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Kita-Notbetreuung ist angelaufen

Stadt Butzbach rechnet mit etwa 20 Kindern / Politik berät über Sitzungen / Blutspende findet statt

BUTZBACH (thg). Die Kita-Notbetreuung, die der Butzbacher Krisenstab am Wochenende im Rathaus ausgearbeitet hat, ist gestern angelaufen. Bürgermeister Michael Merle berichtete, die Betreuungseinrichtungen seien geschlossen. Lediglich die Notbetreuung für Kinder bestimmter Berufsgruppen werde gesichert. 

Stand gestern Nachmittag waren etwa 20 Kinder betroffen. Aber die Stadt will in den nächsten Tagen Eltern noch die Zeit geben, sich noch zu finden. „Manche Familien brauchen vielleicht noch etwas Zeit, um sich zu organisieren“, so Merle. Auch der Ort der Betreuung ist noch zu klären, eventuell werden zwei Kitas für die Notbetreuung geöffnet, so Pressesprecher Olaf Hoerschelmann. 

Das Personal der Kitas will die Stadt in Schichten einsetzen, um die Ansteckungs-Risiken zu minimieren. Wer nicht an einem Tag in der Kita sei, halte sich bereit für den Einsatz. Eine Herausforderung sei die Betreuung der U3-Kinder, für die eine Eingewöhnung wichtig sei und die zudem an Bezugspersonen gewöhnt seien. „Daher werden wir behutsam vorgehen“, so Merle. 

Wie die Politik weiter vorgeht, sollte gestern Abend Gegenstand einer Ältestenratssitzung der Stadtverordnetenversammlung sein, zu der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Matthias Görlach eingeladen hatte. Die Sozialausschusssitzung, die für gestern terminiert war, wurde am Wochenende abgesagt. Am Mittwoch sollen Bau- und Umweltausschuss, am Donnerstag der Haupt- und Finanzausschuss tagen. Eins der Themen ist der Haushalt für das laufende Jahr. Ob die Sitzungen stattfänden oder wer teilnehmen wolle, müsse jeder für sich klären. Dafür gebe es Verständnis. 

Der Blutspendetermin des Roten Kreuzes am Donnerstag, 19. März, in der Alten Turnhalle von 18 bis 21 Uhr findet statt und wird nicht abgesagt. Derzeit würden Blutspenden weiter benötigt, in Absprache mit dem Wetterauer Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs wird daher dann in Butzbach Blut abgenommen. Es sei medizinisch versiertes Personal im Einsatz, zudem dürfe ohnehin nur Blut spenden, wer gesund sei, erinnerte Hoerschelmann. 

Öffentliche Veranstaltungen, die „nicht zwingend notwendig sind“ wie die Pflanz-Veranstaltung „5000 Bäume“ am Samstag, 21. März, sind abgesagt. Zudem nimmt die Stadt weiter Kontakt mit Mietern städtischer Liegenschaften auf, die bis einschließlich 12. April gebucht haben. Auch Besprechungen der Verwaltung unter anderem mit externen Besuchern zu Themen, die derzeit nicht aktuell sind, finden derzeit nicht statt. Innerhalb der Stadtverwaltung gebe es mittlerweile Telefonkonferenzen etwa zwischen den Verwaltungsstandorten Schloss und Rathaus. 

Pressesprecher Hoerschelmann erklärte, dass ein Erkrankungsfall in Butzbach weiter nicht bekannt sei: „Das, was gerüchteweise kursierte, hat sich nicht bestätigt.“ 

„Die Lage ist dynamisch“, unterstrich der Bürgermeister. Weiter Einschränkungen des öffentlichen Lebens seien denkbar. Mit Behörden wie dem Kreis sei die Stadt in Kontakt. Ansonsten verfolge man die Medien, sagte Merle auch mit Blick auf die für gestern Abend angekündigte neuerliche Pressekonferenz der Landesregierung.

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