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Kita-Umbau wird erneut teurer

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Bei Bauarbeiten in Rockenberg Asbest entdeckt: 40 000 Euro mehr / Estrich ist teils bröckelig

ROCKENBERG (thg). Im Zuge des Ausbaus der Kita Rockenberg wurde Asbest entdeckt. Bei den Umbauarbeiten im alten Bereich der Kita wurden im Februar laut Bericht von Bürgermeister Manfred Wetz in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses schadstoffverdächtige Baustoffe gefunden. Sie waren unter Einbauschränken und Fußbodenbelägen verbaut und vorher nicht ersichtlich. 

Die Bereiche wurden vorsorglich abgeschlossen und eine Fachfirma mit der Probeentnahme und der Schadstoffuntersuchung beauftragt. Diese Maßnahme wurde mit dem Regierungspräsidium, der Kita-Aufsicht und der Kita-Leitung besprochen.

Die gutachterliche Stellungnahme ergab asbesthaltige Stoffe. „Für den laufenden Kindergartenbetrieb bestand und besteht keine Beeinträchtigung“, so Wetz. In Abstimmung mit dem Gutachter, der Bauleitung und dem Bauamt der Gemeinde wurden drei Fachfirmen zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Anfang März fand ein Informationsgespräch mit dem Elternbeirat der Kita statt. Das Gutachten kann im Bauamt der Gemeinde eingesehen werden.

Der Gemeindevorstand beschloss im März, das mit rund 20 400 Euro günstigste anbietende Unternehmen mit der fachgerechten Entsorgung der schadstoffbelasteten Baumaterialien zu beauftragen.

Eine zwischenzeitliche Untersuchung der Luft im Flur vor den betreffenden Räumen ergab keine Belastung mit gefährlichen Stoffen. Vorsorglich wurden weitere Proben des verbauten Materials genommen, die Ergebnisse zeigen keine Belastungen. Nach derzeitigem Stand muss für die Untersuchung und Entsorgung des belasteten Materials und allen Nebenkosten mit Kosten in Höhe von circa 40 000 Euro gerechnet werden. 

Im Zuge der Arbeiten im alten Bereich der Kita wurde festgestellt, dass der Estrichboden bröckelig ist und zum Teil erneuert werden muss. Die Kostenschätzung dafür liege noch nicht vor. Diese Ausgaben waren in der bislang bekannten Kostenberechnung nicht enthalten. Das Architekturbüro Möller werde eine aktualisierte Kostenberechnung vorlegen.

Die vorhandenen Schallschutzdeckenelemente werden im alten Bereich der Kita wieder verwendet, fehlende Teile werden durch neue Elemente ersetzt.

Die Waschmaschine der Kita Rockenberg war defekt. Für solche Einrichtungen sind Haushaltsgeräte nicht mehr zugelassen, gefordert sind Gewerbegeräte, die, mit Blick auf die Gesundheit des Personals, auf einem Sockel aufgestellt werden. Der Gemeindevorstand hat entschieden, eine entsprechende Maschine, die über Programme zur chemischen und thermischen Desinfektion verfügt, mit einem Sockel zu beschaffen. Die Kosten betragen knapp 4300 Euro.

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