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Kita-Planung beginnt von vorn

VARIANTEN – Rockenberger Ausschussmehrheit schlägt vor, für Oppershofen anderes Büro zu beauftragen

ROCKENBERG (thg). Auf Antrag von CDU und Dorfpartei sollen für den Kindergarten Oppershofen Aus-, Um- und Neubau-Varianten geprüft werden. Das beschloss der Rockenberger Haupt- und Finanzausschuss am Montag in der Burg bei zwei Gegenstimmen von SPD und Grünen. 

Unter anderem sollen laut Antrags-text vier Aspekte geprüft werden. Erstens ein zweigeschossiger Anbau an das bestehende Gebäude im Süden und Südwesten, wobei im Obergeschoss Gruppenräume und im Untergeschoss Funktionsräume wie unter anderem Büro eingerichtet werden sollen. Zweitens soll ein eigenständiger Neubau im Westen des Grundstücks betrachtet werden, der ebenfalls zwei Stockwerke umfassen soll – mit Verbindung zum bestehenden Gebäude. Dritte Variante ist ein Containerbauwerk, das mehrgeschossig auf dem vorhandenen Grundstück errichtet werden könnte. Schließlich führen die beiden Fraktionen einen Neubau im Burgweg an, wobei die Kita Oppershofen bestehen bleiben soll. 

Unter anderem diskutierten die Ausschussmitglieder darüber, ob man nun wieder bei null anfange, was positiv gesehen die Prüfung der neuen Varianten ermöglicht oder negativ gesehen das Vorhaben noch weiter verzögert. Aus der Antragsbegründung geht auch Unzufriedenheit mit dem bisher tätigen Architekturbüro Möller hervor. Bis Ende des Jahres, „wenn möglich auch kurzfristiger“soll ein „zügig und verlässlich arbeitendes Architekturbüro“ die Anforderungen abklären. 

Dass dies in der aktuellen konjukturellen Lage schwierig sein dürfte, äußerte Michael Witzenberger vom Bauamt. Zudem führte er an, wie er betonte aus fachlicher, politisch neutraler Sicht, dass das bisherige Gebäude seine Funktion nicht mehr erfülle und dass die Förderung in Höhe von 1,25 Millionen Euro für einen Neubau nur noch bis zum 1. Oktober – Vorlage des Antrags beim Kreis – gewährt werde, das Geld damit „liegengelassen“ worden sei. Zweigeschossige Bauten würden für Kitas „gefürchtet“ unter anderem wegen Rettung im Brandfall oder der Frage, welche Altersgruppe welches Geschoss bezieht. 

Karl Maria Weckler (CDU) reagierte darauf mit seiner Schlussfolgerung, Witzenberger habe keine Lust, den Antrag zu bearbeiten. Das wies Bürgermeister Manfred Wetz zurück. Der Antrag werde beraten, die fachliche Meinung aus der Verwaltung gehöre dazu. 

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