerhalb Kirch-Göns angefordert.

Bereits im Sommer, vor der Bundestagwahl, sei „mit großem Tamtam“ der Plan für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses vorgestellt worden. Seitdem habe sich so gut wie nichts getan, immer wieder würden neue Argumente vorgetragen, die den Neubau hinauszögern, so Winter. Nach dessen Vortrag kochte sozusagen die Kirch-Gönser Feuerwehrseele über. Mit Äußerungen wie „denen glaube ich sowieso nichts mehr“ über „immer nur vor Wahlen werden Versprechungen gemacht, danach ist nichts mehr zu hören“ bis hin zu „ich schmeiße den ganzen Kram jetzt hin“ verschafften sich die über städtische Politiker empörten Feuerwehrleute Luft. Nur mühsam beruhigten sich die Gemüter wieder und die restliche Zeit des Kameradschaftsabends feierten die Feuerwehrleute zusammen mit ihren Gästen.

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